Studien- und Dialogprogramm für Sportpolitikern aus Korea

Die südkoreanische Delegation hatte die Gelegenheit, im Zusammentreffen mit Vertretern von DOSB in Frankfurt und in Berlin, des Tagesspiegels, der CDU –Bundesgeschäftsstelle, der Konrad-Adenauer-Stiftung und diversen Politikern aus verschiedenen Perspektiven zum Thema „Sportpolitik“ kennenzulernen und Ansätze und Strategien für die Sportdiplomatie unter den besonderen Gegebenheiten der koreanischen Halbinsel zu erörtern.

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DOSB in Frankfurt am Main

DOSB in Frankfurt am Main

Beim Besuch des Deutscher Olympischer Sportbund(DOSB) in Frankfurt und in Berlin nahm die Delegation an einem Informationsgespräch und einer Diskussion mit Vorstandsmitgliedern und Repräsentanten der DOSB teil, und erhielten darüber hinaus einen ausführlichen Einblick in den historischen Prozess der Teilung und des Zusammenwachsens Deutschlands.

Des Weiteren besuchte die Delegation im Rahmen dieses Studien- und Dialogprogramms das Bundesministerium des Innern (BMI). Frau Dr. Jutta Braun, Leiterin des Zentrums für deutsche Sportgeschichte, hielt eine Präsentation über Sportförderung und konkrete Beispiele deutscher Sportpolitik. Ein Höhepunkt war der Erfahrungsaustausch mit Abg. Herr Kim Se Yeon, der die Delegation auf koreanischer Seite leitet. Er gab einen Einblick insbesondere in die angespannte Sicherheitslage auf der koreanischen Halbinsel.

Am dritten Veranstaltungstag fuhr die Delegation zur Konrad-Adenauer-Stiftung, wo die Delegationsmitglieder zu einem Gepräch mit Herrn Frank Priess, Stell. Leiter der Hauptabteilung EIZ, eingeladen waren. Sie informierten ihn unter anderem über Herausforderungen der aktuellen politischen Lage in Südkorea sowie die Sicherheitslage in Bezug auf Nordkorea.

Anschließend informierte sich die koreanische Delegation beim Leiter des Büros für Auswärtige Beziehungen der CDU, Herrn Bertil Wenger, über das Wahlergebnis in Deutschland. Er berichtete von den Verhandlungen über die Jamaika-Koalition als auch von aktuellem Meinungsaustausch über das Mehrheitsparteisystem. Am Nachmittag besuchte die Delegation die Zentrale des Tagesspiegels. Der Redakteur Herr Benedikt Voigt und Frau Ronja Ringelstein interviewten die Delegation zu Themen wie der Sicherheitslage in Korea und die Vorbereitung der Olympischen Winterspiele 2018 in PyeongChang. Deutsche Medien sorgen sich um die Sicherheit in Südkorea, aber die südkoreanische Delegation sieht wegen der Spannung auf der Halbinsel keinen Anlass zur Sorge. Die Delegation hofft außerdem, dass beide Länder mit vielleicht zum Beginn der Spiele gemeinsamem Symbol setzen können, jedoch bei aller Freude auf die Winterspiele Sicherheit klar an erste Stelle stehen muss. Sie sieht die Sportpolitik als eine Möglichkeit, die Spannungen auf der Halbinsel zu verringern. Deshalb ist das Ziel für den Besuch in Deutschland, die Sportpolitik weiter auszubauen.

Das fünftägige Programm in Frankfurt am Main und Berlin diente dazu, die bestehenden Netzwerke zwischen koreanischen und deutschen Sportpolitikern und Sportfunktionären zu vertiefen und Ansätze für die Sportdiplomatie unter den besonderen Gegebenheiten der koreanischen Halbinsel zu entwickeln. Dieses Inlandsprogramm wurde – in Zusammenarbeit mit dem Auslandsbüro Korea (Stefan Samse und HyeKyung Lee)- vom Team Inlandsprogramme Dr. Kristina Hucko und Alison Sluiter organisiert und durchgeführt.

Autoren

Stefan Samse, HyeKyung Lee

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Korea, 1. Dezember 2017