Regionale Buchvorstellung “LA GUERRA ESCONDIDA. MINAS ANTIPERSONAL Y REMANENTES EXPLOSIVOS EN COLOMBIA” („Der versteckte

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Am Donnerstag, dem 6. Juli fand die erste regionale Buchvorstellung des Berichts „La guerra escondida. Minas Antipersonal y Remanentes Explosivos en Colombia” statt. Die Veranstaltung, an der sowohl zivile Opfer als auch betroffene Angehörige der Streitkräfte der Region teilnahmen, fand in der öffentlichen Bibliothek Julio Pérez Ferrero in Cúcuta statt.

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María Elisa Pinto, Koordinatorin und Mit-Autorin des Berichts, präsentierte die wichtigsten Resultate der Forschungsarbeit.

María Elisa Pinto, Koordinatorin und Mit-Autorin des Berichts, präsentierte die wichtigsten Resultate der Forschungsarbeit.

Die Präsentation des Berichts begann mit einem Vortrag der Koordinatorin und Mit-Autorin des Berichts und Direktorin der Fundation Prolongar, von María Elisa Pinto, die die wichtigsten Ergebnisse der Publikation vorstellte, wie zum Beispiel:

• Der Einsatz von Anti-Personenminen (MAPs) ist nicht willkürlich.

• Kolumbien ist nicht komplett vermint.

• Obwohl die MAPs nach einer gewissen strategischen Logik installiert werden, ist ihre Wirkung nicht vorhersehbar.

• Die MAPs beeinflussen die Identität eines Gebiets.

• Es gibt Verantwortliche für die Attentate durch MAPs.

• MAPs verändern das Leben der Betroffenen in allen Bereichen.

• MAPs verursachen körperliche Behinderungen, die durch hinzukommende soziale Probleme verstärkt werden.

• Die große Herausforderung besteht darin, den Opfern mehr Aufmerksamkeit zu widmen.

• Trotz individueller und familiärer Bewältigungsstrategien, spielt die Nähe zu anderen Betroffenen eine wichtige Rolle für die Genesung der Opfer.

Es folgte eine Gesprächsrunde zum Thema: „Dialog über Erinnerungen und Herausforderungen für eine umfassende Bekämpfung von Anti-Personenminen im Department Norte de Santander“. Dabei ging man auf die Relevanz des Berichts und wie wichtig es sei, sowohl die zivilen Opfer als auch betroffene Angehörige der regionalen Streitkräfte sichtbar zu machen. Man diskutierte auch über die Fortschritte die erlangt werden konnten, seit sich die Regierung des Themas angenommen hat sowie über die damit verbundenen Herausforderungen.

Die Diskussionsrunde wurde geleitet von Gabriel Ruiz, einem der Wissenschaftler, die an dem Bericht mitgearbeitet haben. Zu den Teilnehmern zählten Carlos Terán, Überlebender Soldat einer Minenexplosion, Siervo Bacca und Mileiny Ramírez, überlebende zivile Opfer und Luis Fernando Niño López, Sekretär des Amts für Opfer, Frieden und Postkonflikt des Departments Norte de Santander.

Die Veranstaltung endete mit einer kurzen Zeremonie, in der den Opfern und Überlebenden gedankt wurde und mit der Aushändigung des Berichts an die Teilnehmer.

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Kolumbien, 6. Juli 2017