¿Cómo va Bogotá? - Ein Blick auf die Sicherheit, die Mobilität, die Umwelt und den Sozialsektor der Stadt.

Forum

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Am Mittwoch, dem 23. August 2017 fand das Forum ¿Cómo va Bogotá? Una mirada a la seguridad, movilidad, medio ambiente y sector social. (Wie geht es Bogotá? Ein Blick auf die Sicherheit, die Mobilität, die Umwelt und den Sozialsektor der Stadt.) statt, das von der Konrad Adenauer Stiftung, der Universität Rosario und der Zeitung „El Tiempo“ veranstaltet wurde.

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¿Cómo va Bogotá? - Ein Blick auf die Sicherheit, die Mobilität, die Umwelt und den Sozialsektor der Stadt.

Dr. Hubert Gehring, Repräsentant der Konrad-Adenauer Stiftung in Kolumbien, empfahl in seiner Eröffnungsrede, sich auf ein Hauptproblem in Bogotá zu konzentrieren, anstatt wie bisher verschiedene Probleme zu diskutieren. Andererseits lobte er die Tatsache, dass es Initiativen zur Restaurierung des Zentrums von Bogotá mit Hilfe eines territorialen Konzepts gebe.

An der Veranstaltung nahmen der Oberbürgermeister von Bogotá, Enrique Peñalosa, sowie Bezirkssekretäre, Akademiker, Abgeordnete für Bogotá in der Repräsentantenkammer sowie Stadträte teil, die gemeinsam über die Lage der kolumbianischen Hauptstadt, über Probleme und Herausforderungen, die man angehen muss, reflektierten.

Der Rektor der Universität Rosario, José Manuel Restrepo, sowie Ernesto Cortés (Chef-Editor der Tageszeitung El Tiempo) und Hubert Gehring, eröffneten das Forum, bei dem politische und akademische Führungskräfte dazu aufgerufen waren, über die aktuelle Lage Bogotás zu diskutieren. Das Forum bestand aus drei Panels und der Rede des Bürgermeisters Enrique Peñalosa.

Das erste Panel zum Thema „Aus Sicht der Kongressabgeordneten und Experten Bogotás“, wurde von der Professorin an der Universidad Rosario, Patricia Acosta moderiert. Es wurden verschiedene Meinungen zur aktuellen Situation der Stadt geäußert. Nach Ansicht der Abgeordneten des Repräsentantenhauses für Bogotá, Clara Rojas, besteht momentan eine Regierungskrise, die mit einer erhöhten Unsicherheit und Problemen im öffentlichen Nahverkehr einhergehen. Der Präsident von ProBogotá, Luis Guillermo Plata meinte, dass sich die Sicherheit und die Mobilität in Bogotá verbessert haben, größere Veränderungen jedoch ihre Zeit brauchten und nicht unmittelbar stattfinden könnten. Der Vizerektor für Entwicklung und Absolventen der Universität de los Andes, Eduardo Behrentz meinte, man müsse optimistisch sein und die Diagnosen mit Sorgfalt erstellen, um zu wissen, wie man die Probleme der Stadt lösen kann.

Das zweite Panel zum Thema „Aus Sicht der Stadträte Bogotás“ wurde von der Dekanin der Fakultät für Politikwissenschaften und Internationale Beziehungen der Universidad del Rosario, Mónica Pachón, moderiert. Von den fünf Stadträten die am Forum teilnahmen erklärte die Mehrheit, dass sich die Stadt auf einem guten Weg befinde. Der Stadtrat Nelson Cubides von der Konservativen Partei, bewertete beispielsweise die Maßnahmen der Stadt in der Region, die als „Bronx“ bekannt ist, als positiv. Diego Molano, vom Centro Democrático versicherte, dass man auf „drastische Maßnahmen zurückgreifen müsse, um Ordnung zu schaffen“ auch wenn einige und bezog sich damit auf einige Entscheidungen bei der Bevölkerung Bogotás auf Ablehnung stossen. Hollman Morris von der Bewegung Movimiento Progresistas, kritisierte die Entscheidung des Oberbürgermeisters Enrique Peñalosa, eine oberirdische Metro anstelle einer unterirdischen zu bauen, da dies wesentlich teuer sei und die Stadt nicht revitalisieren würde.

Am dritten Panel zum Thema: „Aus der Perspektive der Stadtverwaltung“ nahmen vier Bezirkssekretäre teil, die die Erfolge der aktuellen Administration betonten und die positive Entwicklung in den Bereichen Gesundheit, Umwelt, Sicherheit und Mobilität im Vergleich zu vorhergegangenen Regierungen herausstellten. Der Sicherheitsbeauftragte Daniel Mejía betonte die Bedeutung der Einrichtung seines Referats, um die aktuellen Herausforderungen der Stadt zu bewältigen, wie zum Beispiel die Bekämpfung der organisierten Kriminalität.

Am Ende der Diskussionsrunden hielt der Oberbürgermeister Enrique Peñalosa eine Rede, in der er die Zerschlagung des Sektors Bronx und die geplante Konstruktion eines Sitzes des Berufsbildungsinstituts SENA in dem ehemaligen Randbezirk hervorhob. Dadurch solle ein Ort zur sozialen Integration geschaffen werden. Der Bürgermeister nutzte die Gelegenheit, um seine Vorschläge im Bereich Mobilität zu diskutieren, wie zum Beispiel den Bau einer Strecke der Schnellbuslinie Transmilenio auf der Carrera 7. Auch bezeichnete er das Projekt „Ciudad Lagos de Torca“ als Lösung für das Problem der Bevölkerungsdichte in der Hauptstadt.

Im Allgemeinen äußerten die Forumsteilnehmer positive Ansichten über die Entscheidungen der aktuellen Administration und wandten sich gegen die Bestrebungen einiger Bevölkerungsgruppen den Bürgermeister abzusetzen.

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Kolumbien, 23. August 2017