Frauen in Politik und Gesellschaft stärken

Entscheidungsträgerinnen aus der DR Kongo und der Elfenbeinküste besuchen Deutschland

Auf Einladung der Konrad-Adenauer-Stiftung besuchte vom 03. - 10.07.2016 eine hochrangige Delegation politisch aktiver Frauen aus der DR Kongo und der Elfenbeinküste Saarbrücken und Berlin. Sie sind nach eigenen Aussagen "galvanisiert" und nehmen Anregungen mit, wie sich das Rollenverständnis der Frau durch mehr Teilnahme am politischen Geschehen positiv verändern kann.

Die Delegation mit Herrn Dr. Wolfgang Maier, Frau Andrea Ostheimer und Herrn Dr. Jan Cernicky.
Die Delegation mit Herrn Dr. Wolfgang Maier, Frau Andrea Ostheimer und Herrn Dr. Jan Cernicky.

Verantwortlich für die Organisation und Durchführung des Besucherprogramms von Seiten des Teams Inlandsprogramme: Dr.Tobias Rüttershoff. Begleitung: Dr. Jan Cernicky, Leiter des KAS-Auslandsbüros in der DR Kongo sowie Elke Erlecke, Leiterin des Regionalprogramms Politischer Dialog Westafrika (PDWA) mit Sitz in Abidjan.

Zu den wichtigen Zielen der Arbeit der Konrad-Adenauer-Stiftung im Rahmen der Stärkung demokratischer Strukturen in der DR Kongo und der Elfenbeinküste zählt insbesondere auch die Stärkung der Position der Frauen in Politik und Gesellschaft. Entgegen politischer Ankündigungen, wie z.B. dem offiziellen Ziel der DR Kongo, bis 2030 alle Positionen in Politik und Verwaltung zu 50% mit Frauen zu besetzen, ist in der Wirklichkeit kaum etwas geschehen, um die Position der Frau zu verbessern. Dies liegt nicht nur an mangelndem politischem Willen, sondern auch daran, dass die sozialen Strukturen weiterhin den Frauen nur eine untergeordnete Rolle zuweisen. Im Rahmen des Besucherprogramms soll den teilnehmenden Politikerinnen daher einerseits ein vertieftes institutionelles Wissen vermittelt werden, um zukünftig eine größere Rolle in Politik und Gesellschaft zu spielen. Bei Besuchen in ausgewählten Institutionen soll ein Eindruck von deren Funktionsweise gewonnen werden, mit einem Fokus darauf, wie die Rolle von Frauen hier gefördert wird. Andererseits soll aber auch ein Schwerpunkt darauf liegen, das Bewusstsein bei den Teilnehmerinnen zu schaffen, dass eine stärkere Teilnahme an Politik und Gesellschaft auch eine Veränderung von Rollenverständnissen zur Voraussetzung hat und dass Frauen selbst einen Beitrag zur Änderung dieser Rollen leisten müssen. Besuche in Unternehmen und sozialen bzw. kulturellen Einrichtungen sollen eine Idee davon vermitteln, was Frauen aus eigener Initiative in den letzten Jahrzehnten in Deutschland aufgebaut haben und welche Widerstände dabei überwunden wurden.

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Berlin, 21. Juli 2016