Hirn-Doping in der Gesellschaft

Leistungssteigerung im Alltag: Gefährlich, unmoralisch, aber erlaubt?

November 28 Montag

Datum/Uhrzeit

28. November 2011, Beginn: 15:30, Ende: 19:15

Ort

Altes Rathaus, Festsaal, Karmarschstr. 32/ Köbelinger Straße, Hannover, Deutschland

mit

u. a. Prof. Dr. Giselher Spitzer, Humboldt-Universität Berlin, Frank Meiners, Dipl.-Psych. der DAK, Prof. Jürgen Fritze, Leitender Arzt der Privaten Krankenversicherungen, Prof. Dr. Michael Soyka, Ärztl. Direktor der Privatklink Meiringen

Typ

Fachkonferenz

Expertengespräch und Dialogforum

Veranstaltungsnr.

B30-281111-1

Es geht nicht mehr allein um den Sport: Die Manipulation von Körper und Gehirn ist längst mitten unter uns in Schule, Studium und Beruf angekommen.

Doping im Sport:

Unsere Gesellschaft kann vom Sport lernen: Der Einsatz pharmazeutischer Produkte zur Leistungssteigerung verstößt gegen die Chancengleichheit im sportlichen Wettkampf und hier liegt zweifelsfrei eine Gesundheitsgefahr für den Doper selbst und für seine Nachkommen.

Nach jahrzehntelanger Leugnung des Problems stellt Doping neben Wettbetrug eines der großen Probleme dar. In einer großen gemeinsamen Anstrengung vor Sport, Erziehung und Politik muss das "Kulturgut Sport" vor Missbrauch und Manipulation geschützt werden - darin sind sich alle einig. "Doping im Sport" ist inzwischen trotz vieler juristischer Probleme gebannt, doch neue Herausforderungen tun sich auf.

Hirn-Doping:

"Hirn-Doping" oder "Neuro-Enhancement" ist im Alltag präsent und erreicht zunehmend die Medien und die Politik. Häufig geht es um Dopingsubstanzen, die die Hirnleistungen fördern sollen. Wieder geht es um das "schneller, konzentrierter, ausdauernder", jetzt vor allem in Beruf und Ausbildung. Kann man so einfach sagen: "Neuro-Enhancement" ist "Doping in der Gesellschaft"?

Diese Tagung könnte eine Wende einleiten: Der Problemaufriss zu dieser ähnlich dem Doping im Sport durch Sportwissenschaft, Arbeitsforschung, Psychiatrie und Psychotherapie lange unterschätzten Problematik von Rauschmittel-, Medikamentenmissbrauch im Alltag führt zu einem Gespräch mit Ihnen aus Erziehung, Beratung, Gesundheit, Personalwesen, Sport, Kirche, Politik und Ihnen, den interessierten Zuhörern.

Die Leitfragen der Veranstaltung lauten:

„Muss Doping in der Gesellschaft toleriert werden, während Doping im Sport verboten ist?” „Kann oder muss man gesellschaftlich aktiv werden, um der Entwicklung Einhalt zu gebieten?”

Doch zuvor gilt es mittels der Statements zu klären: Welche gesundheitlichen Folgen hat das Hirn-Doping, wie weit ist es in unserem Alltag angekommen, was ist gesellschaftlich beim Hirn-Doping noch moralisch, wie kann das Thema enttabuisiert werden und was können wir vom Sport lernen?

Die Veranstaltung wird in Kooperation mit dem Institut für Sportwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin und dem vom BMBF geförderten Verbundprojekt „Translating Doping – Doping übersetzen“: http://www2.hu-berlin.de/translating-doping, durchgeführt.

Die Teilnahme ist kostenlos, es wird in einer Pause ein kleiner Imbiss gereicht. Ihre Anmeldung erbitten wir mit vollständigem Namen, ggf. Funktion, Adresse und Telefonnummer an E-Mail kas-hannover@kas.de.

Ein PDF-Download der Print-Einladung mit näheren Angaben ist in Kürze rechtsseitig möglich.

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