"Die USA werden als Kreuzritter wahrgenommen"
Hillary Clinton besucht Pakistan
Babak Khalatbari, der Leiter des Auslandsbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung in Islamabad, hat anlässlich des Besuchs von US-Außenministerin Hillary Clinton in Pakistan auf die zunehmenden Spannungen im Land hingewiesen.
Gegenüber der Nachrichtenagentur dpa sagte er am Freitag: „Man dämonisiert die USA und nimmt sie als Kreuzritter wahr.“ Khalatbari sieht derzeit im Volk kein Verständnis mehr dafür, dass die pakistanische Armee im Anti-Terror-Krieg mit Amerika kooperiere. Mit gravierenden Folgen. „Für die Zivilregierung ist es ein Tanz auf dem Vulkan“, so Khalatbari.
Clinton traf bei ihrem Blitzbesuch zunächst mit Pakistans Präsident Asif Ali Zardari zusammen. Anschließend sprach sie mit Premierminister Yousuf Raza Gilani und Armeechef Ashfaq Parvez Kayani. Es ist der hochrangigste Besuch aus Washington seit der eigenmächtigen Operation amerikanischer Truppen gegen Bin Laden in Abbottabad zu Monatsbeginn, über die Pakistan nicht informiert worden war. Der Vorfall hatte zu schweren Verstimmungen zwischen Washington und Islamabad geführt.
erschienen
Pakistan, 27. Mai 2011