Mexiko: Ein Land der Armen und nicht der Mittelschicht

Beginn der Presentationsreihe der Studie in Puebla

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Am Mittwoch, den 30. August, begann in Puebla die Presentationsreihe der Studie “Mexiko: Ein Land der Armen und nicht der Mittelschicht”, herausgegeben von der Universidad Iberoamericana und der Konrad-Adenauer-Stiftung Mexiko. Die erste Veranstaltung der Reihe fand an der Universidad Iberoamericana Puebla statt.

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Dr. Miguel Calderón Chelius, Coordinador de la Licenciatura en Ciencias Políticas y Administración Pública y Maestría en Políticas Públicas de la Universidad Iberoamericana Puebla, Dr. Miguel Reyes, Coordinador de pobreza del EQUIDE de la Universidad Iberoamericana Ciudad de México, Mtro. Miguel Alejandro López López, Coordinador de la Licenciatura en Economía y Finanzas de la Universidad Iberoamericana Puebla

Dr. Miguel Calderón Chelius, Dr. Miguel Reyes, Mtro. Miguel Ángel López López.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe, präsentierten Dr. Miguel Reyes, zuständiger Koordinator für das Thema Armut des EQUIDE Programms der Universidad Iberoamericana Ciudad de México und Mtro. Miguel Alejandro López López, zuständiger Koordinator des Licenciatura Programms in Wirtschaft und Finanzwesen der Universidad Iberoamericana Puebla, die Methodologie der Studie und die Identifikation der mexikanischen Mittelschicht. Außerdem wurden die relevantesten Ergebnisse vorgestellt und mögliche Politikempfehlungen, die die mexikanische Mittelschicht stärken könnten, diskutiert. Des Weiteren wurden die Ergebnisse der Studie von Dr. Miguel Calderón Chelius, zuständiger Koordinator des Licenciatura Programms für Politikwissenschaften und öffentliche Verwaltung und des Masterprogramms Wirtschaftspolitik der Universidad Iberoamericana Puebla, kommentiert.

Zu Beginn der Präsentation betonte Mtro. Miguel Alejandro López López, dass in der Literatur bei der Analyse von Mittelschichten keine einheitliche Definition und kein einheitliches Konzept existiere. Aus diesem Grund, stellte Herr López zunächst die in der Studie angewendete multidimensionale Methodologie vor. Anschließend präsentierte Dr. Miguel Reyes Hernández zu welchen Ergebnissen die Autoren in ihrer Studie gekommen waren. So konnten sie beispielsweise feststellen, dass der Anteil der Gesamtbevölkerung, welcher in angemessenen Lebensverhältnissen und –umständen lebt, unabhängig vom Wirtschaftssektor, bei gerade einmal einem Viertel liege. Der Anteil von Menschen, die in Armut leben sei 2,3 mal höher, als der Anteil von Menschen, die der Mittelschicht angehören. Gleichzeitig zeige das hohe Risiko in Armut abzurutschen, die Fragilität der mexikanischen Mittelschicht. Während in anderen Ländern die Mittelschicht zwischen 60 und 80% der Bevölkerung ausmache, könnten in Mexiko nur 27% und in Puebla sogar nur 17,4% der Bevölkerung zur Mittelschicht gezählt werden. Zuletzt wies er auf Erfahrungen in Europa hin, an welchen sich die mexikanische Sozialpolitik orientieren könnte. Dr. Miguel Calderón Chelius unterstrich vor allem, dass bei der Analyse von Armut und Mittelschicht, in Betracht gezogen werden müsse, dass diese durch multidimensionale Faktoren beeinflusst werden, weshalb sich für das angewendete Forschungsdesign entschieden wurde.

In der anschließenden Diskussion, wurde unter anderem thematisiert, dass Armut auch die politische Teilhabe beeinflusse, da Menschen immer zuerst ihre Grundbedürfnisse erfüllen würden, bevor sie Zeit und Kapazitäten in Aktivitäten wie politische Partizipation investieren könnten. Auch wurde angemerkt, dass die vorliegende Studie das Ziel habe, Diskussionen und Denkprozesse bei politischen Entscheidungsträgern, Arbeitgeberverbänden, Gewerkschaften und der Zivilgesellschaft anzuregen, damit diese mittelfristig Wege finden könnten um die mexikanische Mittelschicht zu stärken und Armut effektiv zu bekämpfen.

Hier können Sie sich die Liveaufzeichnung der Veranstaltung ansehen.

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Mexiko, 6. September 2017