Dalia Grybauskaite als litauische Präsidentin vereidigt
Am 12. Juli ist die ehemalige EU-Kommissarin Dalia Grybauskaite als das erste weibliche Staatsoberhaupt Litauens vereidigt worden. "Ich werde der Bevölkerung nicht vorstehen, sondern dienen“, betonte die auch als „eiserne Lady“ bezeichnete Staatspräsidentin. Sie wolle sich für die Überwindung der Wirtschaftskrise und eine ausgeglichene Außenpolitik ihres Landes einsetzen, sowie für Reformen im Bereich Bildung und Soziales und gegen die verbreitete Korruption in Justiz und Wirtschaft eintreten.
Am 12. Juli ist die frühere EU-Haushaltskommissarin Dalia Grybauskaite als das erste weibliche Staatsoberhaupt Litauens vereidigt worden. Sie war am 17. Mai 2009 in direkter Volkswahl mit einer überwältigenden Mehrheit von 68 Prozent der Stimmen auf Anhieb zur Nachfolgerin des bisherigen Präsidenten Valdas Adamkus gewählt worden. Bei der Vereidigung sagte Grybauskaite, sie werde sich für eine Überwindung der schweren Wirtschaftskrise und eine ausgeglichene Außenpolitik einsetzen. Die neue Staatschefin betonte, sie werde sich für tief greifende Reformen im Bereich Bildung und Soziales sowie gegen die verbreitete Korruption in Justiz und Wirtschaft engagieren. Die 53-jährige kündigte in ihrer Antrittsrede vor dem Parlament an, eine „aktive Präsidentin“ sein und ihre verfassungsmäßigen Rechte bei Bedarf auch einsetzen zu wollen. „Politik ist kein Geschäftsbetrieb. Sie ist eine Berufung! Ich werde der Bevölkerung nicht vorstehen, sondern dienen“, so die von litauischen und ausländischen Massenmedien als „eiserne Lady“ bezeichnete Staatspräsidentin, mit der große Erwartungen des Volkes verbunden sind.
Dalia Grybauskaite ist nach Algirdas Mykolas Brazauskas (1993-1998), Valdas Adamkus (1998-2003 & 2004-2009) sowie dem seines Amtes enthobenen Rolandas Paksas (2003/04) das vierte frei gewählte Staatsoberhaupt der Republik Litauen nach Wiederherstellung der Unabhängigkeit im Jahr 1991.
Autor
Serie
Länderberichte
erschienen
Sankt Augustin, 13. Juli 2009