Buchvorstellung “Guía de buenas prácticas para la Consulta Previa en las Américas”

Ein Leitfaden für eine optimale Anwendung der Vorherigen Anhörung in Amerika

Auch verfügbar in Español

Am vergangenen Donnerstag, dem 31. August 2017, fand die Vorstellung des Buches "uía de buenas prácticas para la Consulta Precia en las Américas" der kanadischen Expertin Jay Hartling im Hoel Suites del Bosque, Lima statt.

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Bernardo Ponce, Regionalkoordinator des PPI

Bernardo Ponce, Regionalkoordinator des PPI

Die Vorherige Anhörung ist eines der Hauptthemen innerhalb des Agendasettings der Indigenen Völker Lateinamerikas. Aus diesen Anhörungsprozessen lassen sich im konkreten Fall wertvolle Lerneffekte, gute als auch schlechte, ableiten.

Für die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) und speziell für unsere Regionalen Programme der „Politischen Partizipation Indígena“ und des „Klimawandels und Energiesicherung“ in Lateinamerika war es eine Ehre, diese wertvollen Forschungsergebnisse vorzustellen, welche wichtige Lektionen für Länder wie Kanada, Peru, Panama und Chile beherbergen.

Die aufgeworfenen Fragen beweisen die enorme Bedeutung einer umfassenden Betrachtung des Prozesses der Vorherigen Anhörung, basierend auf dem Prinzip des guten Glaubens, dass Informationen bereits rechtzeitig, das heißt ab Beginn der Anhörung, an die Indigenen Gemeinden und Völker weitergeleitet werden. Eines der Probleme, welches vermieden werden sollte, ist das Szenario, dass eine der, in die Anhörung involvierte, Parteien sich abspaltet und die Rolle des Schiedsrichters einnimmt.

Die Veranstaltung begann mit einer Einleitung des Auslandsbüroleiters der KAS Peru, Herr Sebastian Grundbeger, welcher betonte, dass die in der Rede stehende Buchvorstellung dank der koordinierten Bemühung zweier Regionaler Programme der KAS zustande kommen konnte: das „Programm der Politischen Partizipation Indígena in Lateinamerika“ (PPI) mit Sitz in La Paz und das „Programm zum Klimawandel und Energiesicherung“ (EKLA) mit Sitz in Lima. Ferner hieß er alle Teilnehmer, die in Stellvertretung für den Leiter des PPI, Herr Maximilian Hedrich, dem die Teilnahme nicht möglich war, willkommen. Er legte den Nachdruck darauf, dass in alle Anhörungsprozesse die Stimmen der Indigenen Völker und deren Vorsitzende einbeziehen werden müssen. Ferner erinnerte er auch daran, dass das PPI mit Indigenen und nicht-Indigenen Experten aus mehr als 10 Ländern der Region im Rahmen einer Evaluation und Analyse seit 2011 zusammenarbeitet. Diese haben die Aufgabe entsprechend, auf sich ändernde Bedürfnisse der Indigenen Agenda in Lateinamerika mit Aktionen zu antworten, jährlich mitgestaltet.

Auch die Buchautorin und Expertin Jay Hartling, eine kanadische Beraterin mit aktuellem Wohnsitz in Halifax, Neuschottland nahm an der Veranstaltung teil. Sie ist auf, mit der Thematik der Indigenen Anhörung in Verbindung stehende, Themen und auf die Beziehungen zwischen Indigener Kommunen in Kanada und Lateinamerika spezialisiert. Frau Hartling verfügt über eine mehr als 16-jährige Erfahrung auf dem Gebiet der Beratung kanadischer Bundes- und Landesregierungen sowie auch von internationalen Organisationen, lateinamerikanischen Regierungen, Kommunen, Indigenen Organisationen und dem Privatsektor. In diesem Kontext entwickelt sie gerechte und transparente Politiken, Programme und Praktiken einschließlich einer konstanten Anhörung aller involvierten Parteien des Anhörungsprozesses und setzt diese um. Außerdem führt sie Programme im Rahmen des Corporate Social Responsibility aus.

Die folgende Debatte leitete Jorge Panay, welcher ein breites und professionelles Spektrum an Erfahrungen hinsichtlich des Entwurfs öffentlicher Politiken für die Entwicklung im lokalen und parlamentarischen Bereich sowie in der Wirtschaftspolitik in Panama aufweisen kann: Er ist seit 2010 Dozent an der Universidad Especializada de las Américas und außerdem Gründer und Leiter der Gesellschaft „Tierra para Todos“,S.A. Dies ist eine Beratungsfirma, welche sich der nachhaltigen Planung und Programmentwicklung sowie des Managments zwischen Firmen und Kommunen, speziell mit Blick auf isolierte ethnische Gruppen und Bevölkerungen, widmet. In diesem Rahmen fungiert die Firma als Streitschlichter auf der lokalen, nationalen und internationalen Sphäre. Darüber hinaus kommentierte Frau Ángela Acevedo in ihrer Position als Generalsekretärin der Rechte indigener Völker des Kultusministerium Perus die Debatte. Zu ihren Hauptaufgaben zählt die Errichtung und Geltendmachung Vorheriger Anhörungsprozesse in Peru.

Im Anschluss an die jeweiligen Ausführungen fand eine Fragerunde unter der Leitung des Auslandsbüroleiters aus Peru, Herr Grundberger, statt. Am Ende der Veranstaltung wurden Exemplare des Werks an alle Teilnehmenden verteilt.

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Bolivien, 2. September 2017

Kontakt

Maximilian Hedrich

Leiter des Auslandsbüros Bolivien und des Regionalprogramms PPI

Maximilian Hedrich
Tel. +591 22 71 26 75 102
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