Weitere Informationen zum Praktikum

Praktikumsvoraussetzungen

Die Praktika im Auslandsbüro der Konrad-Adenauer-Stiftung in der Mongolei dienen der praktischen Aus- und Weiterbildung von Studierenden. Damit das Praktikum erfolgreich absolviert werden kann, werden Praktikantinnen und Praktikanten in Bezug auf die Qualität der zu erledigenden Aufgaben wie Mitarbeiter behandelt. Das Praktikum ersetzt jedoch keinen regulären Arbeitsplatz, da es in erster Linie dem Erwerb beruflicher Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten dient. Mit dem Ende des Praktikums wird eine Bescheinigung über die Praktikumsdauer sowie ein Praktikumszeugnis ausgehändigt. Loyalität, Engagement, Teamorientierung und die Unterstützung der von der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. getragenen christlich-demokratischen Werte stellen wesentliche Voraussetzungen für die Mitarbeit von Praktikantinnen und Praktikanten im Auslandsbüro in der Mongolei dar. Bei der Auswahl werden Praktikantinnen und Praktikanten aus den Studienbereichen Politik- und Sozialwissenschaft, Jura und Volkswirtschaft mit regionalem Schwerpunkt bevorzugt behandelt. Die Arbeit im kleinen Team erfordert ein hohes Maß an Engagement, da die Aufgaben – insbesondere im Rahmen von Veranstaltungsvorbereitung und -durchführung – vielfältig und abwechslungsreich sind. Die Bereitschaft der Praktikantinnen und Praktikanten, auch an Abend- und Wochenendveranstaltungen der KAS und ihrer Partner teilzunehmen, wird vorausgesetzt. Darüber hinaus verlangt die Nähe zur Politik Diskretion und Sensibilität. Auch wenn die Auslandsbüros der KAS keine diplomatischen Vertretungen sind, so verstehen sie sich als Teil der deutschen Außenpolitik. Dies setzt einen diplomatischen Umgang der KAS-Vertretung und ihrer Praktikantinnen und Praktikanten mit dem Gastland voraus. Dazu gehört neben höflichen Umgangsformen auch ein gepflegtes Auftreten sowie korrekte Kleidung bei offiziellen Anlässen.

Praktikumsdauer und Aufgaben

In der Regel beträgt die Praktikumsdauer mindestens drei Monate. Ausnahmen können mit den Leitern des Auslandsbüros abgestimmt werden. Die Aufgaben im Büro sind sehr vielschichtig und hängen auch immer davon ab, welche Projekte das Büro in der Praktikumszeit betreut:

  1. Organisatorische Unterstützung des laufenden Geschäftsbetriebes der Außenstelle.
  2. Auswertung der englischsprachigen Presse (Zeitungen, Internet).
  3. Organisatorische und inhaltliche Unterstützung von Veranstaltungen der KAS. Damit kann auch der Dienst am Abend bzw. gelegentlich am Wochenende verbunden sein. Bitte auf offizielle Kleidung achten.
  4. Teilnahme an Vortragsveranstaltungen und Erstellung von Ergebnisberichten.
  5. Mitarbeit bei der Vorbereitung von Berichten der KAS.
  6. Mitarbeit bei der Erstellung von Artikeln und Aufsätzen.

Sprachkenntnisse

Mongolischkenntnisse sind hilfreich, werden aber nicht vorausgesetzt. Umso mehr erwarten wir von unseren Praktikanten einen sehr guten Ausdruck in der deutschen und englischen Sprache sowie die Fähigkeit, Texte auf Deutsch gut strukturiert und präzise formulieren zu können, da die Auslandsbüros der KAS regelmäßig deutschsprachige Berichte zu den verschiedensten politischen Themen veröffentlicht.

Arbeitszeiten

Die Arbeitszeiten im KAS-Auslandsbüro sind in der Regel auf 9.00 bis 18.00 Uhr festgelegt, inklusive einer einstündigen Mittagspause. In Absprache mit dem Leiter des Auslandsbüros können die Arbeitszeiten flexibler gestaltet werden. Änderungen durch die Mitbetreuung von Veranstaltungen sind möglich. Ein Zeitausgleich kann gewährt werden.

Urlaubsregelung

Ein Urlaubsanspruch besteht in der Regel nicht. Ausnahmen bei längeren Praktikumsaufenthalten sind insbesondere zu Weihnachten und Ostern vorgesehen. In Ausnahmefällen (aus persönlichen Gründen) kann Urlaub gewährt werden. Dies ist mit den Leitern abzustimmen. Ist ein Urlaub oder die Abwesenheit aus anderen Gründen in der Zeit des Praktikums bereits vor Arbeitsantritt vorgesehen, ist dies dem jeweiligen Auslandsbüro vorher bekannt zu geben.

Bewerbung

Interessierte Studenten können gerne ihre Bewerbungsunterlagen (tabellarischer Lebenslauf und Motivationsschreiben in deutscher Sprache) als PDF-Datei an Dr. Daniel Schmücking (daniel.schmuecking@kas.de) senden. Aus den Unterlagen sollten insbesondere die Studien- und Interessensschwerpunkte, der gewünschte Zeitpunkt und die Dauer des Praktikums sowie das Niveau der Sprachkenntnisse hervorgehen. Für unsere Praktikumsplätze ist außerdem der Abschluss des 3. Studiensemesters Voraussetzung. Die Unterlagen sollten ca. drei Monate vor dem gewünschten Praktikumsbeginn im Büro eingehen.

Vorbereitung

Ein Einsatz bei der KAS in Ulaanbaatar ist nur mit gründlicher Vorbereitung möglich. Dazu wird empfohlen, die Internetseite der KAS Mongolei (www.kas.de/mongolei) vor der Bewerbung um ein Praktikum zu lesen. Allgemeine Informationen über die Arbeit der KAS als politischer Stiftung finden Sie unter www.kas.de.

Vergütung

Die Konrad-Adenauer-Stiftung kann den Praktikanten eine Aufwandsentschädigung von 100€ monatlich zahlen. Für die Kosten von Anreise, Unterkunft und Verpflegung können wir leider nicht aufkommen. Dienstliche Ausgaben, die im Zusammenhang mit der Stiftungsarbeit anfallen, sowie die notwendige Büroinfrastruktur, werden durch die KAS Mongolei selbstverständlich zur Verfügung gestellt.

Zimmersuche

Eine Wohnung in der Nähe zum Büro ist recht wichtig, da der öffentliche Nahverkehr schlecht ist. Eine gute Möglichkeit ist es über AirBnB ein Zimmer in Ulaanbaatar (https://www.airbnb.de/s/Ulaanbaatar--Mongolei) zu buchen. Außerdem gibt es in der Facebookgruppe "UB Rooms & Apartments For Rent" zahlreiche Angebote. Gerne unterstützen wir bei der Wohnungssuche.

Ulaanbaatar

Ulaanbaatar (übersetzt „Roter Held“) ist die Hauptstadt der Mongolei. Knapp die Hälfte der mongolischen Gesamtbevölkerung, rund 1,5 Mio. Menschen, lebt in der mongolischen Hauptstadt. Die Hauptstadt ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Mongolei. Touristisch bedeutsam sind das Naturkundemuseum, das Sukhbaatar-Denkmal auf dem Dschingis-Khan-Platz, der Palast des Bogd Khan und das Zaisan-Denkmal, das an den Zweiten Weltkrieg erinnert. Es liegt auf einem Hügel südlich der Stadt, von dem aus man einen schönen Blick hat. Die öffentliche Bücherei stellt eine einzigartige Sammlung von Sanskrit-Manuskripten aus dem 11. Jahrhundert aus. Auch die buddhistischen Tempelmuseen und das Gandan-Kloster werden gern besucht. Zudem besteht die Möglichkeit mit dem Ger Mapping Center eine interessante Tour durch das Jurtenviertel zu machen. In der Nähe der Stadt gibt es mehrere Nationalparks deren Besichtigung sich lohnt. Auf dem Weg zum Terelj Nationalpark lohnt sich ein Zwischenhalt bei der Dschingis-Khan-Statue, der größten Reiterstatue der Welt.

Mongolei

Die Mongolei gehört zu den am dünnsten besiedelten Ländern der Welt. Als Binnenland ohne Zugang zum Meer und mit extremen klimatischen Bedingungen ist das Land von schwierigen natürlichen Verhältnissen geprägt. Knapp die Hälfte der Bevölkerung lebt auf dem Land, zum Teil als sesshafte und zum Teil als nomadisierende Viehhalter. Die mongolische Regierung verfolgt einen wirtschaftlichen und politischen Transformationsprozess von einer zentral verwalteten Planwirtschaft hin zu einer sozial orientierten Marktwirtschaft mit demokratischen Strukturen. Der friedliche und demokratisch gestaltete Wandel ist ein entscheidender positiver Standortfaktor für die Mongolei. Die nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen und Energiequellen sowie ein Wirtschaftswachstum, das allen Bürgern gleichermaßen zu Gute kommt, gehören gegenwärtig zu den größten Herausforderungen des Landes.

Klima

Mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von −2 °C gilt Ulaanbaatar als die kälteste Hauptstadt der Welt. Das liegt vor allem an den extrem kalten Wintermonaten mit Temperaturen von durchschnittlich −17 bis −21 °C (tagsüber −10 bis −15 °C, nachts um −25 °C). Im Sommer wird es hingegen mit Durchschnittswerten von 15 bis 17 °C recht warm (tagsüber rund 20 °C, nachts 10 °C), im Hochsommer liegen die Höchsttemperaturen bei bis zu 30 °C. Nach wie vor ziehen während der Sommermonate Familien als traditionelle Nomaden aufs Land und leben nur in der kalten Jahreszeit in der Stadt.

Anreise und Einreisebestimmungen

Die beste Möglichkeit in die Mongolei zu reisen sind die Direktflüge von Frankfurt (bislang nur im Sommer) und Berlin (via Moskau) der MIAT. Bitte beachten Sie die jeweils für Sie gültigen Einreise- und Visabestimmungen. So sollte z.B. der Reisepass noch 6 Monate über das Ende ihres Aufenthalts gültig sein. Informationen zur Einreise finden Sie z.B. auf der Seite des Auswärtigen Amtes oder der Mongolischen Botschaft in Berlin. Wir stehen jederzeit für Rückfragen zu Visaangelegenheiten zur Verfügung.

Kulturelle Unterschiede

Die mongolische Kultur weist einige besondere Merkmale und Normen auf, derer man sich bewusst sein und die man respektieren sollte. Ein mongolisches Sprichwort besagt, dass ein Mensch immer den Regeln des Landes, dessen Wasser er trinkt, zu folgen hat. Ein paar nützliche Hinweise für Gäste in der Mongolei:

  • Wenn man sich begrüßt und gefragt wird, wie es einem geht, antwortet man grundsätzlich immer zuerst, dass es einem gut geht. Das gesprochene Wort hat in der Mongolei viel Macht und man versucht stets, durch positive Worte Gutes zu erzeugen, besonders am Anfang und am Ende einer Konversation.
  • Man beschwert sich nicht über das Wetter, sondern stellt nur fest wie es ist und nimmt es an.
  • In der Mongolei wird traditionell viel Fleisch, vor allem Hammel, gegessen - dementsprechend ist das Angebot. Dennoch gibt es in Ulaanbaatar mittlerweile genügend Möglichkeiten, sich auch als Vegetarier zu versorgen.
  • Wenn man zu Gast bei Mongolen ist, sollte man kein angebotenes Essen oder Trinken ablehnen, sondern zumindest ein wenig davon probieren, denn abzulehnen gilt als sehr unhöflich.
  • Alles, was einem gereicht wird, nimmt man entweder mit der rechten Hand oder mit beiden Händen entgegen, das selbige gilt, wenn man jemandem etwas überreicht.
  • Besonders unter Männern wird in der Mongolei zu vielen Anlässen Alkohol getrunken. Trinkfest zu sein ist daher von Vorteil. Gute Ausreden gegen Alkohol sind religiöse Gründe oder Autofahren zu müssen.
  • Es gilt in der Mongolei als selbstverständlich, älteren Menschen großen Respekt entgegenzubringen, und ihrem Rat und ihren Bitten zu folgen. Ältere Menschen werden gesiezt, jüngere darf man duzen.
  • Da die Armut unter der Bevölkerung insgesamt hoch ist, sollte man als Ausländer immer gut auf seine Habsachen aufpassen, um möglichem Diebstahl vorzubeugen.
  • Der Autoverkehr in Ulaanbaatar folgt seinen eigenen Gesetzen und mag anfangs einschüchternd wirken. Man darf nicht erwarten, dass Autos an Zebrastreifen oder grünen Ampeln tatsächlich anhalten.
  • Kellner im Restaurant kommen meist nicht von alleine, sondern nur wenn man sie ruft. Trinkgeld geben ist nicht üblich.
  • Man zeigt nicht mit dem Finger auf jemanden.
  • Wenn man jemand anderen auf die Füße tritt oder zusammenstößt, schüttelt man sich die Hände.
  • Handtaschen werden nie auf den Boden gestellt, sondern immer auf eine erhöhte Ablage.
  • Um mobil zu sein, kann man sich in Ulaanbaatar einfach an die Straße stellen, den Arm ausstrecken und jegliches Privatauto, das anhält, als Taxi benutzen. Viele Mongolen verdienen sich damit nebenher Geld. Jedoch sollte man als Frau, vor allem abends, nicht alleine fahren und besser eine registrierte Taxiagentur benutzen.
  • Man sollte viel Geduld und Flexibilität mitbringen, denn oft laufen die Dinge nicht nach Plan und nicht in dem Tempo oder auf die Art und Weise, wie man es aus Deutschland gewohnt ist. Wenn etwas nicht so klappt wie geplant, wird meistens „improvisiert“.

Ansprechpartner

Dulguun Batmunkh

Projektmanagerin

Dulguun Batmunkh
Tel. +976 11 31 91 35
Sprachen: монгол хэл,‎ Deutsch,‎ English