Der Namibian Abrahamic Interfaith Dialogue

What keep society together?

Auch verfügbar in English

Welche geteilten religiösen Werte können zum Aufbau einer harmonischen und friedlichen Gesellschaft beitrageb? Wie kann der Glaube zur Nationsbildung beitragen? Und wie können verschiedene Glaubensgemeinschaften auf der Basis von geteilten moralischen Werten effizient zusammenarbeiten, um gemeinsame Ziele zu erreichen?

Bild 1 von 2
Die Teilnehmer des Namibian Abrahamic Interfaith Dialogues

Die Teilnehmer des Namibian Abrahamic Interfaith Dialogues

Gemeinsam mit dem langjährigen Kooperationspartner Forum for the Future (FFF) veranstaltete die Konrad-Adenauer-Stiftung Namibia-Angola den "Namibian Abrahamic Interfaith Dialogue", welcher vom 4.-5. April 2017 im NamPower Convention Centre stattfand. Die Idee hinter dieser Veranstaltung war die gemeinsame Überzeugung, dass der Glaube nicht nur für Individuen, sondern auch für Nationen als moralischer Kompass fungieren kann. Unabhängig von ihrem jeweiligen Glauben kommt eine Botschaft bei den meisten Menschen dann am besten an, wenn sie von einem spirituellen Führer übermittelt wird. Daraus ergibt sich gleichzeitig aber auch eine Verantwortung dieser, im Prozess des Nationenaufbaus und der tagtäglichen Interaktion der Bürger einen positiven Einfluss auszuüben. Vor dem Hintergrund dieser Überlegungen beschlossen die KAS Namibia-Angola und FFF, eine zweitägige Konferenz mit Vertretern unterschiedlicher abrahamitischer Glaubensrichtung auszurichten. Dem Aufruf folgten Vertreter des jüdischen, des christlichen, des islamischen sowie des Baha'i Glaubens als auch eine Vertreterin der namibisch-buddhistischen Gemeinde.

Die übergeordnete Zielsetzung der Veranstaltung war es, gemeinsam die offizielle Fragestellung "Was hält unsere Gesellschaft zusammen?" zu diskutieren. Diese wurde aus der Überzeugung heraus gewählt, dass die Anhänger unterschiedlicher Glaubensrichtungen und Religionen dennoch die gleichen moralischen Werte und Überzeugungen teilen und in ihrem Alltag sowie ihren jeweiligen Glaubensgemeinschaften ähnlichen Problemen und Herausforderungen ausgesetzt sind. Vor diesem Hintergrund sollte die Konferenz den Teilnehmern eine Plattform bieten, um ihre Ideen und ihre Sichtweise auf ihre gesellschaftliche Rolle und Bedeutung zu diskutieren und so einen aktiven Beitrag zur Schaffung einer friedlichen und harmonischen Gesellschaft zu leisten.

Die Konferenz hatte um die 50 Teilnehmer. Zu Beginn stellte jede Glaubensgemeinschaft ein offizielles Papier vor, in welchem die Grundlagen der jeweiligen religiösen Lehre, aber auch die spezifische Sicht auf gesellschaftliche Herausforderungen präsentiert wurde. Diese Beiträge sowie mögliche Lösungsansätze wurden im Folgenden in kleinen Gruppen diskutiert und die Ergebnisse im Anschluss vorgetragen. Die Konferenz endete mit dem Schaffen einer gemeinsamen Absichtserklärung, welche die Essenz der präsentierten Ergebnisse zusammenfasste und als nächsten Schritt die Gründung eines interreligiösen Rats vorschlug, welcher Empfehlungen und spirituelle Ratschläge einbringen könnte.

Die Absichtserklärung kann weiter oben eingesehen und heruntergeladen werden.

Autor

Anna Wasserfall

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Namibia, 4. April 2017