Eine Welt ohne Hunger: Das zweite Projektjahr geht erfolgreich zu Ende

Eine Welt ohne Hunger: Stärkung von Landbesitz- und Landnutzungsrechten für Frauen in Sub-Sahara Afrika

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Im Rahmen der Sonderinitiative „Eine Welt ohne Hunger: Stärkung von Landbesitz- und Landnutzungsrechten für Frauen in Sub-Sahara Afrika“ fanden zwischen dem 21. und 30. November die beiden letzten Workshops des Jahres 2017 statt.

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Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmern.

Im Rahmen der Sonderinitiative „Eine Welt ohne Hunger: Stärkung von Landbesitz- und Landnutzungsrechten für Frauen in Sub-Sahara Afrika“ fanden zwischen dem 21. und 30. November die beiden letzten Workshops des Jahres 2017 statt. Im Rahmen des ersten Workshops erlebten 65 traditionelle Autoritäten der Oukwanyama, vier spannende und informative Workshop Tage. Zu Beginn des Workshops hieß Mr.Popyeninawa Dyenimo die Teilnehmer/innen Willkommen und betonte die Wichtigkeit dieser Veranstaltung. Er ermutigte alle Teilnehmer sich so viel wie möglich einzubringen und sich an Diskussionen und Fragerunden zu beteiligen. Anschließend begrüßten Stefanie Braun, Projekt Managerin der Konrad Adenauer Stiftung (KAS) und Absai Kashululu, National Training Koordinator von „Women’s Action for Development“ (WAD), die Teilnehmer/innen und erklärten Aufbau und Inhalte der kommenden Tage. Nach einer kurzen Einführung in das Projekt „Eine Welt ohne Hunger“, fand eine Vorbewertung des Workshops statt. Hierbei wurde deutlich, dass vielen Teilnehmern die Bedeutung von Menschenrechten und Gleichberechtigung zuvor wenig bis gar nicht bekannt war. Im Rahmen des Workshops beschäftigten sich Teilnehmer/innen unter Anleitung des National Training Koordinators Absai Kashululu insbesondere mit dem Traditional Authorities Act, der Bedeutung von kommunalem Land sowie der Berücksichtigung besonders schützenswerter Gruppen wie z.B. Witwen und Waisenkinder . Der Workshop war von einem regen Erfahrungsaustausch sowie der Klärung relevanter Probleme bei der kommunalen Landvergabe geprägt. Am letzten Workshop Tag durften Workshop Teilnehmer und Veranstalter die Queen der traditionellen Autoritäten in Oukwanyama als Gast begrüßen. Die Queen, Martha Christian Nelumbu, forderte alle Teilnehmer/innen auf, das Erlernte in den einzelnen Gemeinden zu kommunizieren und näher auf die Bedürfnisse der einzelnen Gemeindemitglieder einzugehen. Zum Abschluss nahmen die Workshop Teilnehmer/innen ihre Zertifikate entgegen und posierten stolz für das Gruppenfoto. Ebenfalls nutzten alle die Möglichkeit um Publikationen der KAS mit nach Hause zu nehmen. Dazu gehört unter anderem die in Oshivambo übersetzte namibische Verfassung. Die Workshop Teilnehmer/innen bewerteten den Aufbau und Durchführung des Workshops durchweg positiv und betonten die Notwendigkeit für weitere Workshops in der Ohangwena Region. Ein besonderer Dank gilt Mr.Popyeninawa Dyenimo und der traditionellen Autorität der Oukwanyama für ihre organisatorische Unterstützung und der Möglichkeit einen Workshop in der Oukwanyama Traditional Authority Hall zu veranstalten. Vergleichbare positive Rückmeldungen erhielt die KAS während des letzten Workshops für 2017 in Uukwangula, Oshana Region. Dort trafen sich 60 traditionelle Autoritäten in den Räumlichkeiten der traditionellen Autorität der Uukwambia. Alle Teilnehmer/innen befassten sich vier Tage intensiv mit der namibischen Verfassung, dem Communal Land Reform Act, Unterschieden zwischen gesetztem Recht und Gewohnheitsrecht sowie der Bedeutung von Menschen- und Frauenrechten. Unterstützt wurden die KAS und WAD durch den Chief der traditionellen Autoritäten der Uukwambi. Ein besonderer Dank gilt daher Chief Herman Iipumbu sowie der traditionellen Autorität für die organisatorische Unterstützung und die Möglichkeit die Uukwambi Traditional Authority Hall als Veranstaltungsort zu nutzen. Mit dem Abschluss der letzten beiden Workshops geht ein sehr erfolgreiches Jahr 2017 für das EWoH Team zu Ende. Insgesamt konnten knapp 500 Frauen und Männer erfolgreich in Workshops geschult werden und noch viele mehr über Radio und das Theaterstück erreicht werden.

Autor

Stefanie Braun

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Namibia, 14. Dezember 2017