Aspirationen und fremde Interventionen in arabischen Staaten des Nahen Ostens

Im Rahmen der Konrad-Adenauer-Stiftung und des Maison du Futur fand in Bikfaya vom 17. bis 18. Mai 2017 in Anwesenheit von regionalen und internationalen Experten eine zweitägige Konferenz über externe Interventionen im arabischen Nahen Osten statt.

Im Rahmen der Konrad-Adenauer-Stiftung und des Maison du Futur fand in Bikfaya vom 17. bis 18. Mai 2017 in Anwesenheit von regionalen und internationalen Experten eine zweitägige Konferenz über externe Interventionen im arabischen Nahen Osten statt. Ziel der Konferenz war es, gemeinsam auf die zahlreichen Herausforderungen der Region zu verweisen und die Grenzen der vorherrschenden Narrativen durch einen produktiven Dialog zu überschreiten. Eine zugrundeliegende Frage war, ob der arabische Nahe Osten eine Änderung des geographischen Status quo oder eher eine neue Denkweise benötigt. Angesichts der Situation in Syrien haben sich die Experten darauf geeinigt, dass der dortige Krieg in vielerlei Hinsicht ein Paradebeispiel für externe - regionale und internationale - Interventionen in der arabischen Welt darstellt. Aus diesem Grund wurde Russlands Beteiligung, die Belastung, die es auf den Libanon legt, sowie verschiedene internationale Bemühungen eine diplomatische Lösung zu finden, umfassend diskutiert. Dabei wurde das Thema nicht nur aus politischer und humanitärer Perspektive, sondern auch aus der Perspektive des Völkerrechts dargelegt. Dabei wurde der Hauptgedanke vorgebracht, dass das syrische Regime, durch die Militärunterstützung Russlands und der gemeinsamen Unterdrückung der eigenen Bevölkerung, gegen das Völkerrecht verstoßen hat. Andere Interventionen, die thematisiert wurden, waren Libyen, Jemen und Irak. Eng verknüpft war die allgemeine Frage nach der Ursache und Auswirkung von externen Interventionen auf die wirtschaftliche und soziale Lage betroffener staatlicher Systeme und der Region. Experten aus den betroffenen Ländern, wie die USA, Iran und Russland, boten zusätzliche Einblicke in die Motive und Agenda ihrer Staaten. In Anbetracht der bedeutungsvollen Rolle der Globalisierung wurde während der Diskussion deutlich, wie eng verknüpft internationale, regionale und innerstaatliche Ereignisse sind. Zuletzt wurden Wegweiser für den Iran nach dem Atomabkommen und mögliche Strategien für die Stabilisierung der arabischen Region thematisiert.

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Libanon, 17. Mai 2017