Top of the Blogs 2017 #8

Auch verfügbar in English

Der Morgen danach in Südafrika
blogs.cfr.org
Blogger John Campbell gibt einen Überblick über die Ereignisse in Südafrika, die auf die komplett-Umformung des Regierungskabinetts durch Präsident Jacob Zuma und die daraus resultierenden Demonstrationen folgten. Er gibt außerdem einen Ausblick darüber, wie die Regierungs- und die Oppositionspartei nun handeln könnte. Vor allem für die Regierungspartei ANC scheint das Misstrauensvotum ein Dilemma zu sein, bei dem sie nur verlieren können.

Mädchen sind nicht schwächer oder weniger klug
shawnmubiru.wordpress.com
Mädchen und Frauen in afrikanischen Ländern wie Kenia und Uganda haben im Alltag mit vielen Problemen zu kämpfen. Die Schulabbrecherquote ist unter Schülerinnen beispielsweise deutlich höher, da Mädchen dem Unterricht während ihrer Regelblutung, aufgrund von fehlendem Zugang zu Hygieneartikeln, oft fernbleiben. Erfolgreiche und emanzipierte Afrikanerinnen wie Julia Sebutinde und Margaret Mungherera verdeutlichen jedoch, dass das weibliche Geschlecht dem männlichen keineswegs unterlegen ist. Eine wichtige Aufgabe für die Zukunft muss also sein, Frauen und Mädchen in Afrika denselben Stellenwert zuzuordnen, wie der männlichen Bevölkerung.

Uganda: Stella Nyanzi angeklag, weil sie Präsidenten-Gattin Museveni „ein paar Arschbacken“ genannt hat
africanarguments.com
Die Debatte zwischen Akademikerin Stella Nyanzi und Janet Museveni, Ugandas Bildungsminsterin und Präsidenten-Gattin, entfachte, nachdem die Ministerin sich weigerte, kostenlose Hygieneartikel für menstruierende Schulmädchen bereitzustellen. Daraufhin rief Stella Nyanzi zur Demonstration auf und bezeichnete die Museveni auf Facebook als „ein paar Arschbacken." Es folgten eine Anklage und ein Ausreiseverbot für Nyanzi. Von der Universität, in der sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin beschäftigt war, wurde Nyanzi entlassen. Auch ihre Familie wurde in Folge dessen bedroht. Autorin des Artikels Bwesigye Bwa Mwesigire hält das Vorgehen gegen die Professoren für eine Menschenrechtsverletzung.

Afrikanische Flüchtlinge werden auf dem offenen Markt in Libyen als Sklaven verkauft
qz.com
Flüchtlinge aus Sub-Sahara Afrika, die sich auf den Weg nach Europa machen, werden in Libyen reihenweise festgenommen und auf dem sogenannten „Sklaven-Märkten“ verkauft. Die International Organization for Migration (IOM) berichtet, dass die Flüchtlinge, je nach Wert, der sich aus ihren Qualifikationen ergebe, auf öffentlichen Plätzen, Garagen und Parkplätzen versteigert werden. Die meisten Flüchtenden hätten keine Ahnung von den Qualen, denen sie in Libyen auf ihrem Weg nach Europa ausgesetzt könnten, so der Sprecher des IOM.

All unsere Favoriten sind problematisch
africasacountry.com
Bloggerin Sisonke Msimang stellt das Buch "Purple Hibiscus" vor, geschrieben von Chimamanda Ngozie Adichie, einer nigerianischen Schriftstellerin, die ihren Lebensmittelpunkt teilweise in die USA verlegt hat. Die Autorin schreibt unter anderem über Feminismus und ihr Heimatland Nigeria und überzeugt Msimang damit auf ganzer Linie. Die Bloggerin nimmt Autorin Adichie und deren Bücher jedoch als Beispiel dafür, dass bei der #Blackgirlsmagic Bewegung, welche sich an schwarze Frauen richtet und diese in ihrem Tun unterstützen und ermutigen soll, fast ausschließlich erfolgreiche, berühmte Frauen wie Michelle Obama als Beispiel genommen werden. Bloggerin Sisonke Msimang appelliert dazu, dass sich diese Bewegung nicht auf glamouröse Vorzeigefrauen beschränken sollte.