College Freedom Forum: Es lebe die Demokratie! Sei Teil des Wandels!

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Am Donnerstag, dem 16. November, veranstaltete die KAS Kolumbien gemeinsam mit der Universidad del Rosario, der Human Rights Foundation und der Tageszeitung El Tiempo, das College Freedom Forum ¡Vive la democracia y haz parte del cambio! (Es lebe die Demokratie! Sei Teil des Wandels!). Das CFF ist eine internationale Konferenz, die Studenten die Möglichkeit bietet Aktivisten und Menschenrechtsverteidiger aus aller Welt zu treffen.

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College Freedom Foru: Es lebe die Demokratie! Sei Teil des Wandels!

An der Eröffnungsrunde nahmen teil: Manuel Calderón (Bürgermeister des Viertels La Candelaria), Edulfo Peña (Politischer Herausgeber der Zeitschrift El Tiempo), José Manuel Restrepo (Rektor der Universidad del Rosario), Hubert Gehring (Repräsentant der KAS in Kolumbien) und Oliver Ranft (Repräsentant des Oslo Freedom Forum).

In diesem Jahr fand das CFF in Bogotá statt; eingeladen waren fünf internationale Aktivisten: Yulia Marushevska, ukrainische Aktivistin gegen Korrpution; Abdalaziz Alhamza, syrischer Journalist und Verfolgter von ISIS; Kimberley Motley, US-amerikanische Prozessanwältin; Lisa Sánchez, mexikanische Aktivistin für eine Reform der Drogenpolitik und Rosa María Payá, kubanische Verteidigerin der Demokratie.

Während der Eröffnungszeremonie räumte der Repräsentant der KAS in Kolumbien, Dr. Hubert Gehring ein, dass täglich Menschenrechtsverletzungen auf der ganzen Welt begangen werden, sowohl in Nachbarländern wie Kuba und Mexiko als auch in fernen Ländern wie Afghanistan, Ukraine und Syrien. Außerdem forderte er die jungen Menschen auf, sich für das Kolumbien einzusetzen, das sie sich erträumen und nicht darauf zu warten, dass es andere tun.

Das Event war in zwei Veranstaltungblöcke unterteilt. Im ersten Teil stellten die Aktivisten (die meisten davon Frauen) ihre Projekte vor, für die sie sich in ihren jeweiligen Ländern einsetzen. Yulia Marushevska ist eine junge Ukrainerin, die für ihr Video „I am a Ukrainian“ bekannt wurde, das auf die Proteste aufmerksam machte, die später als Euromaidan bezeichnet wurden und sich gegen die Korruptions- und Bestechungsskandale in ihrem Land richteten. Abdalaziz Alhamza ist Mitbegründer und Sprecher von Raqqa is Being Slaughtered Silently (RBSS), eine Gruppe, die mit Hilfe von Bürgerjournalismus die terroristischen Praktiken des IS in Syrien aufdeckt.

Kimberley Motley, erste und einzige Ausländerin, die Prozesse vor Straf- und Zivilgerichtshöfen in Afghanistan führt hat sich unter anderem in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Ghana, Uganda und den USA für den Schutz des Rechtsstaats eingesetzt.

Lisa Sánchez, Koordinatorin der Transform Drug Policy Foundation für Lateinamerika, hat sich als Aktivistin für die Reformulierung einer Anti-Drogen-Politik eingesetzt, die verschiedene Bereiche von Staat und Gesellschat miteinbezieht. Rosa María Payá leitet die Kampagne Cuba Decide, die eine Volksabstimmung anstrebt, um einen friedlichen Regimewechsel hin zur Demokratie in ihrem Land zu erreichen.

Im zweiten Teil der Veranstaltung führten die Aktivisten eineinhalbstündige Workshops über ihre jeweiligen Themen durch, in denen die Studenten und Teilnehmer Fragen stellen und einen tieferen Einblick in die Arbeit der Aktivisten ihn ihren jeweiligen Ländern erhalten konnten.

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Kolumbien, 17. November 2017