¿Was tun mit der Bewertung des Peso?

Debatte zur wirtschaftlichen Lage

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Am 31. Mai fand in der Federación Nacional de Cafeteros eine Debatte zur wirtschaftichen und sozialen Lage statt, die von Fedesarrollo, der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Weltbank veranstaltet wurde. Dieses Mal drehte sich die Diskussion um das Thema ¿Was tun mit der Bewertung des Peso?

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Debate

Die Teilnehmer des Panels sprachen über die Auswirkungen der Wechselkursschwankungen auf die Wirtschaft des Landes.

An der Debatte nahmen teil: der Finanzminister, Dr. Juan Carlos Echeverry, der Geschäftsführer der Banco de la Republica, José Darío Uribe, der Finanzberater Mauricio Cabrera, der Abteilungsleiter für Wirtschaftsstudien der Zentralen Reservebank von Peru, Adrian Armas und der Direktor von Fedesarollo, Leonardo Villar.

Dieses Mal beschäftigte sich die Debatte mit dem Einfluss der Volatilität der Wechselbilanz auf die Wirtschaft des Landes vor allem mit deren Auswirkungen auf die Gesellschaft. Zu Beginn sprach der Finanzminister, Dr. Juan Carlos Echeverry, über den “Währungskrieg”, der zur Zeit weltweit ausgefochten werde, vor allem zwischen den USA und China, und dessen Auswirkungen auf den Wechselkurs in Kolumbien.

Der Geschäftsführer der Banco de la República, Dr. José Darío Uribe, bezog sich in seinem Vortrag auf die Aufwertung des Peso und deren Konsequenzen auf die Wirtschaft des Landes. Er hob auch hervor, wie wichtig öffentliche und private Sparmassnahmen seien, um einer Überflutung mit ausländischen Währungen und damit noch grösseren Wechselkursschwankungen vorzubeugen. Zu diesem Zweck habe die Banco de la República ein ganzes Massnahmenbündel eingesetzt, das den Preis der Devisen stabilisieren soll, z.B. täglicher Aufkauf einer festen Summe von Dollar und das Verbot von Girokonten in Dollar.

Anschliessend berichtete der Vertreter der Zentralen Reservebank von Peru, Adrian Armas, von den peruanischen Erfahrungen auf diesem Gebiet. Er betonte, dass sein Land besonders verwundbar sei, was die Wechselschwankungen anbeträfe, da die peruanische Wirtschaft in hohem Masse “dollarsiert” sei. Ausserdem hob er die Bedeutung der Lehren hevor, die aus den Wirtschaftskrisen der 80er und 90er Jahre gezogen werden könnten, da die grossen Schwankungen, die diese Krisen hervorriefen das Wachstum in ganz Lateinamerika stark gebremst hätten. Aus diesem Grunde habe die zentrale Reservebank Perus eine agressive Strategie zur Intervention in die Wirtschaft angewendet, grosse Mengen von Dollar angekauft und dadurch den Prozentsatz der Reserven sowohl auf Dollarkonten als auch auf Konten in Landeswährung erhöhen können, um so die Wechselschwankungen aufzufangen.

Der Berater Mauricio Cabrera präsentierte eine Analyse aus der Perspektive der Bürger und ging auf die Auswirkungen der Aufwertung des kolumbianischen Peso für den Normalbürger ein. Er kam dabei zu dem Schluss, dass die Wechselkursschwankungen und die Pesoaufwertung sich nicht direkt auf den Preis der Importwaren auswirkten, so dass der Verbraucher immer der Betroffene sei.

Zum Abschluss sprach der Direktor von Fedesarrollo, über die negativen Konsequenzen die eine übertriebene Bewertung des Peso mittel- und langfristig haben könnten.

Serie

Veranstaltungsbeiträge

erschienen

Kolumbien, 1. Juni 2012