The New Equitable Economic Empowerment Framework (NEEEF)

The way forward?

Auch verfügbar in English

Was beinhaltet der Gesetzesentwurf? Welche Auswirkungen hat er wirtschaftlich und wie kann man ihn von der juristischen Seite betrachten?

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Prof. Nico Horn, Ivonne Dausab, Reinhard Willig, Prof. Dr. Matthias Herdegen, Suta Kavari

Um dieses emotionale Thema näher zu beleuchten und vor allem besser über dieses Thema zu informieren, veranstaltete die Konrad Adenauer Stiftung Namibia-Angola am 27.09.2016 eine Panel Diskussion.

Eingeladen waren Prof. Dr. Herdegen, Vorsitzender des Lehrstuhls für Public, European und International Law der Universität Bonn, Suta Kavari, Vizepraesident der Economic Assiciation of Namibia und Yvonne Dausab, Vorsitzende der Law Reform und Development Kommission als Panelisten. Prof. Nico Horn moderierte die Veranstaltung. Aufgrund der Aktualität, aber auch der vielen kontrovers geführten Diskussionen in den Medien, war das Interesse an der Veranstaltung mit fast 200 Besuchern sehr groß.

Nach der Begrüßung durch den Leiter der Konrad-Adenauer Stiftung, Reinhard Willig, gab jeder der Panelisten ein kurzes Statement mit einer Einschätzung zu NEEEF aus ihrem individuellen Blickwinkel ab.

Frau Yvonne Dausab unterstrich mit ihrem Statement die Notwenigkeit des sozialen Ausgleichs in Namibia. Viele Namibier seien sehr gut ausgebildet; allerdings würde ihnen das nicht automatisch auch die Chance eines sozialen Aufstiegs ermöglichen. Das NEEEF Abkommen führe dazu, Investoren und ausgebildete Facharbeiter leichter zusammenzubringen, was für beide Seiten vorteilhaft sei.

Herr Suta Kavari vertrat die Position, dass ein solches Abkommen hingegen Investoren abschrecken und damit letztendlich der Wirtschaft schaden würde. Das Herabstufen der Kreditwürdigkeit Namibias durch die Rating-Agenturen in den letzten Wochen sei bereits eine Folge der Verunsicherung der Investoren aufgrund der Diskussion über NEEEF. Prof. Dr. Herdegen warf in diesem Zusammenhang die Frage auf, wie ein solches Abkommen reglementiert werden könne. Er stellte die Fragen, wer die sogenannten zuvor benachteiligten Personen oder Gruppen auswählen darf oder wie solche definiert werden sollen. Des Weiten stellte er den Zusammenhang zwischen historisch benachteiligten Namibiern und den zukünftigen Investoren in Frage.

Danach war die Diskussion eröffnet, wobei die Besucher aufgefordert waren, ihre Fragen zu notieren. Diese wurden dann von Prof. Horn an die Experten gerichtet.

Die Konrad Adenauer Stiftung bedankt sich bei Frau Yvonne Dausab, Suta Kavari, Prof. Dr. Herdegen, Prof. Nico Horn sowie den zahlreichen Gästen.

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Namibia, 28. September 2016