Die Zukunft des Watchdogs in Lateinamerika

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Zusammen mit Plataforma Democrática hat das Medienprogramm Lateinamerika der Konrad Adenauer Stiftung ein Validierungstreffen einer Studie zur Zukunft des Watchdog in Lateinamerika veranstaltet.

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Validierungstreffen Studie Kommunikationsmedien und Demokratie in Lateinamerika, Buenos Aires, 29. August, 2011

Die Welt der Kommunikationsmedien verändert sich extrem schnell. Ein beachtlicher Teil der Bevölkerung nutzt soziale Netzwerke und jeder kann einen Blog erstellen und so über sich und seine Umwelt berichten. So ist es auch auf einmal möglich, sich die Welt ohne große Zeitungen vorzustellen, da es genug alternative Informationskanäle gibt. Dies führt dazu, dass die klassischen Medien nicht mehr die unumstrittene Gewalt sind, die über die Politik wacht. Doch ist es nicht notwendig, dass dieses System der gegenseitigen Überwachung von Politik, Medien und Journalisten beibehalten wird? Mit dem Projekt „Die Zukunft des Watchdog in Lateinamerika“ hat die Konrad Adenauer Stiftung dazu einen Dialog angestoßen. Im Rahmen eines Validierungstreffens kamen am 29. August 2011 in Buenos Aires lateinamerikanische Persönlichkeiten zusammen.

In Zusammenarbeit mit der in Brasilien ansässigen Organisation Plataforma Democrática wurde eine vergleichende Studie durchgeführt, die bei diesem Treffen diskutiert wurde. Aus fünf Ländern Lateinamerikas (Argentinien, Brasilien, Chile, Kolumbien und Mexiko), sowie aus Europa und den Vereinigte Staaten von Amerika hatten sich zuvor Autoren mit der Zukunft der Medien als Watchdog in ihrem Land auseinandergesetzt. Von Plataforma Democrática wurden die Kernaussagen dieser Texte in einer Synthese zusammengeführt, die nun die Diskussionsgrundlage für das jetzige Treffen darstellte. Hierzu waren Vertreter aus sechs lateinamerikanischen Ländern eingeladen: Die Gäste umfassten Politiker, Medienunternehmer, Journalisten und Universitätsdozenten. Auch die Autoren der Ländertexte waren anwesend.

Nach der Präsentation der einzelnen Texte hatten alle Teilnehmer die Möglichkeit, Anmerkungen und Veränderungsvorschläge für die Synthese zu machen. Da die Teilnehmer aus unterschiedlichen Ländern, Berufen und Überzeugungen berichteten, ergaben sich hierbei interessante Diskussionen und die Chance, verschiedene Meinungen gegenüberzustellen.

Ein wichtiges Ziel dieses Projekts war, dass sich Medienpolitiker und Medienschaffende der öffentlichen Debatte über regional bedeutsame medienrechtliche und medienpolitische Fragestellungen stellten. Das Treffen bot somit eine Möglichkeit des Austauschs der unterschiedlichen Akteure auf informeller Ebene: Ohne sich in einer typischen Situation des politischen Alltags zu befinden konnte hier frei kommuniziert werden.

Die Ergebnisse dieser Diskussionsrunde sollen nun in die Synthese eingearbeitet werden und zusammen mit den länderspezifischen Texten im Jahr 2012 in Form eines Buches veröffentlicht werden.

Serie

Veranstaltungsbeiträge

erschienen

Argentinien, 23. September 2011