Von Friedensverhandlung zu Friedensverhandlung

KOLUMBIEN ZWISCHEN DEM BEGINN DER FRIEDENSVERHANDLUNGEN MIT DER ELN UND DER UMSETZUNG DER VEREINBARUNGEN MIT DER FARC

Das erste Halbjahr 2017 wird ausschlaggebend dafür sei, ob Kolumbien einen dauerhaften und stabilen Frieden schaffen kann. Die entscheidenden ersten sechs Monate der Implementierung des Friedensabkommens zwischen der Regierung und der FARC-Guerilla haben bereits begonnen. Was in dieser Anfangsphase geschieht, wird über Erfolg oder Misserfolg des gesamten Prozesses entscheiden. Ebenso wird dadurch ein wichtiges Signal für andere illegale bewaffnete Gruppen gesetzt, die sich noch nicht demobilisiert haben und auch weiterhin in verschiedenen Regionen des Landes operieren.

Vor diesem Hintergrund beginnt die Regierung am 7. Februar nach großen Anlaufschwierigkeiten und mit gebremstem Elan in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito die Verhandlungen mit der anderen kolumbianischen Guerilla-Gruppe, der ELN (Ejército de Liberación Nacional; dt.: Nationales Befreiungsheer). Die Verhandlungen mit der ELN könnten sich dabei als noch komplizierter herausstellen, als die mit der FARC. Obendrein beginnt bald schon der Präsidentschaftswahlkampf und auch die staatlichen Strukturen Kolumbiens erwei-sen sich immer wieder als Hindernis für eine effizientere Umsetzung des Friedens.

Den kompletten Länderbericht zu den Friedensverhandlungen mit der ELN und zur Umsetzung der Vereinbarungen mit der FARC können Sie als PDF herunterladen.

Autoren

Dr. Hubert Gehring, Margarita Cuervo

Serie

Länderberichte

erschienen

Kolumbien, 7. Februar 2017

Die FARC-Guerilla und die kolumbianische Regierung hatten bereits im Juni 2016 ein lange erhofftes Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet. | Foto: Kolumbianisches Präsidialamt

Die FARC-Guerilla und die kolumbianische Regierung hatten bereits im Juni 2016 ein lange erhofftes Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet. | Foto: Kolumbianisches Präsidialamt