European Diplomacy Workshop in Warschau

In Zusammenarbeit mit der Europäischen Akademie für Diplomatie führte die KAS Polen vom 27. November bis 2. Dezember 2017 den European Diplomacy Workshop in Warschau durch. Unterstützt wurde der Workshop zudem von der PZU Polen.

Im Herzen Warschaus trafen sich insgesamt 21 junge Menschen aus 17 Ländern, um gemeinsam an der 13. Ausgabe des Europäischen Diplomaten Workshop teilzunehmen.
Der fünftägige Workshop widmete sich den verschiedenen Bereichen der Außenpolitik der Europäischen Union, wobei der Schwerpunkt auf der Europäischen Nachbarschaftspolitik sowie insbesondere der Östlichen Partnerschaft lag. Ziel des Workshops war es, junge politische und soziale Führungspersönlichkeiten sowie Akteure des NGO Sektors zusammenzubringen, die die Zukunft der Europäischen Union und der Diplomatie mitgestalten wollen. Die Teilnehmenden konzentrierten sich auf Migration und Sicherheitsherausforderungen, auf die die Europäische Union in diesen Zeiten schaut.

Die Woche war gefüllt mit Vorträgen, die durch die Expertise der Dozenten und deren fundierte Kenntnisse auf diesem Gebiet herausstachen. Zusätzlich fanden praktische Seminareinheiten und Studienbesuche statt. Diese Kombination von Theorie und Praxis ermöglichte es den Teilnehmern, ihre bisherigen Kenntnisse über die EU und deren aktuelle Tätigkeiten zu erweitern. Am letzten Tag des Workshops hatte die Gruppe die Chance, Mary Robinson, ehemalige Präsidentin Irlands (1990-97) und Hochkommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte, (UNHCHR; 1997-2002) zu treffen und ihr in lockerer Atmosphäre Fragen zu stellen. Ausführlich beantwortete Frau Robinson Fragen zu ihrer Karriere als Diplomatin und erzählte von ihrer Arbeit als Hochkommissarin der UN.

Neben der Wissensvermittlung waren die Teilnehmer immer eingeladen, auch ihre Erfahrungen und Gedanken mitzuteilen. Ideen wurden untereinander geteilt und kritische Fragen erörtert, was für die persönliche Entwicklung der Teilnehmenden wichtig war. Durch diesen offenen Raum für Diskussionen entstand in den Tagen eine besondere Eigendynamik, die die Begegnung der Teilnehmenden erst mit Leben füllte. Die Diskussion über die unterschiedlichen Perspektiven auf Konflikte in der EU-Außenpolitik wurde unter den Teilnehmenden intensiv geführt und meistens bei Kaffeepausen und beim Lunch weitergeführt.

Dank der internationalen Zusammensetzung der Teilnehmenden war es möglich, unterschiedliche Perspektiven auf die Zukunftsthemen der EU zu hören, die den jungen Menschen gestatteten, einen Perspektivwechsel vorzunehmen und alternativen Zugang zu versuchen. Die Gespräche, Vorträge und Übungen waren eine Aneinanderreihung intensiver Erfahrungen und nachhaltig ein voller Erfolg. Denn viel deutlicher als die spürbaren Unterschiede in der Bewertung mancher Ereignisse und Problemlagen, trat in den alltäglichen Gesprächen immer wieder die Tatsache hervor, dass die Gemeinsamkeiten untereinander überwogen und dadurch eine Vernetzung der Gruppe stattfand.

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Polen, 12. Dezember 2017

European Diplomacy Workshop
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