Förderung von Konfliktlösungen in Tripoli durch Essen und Kultur

Auch verfügbar in English

Am Sonntag, den 6. November 2016, organisierte die Konrad Adenauer Stiftung zusammen mit dem Arab Resource Center for Popular Arts (ARCPA/AL-JANA) ein ganztägiges Fest in Tripoli (Nordlibanon). 80 Frauen aus Al-Kobbeh und Jabal Mohsen kochten hierfür zusammen und bereicherten mit ihren Köstlichkeiten die Veranstaltung. Außerdem stellten lokale Künstler ihre Werke zur Schau und lokale Musiker sorgten für eine harmonische und friedliche Atmosphäre.

Bild 1 von 7
Enhancing conflict resolution in Tripoli through food and arts

Am Sonntag, den 6. November 2016, organisierte die Konrad Adenauer Stiftung zusammen mit dem Arab Resource Center for Popular Arts (ARCPA/AL-JANA) ein ganztägiges Fest in Tripoli (Nordlibanon). 80 Frauen aus Al-Kobbeh und Jabal Mohsen kochten hierfür zusammen und bereicherten mit ihren Köstlichkeiten die Veranstaltung. Außerdem stellten lokale Künstler ihre Werke zur Schau und lokale Musiker sorgten für eine harmonische und friedliche Atmosphäre.

Es war nicht das erste Mal, dass sich diese Frauen trafen. Das Fest war das Ergebnis eines drei Monate andauernden Projektes an dem jeweils 40 ausgewählte Frauen aus den beiden Gemeinden Jabal Mohsen und Al-Kobbeh teilnahmen, um das friedliche Miteinander zu stärken. Zwischen den beiden Gemeinden kam es seit 2008 zu mehreren schweren religiösen Auseinandersetzungen der durch den benachbarten Konflikt in Syrien noch verschlimmert wurde. Deswegen war jeder Teilnehmer eingeladen einen Tag im Haus eines anderen Teilnehmers zu verbringen, neue Kochkünste zu lernen und sich über mögliche Speisen für das Fest auszutauschen.

Durch das gegenseitige Erfahren der Frauen aus den Perspektiven verschiedener religiöser und politischen Hintergründe in einem nicht-diskriminierenden und neutralen Akt des Kochens und dabei Ideen über Rezepte und Methoden zu teilen, konnten Unterschiede überwunden und Freundschaften zwischen den Gemeinden geschlossen werden. Es wurde jedoch festgestellt, dass einige der Teilnehmer noch nicht bereit waren bestehende Hindernisse mit der anderen Gemeinschaft zu überwinden. Daher sind weitere, kontinuierliche Anstrengungen dringend erforderlich, um die Spannungen abzubauen und lang anhaltende Brücken aufzubauen.

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Libanon, 6. November 2016