Sonne, Wind und Wasserkraft - Marokko strebt Energiemix an

Mitglieder der Zweiten Kammer des Parlaments in Marokko besuchten vom 04.09. bis 10.09.2016 Potsdam, Berlin und Magdeburg. Die Teilnehmer interessierten sich über den aktuellen Stand der Forschung und der wissenschaftlichen Debatte zu Erneuerbaren Energien, um Möglichkeiten zur deutsch-marokkanischen Kooperation besser einschätzen zu können. Verantwortlich für die Organisation und Durchführung des Besucherprogramms von Seiten des Teams Inlandsprogramme: Christina Baade. Begleitung: Dr. Helmut Reifeld, Leiter des Auslandsbüros Marokko.

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Die Delegation mit Dr. Helmut Reifeld, Dr. Thomas Klöckner (BSR) und Gunnar Bäsler (BSR)

Die Delegation mit Dr. Helmut Reifeld, Dr. Thomas Klöckner (BSR) und Gunnar Bäsler (BSR)

Der Teilnehmerkreis dieses Besuchsprogramms setzte sich aus Mitgliedern der Zweiten Kammer des Parlaments(Chambre des Conseillers) zusammen. Diese sollten mit den mittel- und langfristigen politischen und wirtschaftlichen Interessen Deutschlands im Bereich der Erneuerbaren Energien vertraut gemacht werden, um ihrerseits neue Möglichkeiten der deutsch-marokkanischen Kooperation besser einschätzen zu können.

Die Zweite Kammer des marokkanischen Parlaments setzt sich nicht nur aus Vertretern der Regionen, Provinzen und Kommunen zusammen, sondern auch der großen Verbände der Industrie, der Arbeitgeber und Gewerkschaften.

Alle Teilnehmer dieses Studien- und Dialogprogramms haben leitende Funktionen und Entscheidungskompetenzen im Bereich der aktuellen marokkanischen Energiepolitik. Die Teilnehmer wurden vom Parlamentspräsidenten, Hakim Benchemach, überparteilich und nach fachlicher Zuständigkeit ausgewählt.

Vor dem Hintergrund seiner neuen „nationalen Energiestrategie“ (SNE) verfolgt Marokko das ambitiöse Ziel, bis 2025 mindestens 42 % seines Energiebedarfs aus einem Mix von Sonne, Wind und Wasserkraft zu erzeugen. Bis heute liegt das Land im Zeitplan. Bestärkt wird es in dieser ambitiösen Politik dadurch, dass die vom 7. bis 12. November geplante COP22 in Marrakech stattfinden wird. Deren Vorbereitung beginnt am 18./19. Juli mit der „MedCOP“ in Tanger.

Ziel des Besucherprogramms im Vorfeld der COP22 war es, der bereits sehr guten deutsch-marokkanischen Zusammenarbeit weitere Impulse zu geben. Interessiert waren die Teilnehmer an Informationen zum aktuellen Stand der Forschung und der wissenschaftlichen Debatte (speziell: Photovoltaik, Modellstätten und Anwendungsmodelle für Solarenergie, Solarfarmen, Wasserentsalzung, Bitumen-Lagerung u.a.) sowie den aktuellen politischen Diskussionen in Deutschland sowohl im Parlament als auch innerhalb der politischen Parteien in den Bereichen: Klimawandel, erneuerbare Energien und Ersetzung der Atomenergie durch saubere Energien.

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Marokko, 20. September 2016