E-lection Bridge Academy: Möglichkeiten, Social Media in politische Kampagnen zu integrieren

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In einer Welt, in der Wahlergebnisse immer unvorhersehbar werden, ist klar, dass sich politische Kampagnen grundlegend ändern, besonders im Online-Bereich und in den sozialen Netzwerken. Die Möglichkeiten soziale Medien in die politische Kampagnenführung zu integrieren, war eines der Hauptthemen der Gruppe von 15 jungen Teilnehmern, die in der politischen Kommunikation tätig sind. Für den KAS E-lection Bridge Academy Workshop reisten sie aus sieben afrikanischen Ländern an und trafen sich in der kenianischen Hauptstadt Nairobi.

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Alle Teilnehmer erhielten zum Ende des Workshops ein Zertifikat, das die neue erlernten Fähigkeiten bestätigt.

Die Akademie, organisiert vom KAS Medienprogramm Subsahara-Afrika, ist eine jährlich stattfindende Veranstaltung, bei der sich talentierte afrikanische Jung-Politiker treffen, um an ihrer Kampagnenführung zu arbeiten. Nach einem viertägigen Einführungskurs absolvieren sie einen 18-wöchigen e-learning-Kurs. Die Workshoptrainerin und e-learning-Moderatorin Heather Thuynsma ist Kampagnenexpertin und Politikwissenschaftlerin. Mit ihr gestalteten Mentoren, die besten Alumni der E-lection Bridge Academy 2016, den Workshop, weil der Wissenstransfer untereinander und grenzübergreifend besonders wichtig ist.

Der Workshop begann mit Präsentationen der drei Akademie-Alumni, die zeigten, wie sie ihre neu erlernten Kampagnenfähigkeiten in ihren jeweiligen Ländern – Uganda, Tansania und Angola – angewendet haben. Die Leiter der Länderbüros, die zeitgleich für einen anderen Workshop in Nairobi waren, wurden kurzerhand eingespannt und berichteten von Herausforderungen und Veränderungen in der Politik.

Die angeleiteten Unterrichtseinheiten sowie diverse Gruppenarbeiten führten die Teilnehmer zurück zum Einmaleins der Kampagnenführung und warum Werte und Grundsätze der Parteien der Kern ihrer Arbeit und Kommunikation sein sollten. Am dritten Tag erklärte der kenianische Digitalexperte Mark Kaigwa der Gruppe alles über den Nutzen von Social Media in der Kampagnenführung. Er betonte, wie wichtig es sei zu verstehen, wie die Gemeinde mit den neuen Technologien umginge und der Einfluss von Social Media nicht überzubewerten sei. Beispielsweise sei der Messagingdienst WhatsApp in Kenia vierzehn Mal grösser als Twitter.

Auch Henning Suhr, Leiter des Länderbüros der KAS in Südafrika, hielt einen Workshop zum Thema „Autoritären Regimen entgegenwirken: Lektionen aus Venezuela“. Er berichtete von originellen Proteststrategien gegen die Regierung, die in dem umkämpften Land zum Einsatz gekommen waren.

Am letzten Workshop-Tag besuchte die Gruppe PAWA254, ein Projekt junger kenianischer Kreativer, die versuchen mit ihren gesellschaftskritischen Initiativen einen gesellschaftlichen Wandel anzuregen und Bürger über zivilgesellschaftliches Engagement zu informieren. Da es ein Freitagnachmittag war, kam Gruppe in den Genuss des #OpenFriday, bei dem wöchentlich jeder, der möchte, die Gelegenheit hat, sich auf der offenen Bühne auf dem Gebäudedach dem Publikum zu präsentieren. Der Sonnenuntergang mit Aussicht über Nairobis Skyline war ein gelungener Abschluss der produktiven und aufschlussreichen Workshop-Woche.

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Republik Südafrika, 24. Juli 2017

Kontakt

Dr. Werner Böhler

Leiter des Auslandsbüros in Costa Rica und Panama

Dr. Werner Böhler
Tel. +506 2296 6676
Sprachen: Deutsch,‎ English