DEUTSCHLAND. DAS NÄCHSTE KAPITEL

Erneuerungskraft durch Forschung und Entwicklung

Fachkonferenz in Rostock

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Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommer, spricht zum Thema "Technologiepolitische Schwerpunkte und Verbundforschung in Mecklenburg-Vorpommern"

Mecklenburg-Vorpommern ist kein führender Industriestandort. Trotz großer Anstrengungen bleibt der Anteil des produzierenden Gewerbes an der Bruttowertschöpfung im Land immer noch weit hinter dem Bundesdurchschnitt zurück. Deshalb zielt die Landespolitik sowohl auf Ausbau und Erweiterung bestehender Unternehmen als auch auf die Ansiedlung neuer Firmen. Dabei lässt sich das Wirtschaftsministerium in Mecklenburg-Vorpommern von der Erkenntnis leiten, dass Forschung und Entwicklung die entscheidenden Triebkräfte für Wachstum, Gründungsdynamik und Massenwohlstand seien. Die entscheidenden Wettbewerbsfaktoren seien somit künftig mehr denn je Kreativität und Innovationskraft. Aber wie sieht es konkret aus? Wo liegen die technologiepolitischen Schwerpunkte des Landes? Bewirken eine gezielte Förderpolitik und die Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen tatsächlich automatisch Wachstum? Wie werden aus Innovationen international wettbewerbsfähige Produkte und Dienstleistungen entwickelt? Diesen und anderen Fragen hat sich am 07. Dezember 2017 in Rostock eine Fachkonferenz der Konrad-Adenauer-Stiftung gewidmet.

Nachdem Herr Dr. Eckhard Lemm von der Konrad-Adenauer-Stiftung (Politisches Bildungsforum Mecklenburg-Vorpommern) das Publikum begrüßte und schon mit ersten Beispielen in das Thema einführte, übergab er das Wort an Herrn Christoph Wohlleben, der an diesem Abend als Moderator fungierte und durch die Veranstaltung führte. Die Eröffnungsrede hielt der Landesminister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit. Harry Glawe unterstrich noch einmal die große Bedeutung von Forschung und Entwicklung für den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern. Der Minister erläuterte die Schwerpunkte der Technologiepolitik für die kommenden Jahre. So stehe die Konzentration auf sechs Zukunftsfelder: Informations- und Kommunikationstechnologie, Maschinenbau, Mobilität, Energie, Ernährung und Gesundheit im Mittelpunkt der Förderpolitik. Harry Glawe betonte auch, dass der 2010 gegründete Strategierat Wirtschaft-Wissenschaft bei der Entwicklung der Forschungs- und Technologiepolitik des Landes maßgeblich mitwirke. Dem genannten Gremium gehören Vertreter der fünf Wirtschaftskammern, der Hochschulen, außeruniversitärer Forschungseinrichtungen, der Technologiezentren und der vier Ministerien für Wirtschaft, Bildung, Energie und Landwirtschaft an. Im weiteren Verlauf der Rede berichtete der Minister über die Erfolge der seit 2008 besonders geförderten Verbundforschung. Durch das genannte Instrument sollen Wirtschaft und Wissenschaft angeregt werden, zu kooperieren und wettbewerbsfähige Produkte oder Verfahren zu entwickeln. "An der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft" lautete das Thema des sich nahtlos anschließenden Vortages von Herrn Prof. Dr. Klaus-Peter Schmitz. Der Biomedizintechniker ist Direktor und Vorstandsvorsitzender des Instituts für Implantat Technologie und Biomaterialien e.V., An-Institut der Universität Rostock und Kompetenzzentrum für Medizintechnik Mecklenburg-Vorpommern. Am Beispiel des BMBF-Projektes RESPONSE "Partnerschaft für Innovationen in der Implantat-Technologie" zeigt Schmitz, wie es gelingen kann, das wirtschaftspolitische Projektziel - Schaffung innovativer Produkte, die von Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern produziert und vermarktet werden können - zu erreichen.

Fazit: Die Veranstaltung leistete einen wichtigen Beitrag zur Zukunftssicherung des Wirtschaftsstandortes Mecklenburg-Vorpommern.

Autor

Dr. Eckhard Lemm

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Schwerin, 15. Dezember 2017