Arbeitsfrühstück „Internationale Agenda“: Die Zukunft von UNASUR

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Am 3. Juli fand in Lima das erste Arbeitsfrühstück der Reihe „Internationale Agenda“ statt

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Die vom Institut für Internationale Studien der Pontificia Universidad Catolica del Peru und der KAS Peru organisierte Veranstaltung beschäftigte sich mit der aktuellen Lage und Herausforderungen der, im Jahr 2004 gegründeten, Union Südamerikanischer Nationen (UNASUR). Laut dem Panel der teilnehmenden Experten sei die aktuelle Krise dieser Organisation grundsätzlich auf eine zunehmende ideologische Prägung und eine exzessive Ausweitung ihres Verwaltungsapparats zurückzuführen.

Dies soll es deutlich erschwert haben, Kompromisse zwischen den Mitgliedstaaten zu schmieden, sodass bereits 6 Länder (Argentinien, Brasilen, Chile, Kolumbien, Paraguay und Peru) aus der UNASUR ausgetreten sind. Dadurch büßte die UNASUR 50% ihrer Mitglieder und 85% ihres Budgets ein.

Um die Krise zu überwinden, betonten die Experten, sei es notwendig bürokratische Strukturen abzubauen und die Arbeit der Organisation auf zwei Hauptziele zu fokussieren: die Stärkung der Handelsbeziehungen und der Integration durch den Ausbau von Kommunikation und Verkehrsinfrastruktur. Außerdem müssen zunächst die inneren politischen Krisen in Brasilien und Venezuela gelöst werden bevor eine grundlegende Reform von UNASUR durchgeführt werden könne.

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Peru, 13. Juli 2018