Besuch von Prof. Dr. Lammert anlässlich der Übergabe der KAS-Büros in Washington und New York

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In Washington und New York stehen die Auslandsbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung unter neuer Leitung. In der Nachfolge von Nico Lange hat Paul Linnarz Anfang Mai das KAS-Büro in Washington übernommen. Andrea Ostheimer ist die Nachfolgerin von Dr. Stefan Friedrich und leitet ab August das KAS-Büro in New York. Im Rahmen zweier Vortragsveranstaltungen hat der ehemalige Bundestagspräsident und aktuelle Vorstandsvorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung, Prof. Dr. Norbert Lammert, die beiden neuen Direktoren in der vergangenen Woche offiziell vorgestellt.

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Treffen mit Botschafter Dr. Christoph Heusgen, Ständiger Vertreter der Bundesrepublik Deutschland bei den Vereinten Nationen

Gespräch der Delegation mit Botschafter Dr. Christoph Heusgen, Ständiger Vertreter der Bundesrepublik Deutschland bei den Vereinten Nationen

In Washington und New York fanden überdies Gespräche mit Partnerorganisationen der Stiftung sowie mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft statt. Zum Auftakt seines Besuchs in New York wurde Prof. Dr. Lammert von Dr. Christoph Heusgen, dem Ständigen Vertreter Deutschlands bei den Vereinten Nationen in New York, begrüßt, der die deutsche UN Politik und ihre Zielsetzung erläuterte.

Im Anschluss traf die Delegation um Prof. Lammert mit dem Generalsekretär der Vereinten Nationen António Guterres zusammen. Thema des Gespräches waren die aktuellen Reformprozesse der Organisation, die bevorstehende Wahl zum Beobachterstatus der KAS beim Wirtschafts- und Sozialrat der UN (ECOSOC)und die Rolle Deutschlands bei den Vereinten Nationen, besonders im Hinblick auf den Nichtständigen Sitz im Weltsicherheitsrat. Am Folgetag traf Prof. Dr. Lammert die Teilnehmer des jährlichen Austauschprogrammes der KAS mit dem American Jewish Council, der führenden Organisation für die Belange von Juden auf der ganzen Welt, zu einem Frühstückgespräch, bei dem über die aktuellen Herausforderungen der transatlantischen Beziehungen und die US-amerikanische Außen- und Handelspolitik gesprochen wurde.

Bei einem anschließenden Besuch im Leo Baeck Institut wurde Herr Prof. Dr. Lammert von Direktor William Weitzer empfangen und in die Archivtätigkeit der Institution eingeführt, wobei er handschriftliche Aufzeichnungen von Albert Einstein einsehen konnte. Herr Lammert besuchte auch das Atelier des Künstlers Christo, welcher ihm sein neuestes Projekt vorstellte. So soll als weltweit größte Skulptur aus 410.000 Fässern eine moderne Mastaba geschaffen werden. Zum Mittagessen traf sich die Delegation um Herr Prof. Dr. Lammert erneut mit Botschafter Christoph Heusgen sowie hochrangingen Repräsentanten von Benin, Ghana, Malawi, Nigeria und Sudan, um die Arbeit der Stiftung in Subsahara-Afrika vorzustellen und Möglichkeiten für künftige Kooperationen auszuloten. Die Botschafter hoben die gute Zusammenarbeit mit der KAS hervor und berichteten ausführlich über die gesellschaftliche und politische Situation in ihren jeweiligen Ländern.

Darauf folgend bot Achim Steiner, Leiter des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP), einen Überblick über die Reformprozesse des Generalsekretärs sowie die institutionelle Neuausrichtung von UNDP selber, welche auch darauf abzielt, dass UNDP zukünftig eine Führungsrolle innerhalb des UN Systems bei der Umsetzung der Nachhaltigen Entwicklungsziele einnimmt. Steiner sah ein großes Potential in einer Zusammenarbeit von KAS und UNDP, gerade auch im Hinblick auf die Kompetenz der Stiftung im Gebiet der Ordnungspolitik. Sorge bereitete Herrn Steiner die mangelnde Bereitschaft der Mitgliedsstaaten, die nötigen Mittel zur Verfügung zu stellen, um die sich verschärfenden Krisen weltweit aufzufangen. So prognostizierte er einen zukünftigen Anstieg der weltweiten Flüchtlingszahlen auf bis zu 200 Millionen Menschen pro Jahr.

Im Anschluss reflektierte Miroslav Lajčák, Präsident der Generalversammlung der Vereinten Nationen, über seine Amtszeit, welche im September enden wird. Besondere Bedeutung maß er dabei dem weltweit ersten Global Compact on Migration bei, welcher sich im Prozess der Verabschiedung befände. Er drückte seine Hoffnung aus, dass die Vereinbarung auf breite Zustimmung aller Mitgliedsländer stoßen werde und dass die Europäische Union sich als ein starker Unterstützer der Vereinten Nationen und des Multilateralismus im Allgemeinen bewährt.

Am Ende des Tages traf sich Prof. Dr. Lammert noch mit Vertretern der deutschen Wirtschaft und dem deutschen Generalkonsul in New York zu einem wechselseitigen Austausch über ökonomische und politische Entwicklungen dies- und jenseits des Atlantiks.

Der Besuch des Vorsitzenden wurde am Folgetag abgeschlossen durch eine Besichtigung des 9/11 Memorials und der künftigen „German Academy“ im ehemaligen Goethe-Haus an der Fifth Avenue.

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erschienen

New York, 18. Juli 2018