Freya Klier zu Gast in Niedersachsen

Auch in diesem Jahr 2015 war die DDR-Bürgerrechtlerin Freya Klier wieder zusammen mit der Konrad-Adenauer-Stiftung in Niedersachsen zu mehreren Terminen unterwegs.

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Günter Lach MdB und Freya Klier

Günter Lach MdB zusammen mit Freya Klier in Wolfsburg

Zusätzliche zu den gut besuchten und für die Schüler sehr interessanten Vorträgen Freya Kliers an den Gymnasien in Hameln, Gifhorn, Peine und Burgwedel, zeigte die vielfach ausgezeichnete Dokumentarfilmerin auch ihren zuletzt erschienen Film „Meine Oderberger Straße“ und las in Salzgitter-Bad aus ihrem Buch „Wir letzten Kinder Ostpreußens“.

Angefangen mit einem Mittagsgespräch im Parkhotel Wolfsburg erinnerte Freya Klier zusammen mit dem Wolfsburger Bundestagsabgeordneten Günter Lach MdB an die Zeit um die Grenzöffnung vor 25 Jahren. Unter dem Titel „Wiedervereinigung: Gefällt mir!“ - … oder!?“ sprach Freya Klier auch im Kloster Wennigsen und in der Gifhorner Stadtbücherei über das Thema und gab einen Rück- sowie Ausblick dazu. Dort begrüßte sie der Bürgermeister Matthias Nerlich, welcher neben den vielen interessierten Zuhörern anschließend ebenso gespannt den Ausführungen Freya Kliers zu ihrer persönlichen Lebensgeschichte in der DDR folgte.

In Garbsen-Osterwald zeigte sie im Hotel Körber ihren Dokumentarfilm „Meine Oderberger Straße“, welchen Freya Klier gemeinsam mit ihrer Tochter Nadja Klier drehte. Der Film erzählt die Geschichte einer besonderen Straße in Berlin und des Lebens in der DDR und danach. Freya Klier lebte mit ihrer Tochter selbst zehn Jahre in der Oderberger Straße und begibt sich mit ihr auf Spurensuche. Die anschließenden Fragen und persönlichen Erfahrungsberichte aus dem Publikum haben gezeigt, wie präsent die im Film gezeigten Bilder zum Teil noch sind.

Freya Klier hat bereits viele Projekte in Form von Büchern und Filmen oder ähnlichem umgesetzt, damit die Zeit vor, während und nach der Wiedervereinigung den nachfolgenden Generationen erhalten bleibt. „Die jungen Deutschen auf beiden Seiten kennen nicht, was damals war. Und die Menschen, die alles miterlebt hatten, sterben langsam aus“, so Klier in Wolfsburg im Gespräch. Daher hat sie auch noch viele weitere Projekte angekündigt, u.a. eine Wanderausstellung über die sowjetische Besatzung in der DDR und weitere Bücher wie Filme, um über die Zeit aufzuklären. Auch ihre Lesung und das anschließende Gespräch lockten einige Zuhörer in das Veranstaltungszentrum Kniestedter Kirche in Salzgitter-Bad. Das Buch „Wir letzten Kinder Ostpreußens“ erzählt von sieben Kindern aus Ostpreußen, von denen nur einem Jungen die Flucht gelingt und ein Mädchen kurz vor ihrem Hungertod gerettet wird. Ausgehend vom Sommer 1944 bin hinein in die Gegenwart beleuchtet Freya Klier in diesem Buch die Verwobenheit von Geschichte und den Einzelschicksalen.

Die nächste Freya-Klier-Tour ist für Mitte Juni 2016 geplant, dann wird Klier zwischen Hannover und Nordniedersachsen bis hin zur Nordseeküste in Schulen und bei Abendveranstaltungen zu Gast sein.

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Hannover, 18. November 2015

Kontakt

Johanna Chowaniec

Johanna Chowaniec