Deutsch-Polnischer Quiritenkreis

Diskussionsforum für jüngere Führungskräfte aus Politik und Gesellschaft



Der Begriff Quirites (abgeleitet vom Namen des Gottes Quirinus und des römischen Hügels Quirinal) war die feierliche Bezeichnung für die Bürger des antiken Rom und wurde hauptsächlich als Anredeform in der Volksversammlung gewählt, die als Keimzelle weiterer demokratischer Entwicklungen mit der Wahl von Mandatsträgern betraut war.

Angelehnt an diesen Ehrentitel für die altrömischen Bürger rief die Konrad-Adenauer-Stiftung in Polen 2008 eine Diskussionsrunde jüngerer deutscher und polnischer Experten aus Politik und Gesellschaft ins Leben: Den so genannten Quiritenkreis.

Ziel dieses deutschsprachigen Kreises von rund 40 Personen ist es, in informeller Runde über deutsch-polnische, europäische und internationale Fragen zu diskutieren. Durch die Verbindung jüngerer Multiplikatoren aus Politik und Wirtschaft, Medien und Kultur soll durch den Quiritenkreis ein deutsch-polnisches Netzwerk von Experten geknüpft werden, in dem das Wissen voneinander vertieft und das Verständnis füreinander gefördert wird. Der Quiritenkreis tritt ein- oder zweimal im Jahr an wechselnden Orten in Polen zusammen und diskutiert dabei mit eingeladenen "Triariern", erfahrenen Veteranen, über eine breite Themenpalette aktueller politischer Fragestellungen. Aus gegebenen Anlass kann der Kreis sich auch öffentlich zu Wort melden.

Bisherige Treffen:

  • I. Treffen: 06.-08. Juni 2008 in Kreisau/Krzyżowa (bei Breslau)

Gesprächsthemen: Europapolitische Herausforderungen, christlich demokratische Werte, Geschichtspolitk und Erinnerungskultur, der Kreisauer Kreis.

Gäste: Prof. Dr. Hans Maier, München; Prof. Dr. Krzysztof Ruchniewicz, Breslau

„Veranstaltungsbericht des ersten Treffens des deutsch-polnischen Quiritenkreises”

  • II. Treffen: 06.-08 Februar 2009 in Groß Stein/Kamień Śląski (bei Oppeln)

Gesprächsthemen: Energiesicherheit in Europa, Ostsee-Pipeline Nord Stream, Beziehungen der EU zu Russland nach dem Georgienkonflikt, Deutschland und Polen 1939-1989-2009.

Gäste: Erzbischof Prof. Dr. Alfons Nossol, Bischof von Oppeln; Dr. Roland Götz, Stiftung Wissenschaft und Politik Berlin
„Veranstaltungsbericht des zweiten Treffens des deutsch-polnischen Quiritenkreises”

  • III. Treffen: 28.-30.August 2009 in Poznań/Posen


Gesprächsthemen: Geschichte verstehen – Zukunft gestalten, die polnische Sicht des Westens, Deutsche und Polen – Die gegenseitige Wahrnehmung und die Vision Europas

Gäste: Dr. Kazimierz Wóycicki, Warschau; Prof. Dr. Zbigniew Czachór, Posen; DDr. Armin Mikos v. Rohrscheidt, Posen

"Veranstaltungsbericht des dritten Treffens des deutsch-polnischen Quiritenkreises"

  • IV. Treffen: 27. – 29. August 2010 in Dziwnów


Gesprächsthemen: „20 Jahre deutsch-polnischer Nachbarschafts- und Freundschaftsvertrag vom 17. Juni 1991. Vergangenheit und Zukunft“

Gäste: Karl-Georg Wellmann, MdB, Berlin, Dr. Peter Hartmann (Botschafter a.D. und Staatssekretär a.D.), Andrzej Szynka, Warschau (polnisches Außenministerium)



  • V. Treffen: 25.-27. März 2011 in Warschau



Gesprächsthemen: Die Beziehungen zwischen der Europäischen Union und Russland", „Belarus wie weiter?"

Gäste: Joachim Zeller (MdEP), Andrey Vorontsov, Sergey Chernyaev (Russische Botschaft in Polen)

Referenten: Prof. Jarosław Bratkiewicz, Marek Menkiszak, Marek Krząkała, Krzysztof Tyszkiewicz, Michał Jaros



  • VI. Treffen: 8.-10. Juli 2011 in Danzig



Gesprächsthema:„Die Schwerpunkte der EU-Ratspräsidentschaft Polens"