Wahlanalyse der Bundestagswahl in Deutschland am 22. September 2013

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Die CDU hat ein besonders gutes Ergebnis erreicht. Zuletzt schnitt sie 1994 so gut ab. Das Wahlergebnis ist vor allem ein Vertrauensbeweis gegenüber der Kanzlerin Angela Merkel.

Seit 2005 hat sie parteiübergreifend Wähler angesprochen und diese für die Union mobilisieren können. Ohne die Öffnung für neue Wählerschichten ist der Zuwachs nicht zu erklären. Dabei profitiert die Kanzlerin von ihren Imagewerten und dem hohen Zutrauen in ihre politischen Lösungskompetenzen, die in allen Wählerschaften hohe Akzeptanz finden. Für die Wähler, die sich für die Union entschieden war die Kandidatenfrage gleich wichtig wie die Sachfragen (38:36). Bei allen anderen Parteien lagen die Sachfragen deutlich vor den Personenfragen (Infratest dimap).

Der Union ist es insgesamt gelungen, sich in ihren wesentlichen politischen Kernkompetenzen innerhalb der letzten Legislaturperiode zu stabilisieren und größeres Vertrauen zu gewinnen. Selbst im Feld der sozialen Gerechtigkeit holte sie auf, was angesichts des stabilen Images der SPD in diesem Bereich bemerkenswert ist. Die Union erreicht 41,5 Prozent der Zweitstimmen. Davon entfallen 34,1 Prozent auf die CDU und 7,4 Prozent auf die CSU. Die CDU gewinnt 6,9 Punkte hinzu, die CSU 0,9. Insgesamt macht die Union ein Plus von 7,7 Punkten. Nachdem die Union bereits 2009 218 ihrer 239 Mandate direkt erworben hatte, erhielt sie 2013 auch einen Zuwachs bei den Wahlkreisbewerbern. Insgesamt werden 236 direkt gewählt Abgeordnete für die Union im Bundestag vertreten sein und 75 Mandate kommen über die Landesliste. Damit erhält die Union 311 Sitze von insgesamt 630 (+72 Mandate).

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Autor

Dr. Viola Neu

erschienen

Berlin, 26. September 2013

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Leiterin des Teams Empirische Sozialforschung und stellvertretende Hauptabteilungsleiterin

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