Die Vorbereitungsarbeiten zum Abkommen N° 169 über indigene Völker und Stämme in unabhängigen Ländern

Auch verfügbar in Español

Am vergangenen Donnerstag, 23. Juli, fand die Präsentation des Buches „Die Vorbereitungsarbeiten zum Abkommen N° 169 über indigene Völker und Stämme in unabhängigen Ländern“ im Japanischen Garten in La Paz, Bolivien statt.

Bild 1 von 4
Panel

Das “Abkommen 169 der internationale Arbeitsorganisation (ILO) zu indigenen Völkern und Stämmen in unabhängigien Ländern“ ist, zusammen mit der „Erklärung der Vereinten Nationen über die Rechte indigener Völker“, das wichtigste und spezifischste Rechtsinstrument der Welt, welches über indigene Rechte existiert.

Seit seiner Verabschiedung 1989, wuchs der internationale Konsens über die Bedeutung der Ratifisierung und Schaffung effektiver Mechanismen zur Anwendung des Abkommens im internationalen Kontext.

Für die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS), und spieziell für unser Regionalprogramm „politische Parizipation indígena“ (PPI) in Lateinamerika, war es eine Ehre, dies ausführliche Zusammenstellung der vorbereitenden Debatten und Vorschläge des Abkommens 169, ausgearbeitet von Mgr. Marco Huaco, zu präsentieren. Viele der damals, vor 26 Jahren, behandelten Themen sind noch zentral in der nationalen, regionalen und lokalen Diskussion der Agenda der indigenen Völker. Deshalb ist es heutzutage weiterhin von groβer Bedeutung, an die Vorbereitungsarbeiten, welche dem Abkommen 169 Form und Struktur gaben, zu erinnern; auf diese Weise ist es möglich, signifikante Forschritte hinsichtlich der Rechte indigener Völker in den Bereichen, auf welche sich das Abkommen bezieht - Recht auf Arbeit, Gebiet, Territorium, Gesundheit und Bildung- , zu erzielen.

Das Abkommen der ILO zur Anerkennung und Respektierung der etnische und kulturellen Vielfalt der indigenen Dörfer ist ein Rechtsinstrument von groβer Bedeutung und auβerdem einn unentbehrliche Referenz für indigene Völker, die ihre Grundrechte verletzt sehen. Das Abkommen ist besonders für Lateinamerika bedeutend, da sich in dieser Region die gröβte Anzahl an Ländern befindet, welche das Abkommen bis jetzt ratifiziert haben. In diesem Zusammenhang, teilte Magister Marco Huaco mit dem Publikum wichtige Details dieser ausführlichen Sistematisierung. Seinerseits betonte der Regionalkoordinator des Programmes „politische Parizipation indígena“ (PPI) der KAS den sehr groβen Wert, welchen diese neue Publikation als Anhaltspunkt für diejenigen hat, welche die Rechte Indigener aus juristischer Sicht angehen.

Die Präsentation des Buches verfügte über eine Kommentatorenrunde, bestehend aus Víctor Hugo Cárdenas - Erzieher, Magister der politische Kommunikation, der Hochschulbildung, der lokale Entwicklung, der öffentliche Verwaltung und des Wahlmarketing - und María Elena Attard - Magistra des Verfassungs- und konstituionellen Verfahrensrechts und des internationalen Privatrechts.

An der Veranstaltung nahmen ungefähr 50 Personen teil.

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Bolivien, 23. Juli 2015