Top of the Blogs 2017 #3

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Der Kampf gegen Frauenbeschneidung in Afrika
globalvoices.org
200 Millionen Frauen sind beschnitten – die Mehrheit davon lebt in Afrika. Autor Rakotomalala erklärt in seinem Artikel die grausame, jahrhundertealte Tradition der weiblichen Genitalverstümmelung. Die Anhänger des Rituals glauben, sie könnten die Sexualität einer Frau kontrollieren und sie zu einer guten Ehefrau machen, indem sie Teile ihrer Genitalien entfernen. Die gesundheitlichen Konsequenzen dieser Praktik werden als Verbrechen gegen die Menschheit eingestuft. Der Kern des Problems liegt darin, dass die Gefahren einer Beschneidung nicht ausreichend bekannt sind.

Wie der Rest Afrikas wirklich über Südafrika denkt
qz.com
Südafrika gilt als Eingangstür zum afrikanischen Kontinent und hat in den letzten Jahren zwischen dem Norden und dem globalen Süden verhandelt. Überraschenderweise hat eine Studie der Universität Pretoria herausgefunden, dass andere afrikanische Länder Südafrika als Sprachrohr des Kontinents nicht immer wertschätzen. Sie kritisieren, dass Südafrika sich oft abschottet und sich nicht wie ein Teil des Kontinents verhält und in internationalen Verhandlungen nur eigene wirtschaftliche Interessen verfolgt.

Get Rich or Die Trying: Wie ein chinesischer Multikonzern den Ugandern Millionen abnimmt
africanarguments.org
Autor James Wan mit einer detaillierten und anschaulichen Reportage über TIENS in Uganda – ein chinesischer Konzern, der behauptet Krankheiten diagnostizieren zu können und pflanzliche Medizin aus China verkauft. TIENS ist seit 2003 auf dem ugandischen Markt und erwirtschaftet einen jährlichen Umsatz von sechs Millionen Dollar. Das Unternehmen erfüllt viele Bedürfnisse des ugandischen Gesundheitssystems. Täglich wird es von hunderten Patienten aufgesucht, die teure Produkte kaufen und den Diagnosen von Doktoren ohne Ausbildung vertrauen. Manche von ihnen werden sogar selbst Mitglieder, verkaufen Medizin von TIENS und machen viel Geld damit.

Smartphones bieten Studenten neue Möglichkeiten das Programmieren zu lernen
iafrikan.com
Zugang zu Computern ist in vielen afrikanischen Universitäten in Afrika schwierig. Das wird besonders dann zum Problem, wenn IT-Studierende das Programmieren in der Praxis ausprobieren möchten. IT ist ein immer grösser werdendes Arbeitsfeld, weshalb afrikanische Studenten gut ausgebildet werden sollten. Chao Mbogo is eine kenianische Informatik-Dozentin und setzt sich dafür ein, das Studenten das Programmieren auch mit Smartphones lernen können.