Der deutsche Bundespräsident sichert dem Libanon im Rahmen seines Besuchs Unterstützung zu

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Im Rahmen seines Besuchs im Libanon vom 29. bis 31. Januar 2018 traf sich der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit seinem libanesischen Amtskollegen Präsident Michel Aoun, Premierminister Saad Hariri, Parlamentspräsident Nabih Berri und einer Reihe weiter politischer Entscheidungsträger.

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Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier schreitet bei seiner Ankunft die Ehrenformation ab (copyright by Daily Mail)

Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier schreitet bei seiner Ankunft die Ehrenformation ab (copyright by Daily Mail)

Steinmeier würdigte den Libanon für die Aufnahme einer enormen Anzahl von Flüchtlingen im Verhältnis zu seiner Einwohnerzahl infolge der durch den Syrischen Bürgerkrieg ausgelösten Flüchtlingskrise. Mit Blick auf eine mögliche Rückführung der Flüchtlinge nach Syrien betonte er jedoch, dass die Bedingungen in weiten Teilen Syriens noch nicht gegeben seien, um eine sichere Rückkehr zu gewährleisten. Er wies darauf hin, dass es noch zu früh sei, die Flüchtlinge in großem Umfang in ihre Heimat zurückzuschicken und dass die internationale Gemeinschaft ihre Unterstützung für die Länder im Nahen Osten, die Millionen von Flüchtlingen beherbergen, fortführen müsse. Bei einer Rede vor Studenten der Lebanese University ging der Bundespräsident kurz auf das Thema Jerusalem ein und hob hervor, dass die Position Deutschlands klar sei; man müsse sich in Verhandlungen auf einen endgültigen Status Jerusalems als Teil einer Zweistaatenlösung einigen. Während der offenen Diskussionsrunde an der Universität, wo ihm zuvor die Ehrendoktorwürde verliehen worden war, sagte Steinmeier, dass er glaube, dass Beirut ein Ort sei, an dem Dialog gelingen könne. Die Stadt sei die Schnittstelle vieler widerstreitender Interessen und könne ein Ort von Hoffnung und Inspiration sein. Er versicherte, dass Deutschland den Libanon weiterhin unterstützen werde. Steinmeier hob hervor, dass der Libanon die Welt vieles lehren könne, wobei er auf darauf verwies, wie häufig das Land gezwungen war, an gewalttätigen Konflikten teilzunehmen, von denen es selbst gar nicht betroffen war. Vertreter der deutschen politischen Stiftungen begleiteten die Präsidentendelegation, wobei die Konrad-Adenauer-Stiftung durch Frank Priess, den stellvertretenden Leiter der Hauptabteilung Europäische und Internationale Zusammenarbeit, repräsentiert wurde.

Serie

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erschienen

Libanon, 2. Februar 2018

Kontakt

Dr. Malte Gaier

Leiter des Auslandsbüros Libanon

Dr. Malte Gaier
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