Community Workshop für Frauen in der Oshikoto Region

Auch verfügbar in English

Bereits zum vierten Mal in diesem Jahr machte sich die Sonderinitiative “Eine Welt ohne Hunger – Stärkung von Landbesitz- und Landnutzungsrechten für Frauen in Sub-Sahara Afrika“ auf den Weg zu den Frauen in den Projektregionen, um sie unter anderem auf ihre Rechte im Kontext des Communal Land Reform Acts aufmerksam zu machen und ihnen Informationsmaterial hierzu zur Verfügung zu stellen. Dieses Mal fand der zweitägige Gemeinde-Workshop, dessen Fokusgruppen wieder Witwen und alleinstehende Frauen waren, von 24.-25.04.2017 in dem Dorf Onyaana nördlich von Omuthiya in der Oshikoto Region statt.

Bild 1 von 10
Regional Councilor Hon. Petrus Kambala eröffnet den Workshop

Regional Councilor Hon. Petrus Kambala eröffnet den Workshop

Der Regional Councilor Hon. Petrus Kambala betonte in seinen Eröffnungsworten, dass der Workshop genau die Bedürfnisse der Gemeindemitglieder nach grundlegender Information zu Menschen-, Frauen- und Landrechten anspreche und dankte der KAS und WAD daher für die Durchführung. So fand der Workshop vor allem bei alleinstehenden und verheirateten Frauen Anklang, aber auch bei Witwen, einigen interessierten Männern und Vertreter/-innen traditioneller Autoritäten sowie der Kirche. Die Nützlichkeit der Workshopinhalte bestätigte sich, als sich herausstellte, dass alle Teilnehmer/-innen, die bisher noch nicht über Landnutzungsrechte verfügen, ausschließlich ledige Frauen sind. So wurden essentielle Aufklärung über Menschen- und Frauenrechte, die Namibische Verfassung, die Unterschiede zwischen gesetztem Recht und Gewohnheitsrecht sowie über die Rechte von Frauen im Kontext des Communal Land Reform Acts bereitgestellt. Die Teilnehmer/-innen zeigten auch großes Interesse an der Namibischen Verfassung, die sie als Print-Ausgabe erhielten, und hatten einige grundlegende Fragen zum Aufbau des namibischen Staates und der Zusammensetzung der Regierung. Sehr erfreulich war es, dass sich zwei Teilnehmer freiwillig bereit erklärten, eine Zusammenfassung des ersten Workshoptages vorzutragen, wodurch ersichtlich wurde, dass die Inhalte in verständlicher und nachvollziehbarer Weise vermittelt werden. Die deutlich größere Teilnehmerzahl am zweiten Tag führte auch zu einer ausgeprägten Diskussion, die sich unter anderem um das Thema Gleichbehandlung und Gleichberechtigung von Frauen und Männern, vor allem im Haushalt, drehte. Aber auch zur Diskriminierung von ledigen Männern und Frauen bei der Landvergabe durch bestehende Gewohnheitsrechte wurden kontroverse Meinungen ausgetauscht. Alles in allem war auch dieser Workshop sehr lebendig und von großem Nutzen für die Teilnehmer/-innen, was in deren positiven Bewertungen und dem Wunsch nach weiteren Workshops zum Ausdruck kam. An dieser Stelle ein besonderer Dank an den Onyaana Constituency Council für dessen organisatorische Unterstützung und die Bereitstellung der Gemeindehalle in Onyaana.

Autor

Stefanie Braun

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Namibia, 27. April 2017