Sehr geehrte Damen und Herren,
20 Jahre nach der friedlichen Revolution setzt der Fotograf Harald Hauswald die Zeit vor 1989/90 mit den Entwicklungen nach der Deutschen Einheit in Kontrast. Gemeinsam mit dem Schriftsteller Lutz Rathenow durchstreifte er von Berlin aus Deutschlands Osten von Hiddensee bis nach Dresden. Wie viel DDR steckt noch heute in den neuen Bundesländern? Wie viel Vergangenheit tragen wir mit in die Zukunft?
Mit dem Blick auf den deutschen Einigungsprozess wächst auch die Erinnerung an die Treuhandanstalt. Dort spielt der Roman „Die Frau in der Streichholzschachtel“ der Berliner Autorin Nicki Pawlow: Franziska Kling, die Protagonistin des Romans, arbeitet in der improvisierten Pressestelle der verhassten Treuhandanstalt. Streiks vor dem Gebäude, abgewickelte Betriebe, Arbeitslosigkeit und schließlich der Mord an Rohwedder zehren an den Nerven der Mitarbeiter.
Eines Tages erhält Franziska einen Anruf von Wolfgang Kiefer, einem berühmten Fernseh-Journalisten, den sie aus dem Westfernsehen kennt. Kiefer hatte ihr einst seinen Talisman geschenkt - eine Streichholzschachtel, auf deren Boden eine Telefonnummer stand ... Und nun, 1990, entwickelt sich eine Liebesgeschichte zwischen Franziska und ihrem Idol aus dem Fernsehen.
Herzlich laden wir Sie zur Eröffnung des zweiten Teils der Ausstellung mit Fotos von Harald Hauswald und zur Lesung aus dem Roman von Nicki Pawlow ein!
Harald Hauswald
wurde in Radebeul geboren, absolvierte eine Lehre als Fotograf. Seit 1977 lebt er in (Ost-) Berlin, übte verschiedene Jobs aus, u.a. Telegrammbote. Seine Fotos wurden bereits vor 1989 international ausgestellt. Hauswald ist als freischaffender Fotograf tätig (Agentur Ostkreuz); Fotoreportagen erschienen in Zeitschriften wie GEO oder Stern.
Nicki Pawlow
wurde in Köthen (Anhalt) geboren und wuchs im thüringischen Nordhausen auf; 1977 floh sie mit ihrer Familie in die Bundesrepublik. Nach dem Mauerfall 1989 zog sie nach Berlin, war als Pressesprecherin in der Politik, Redakteurin, Moderatorin sowie als Geschäftsführerin einer Film- und Fernsehproduktion tätig. Seit 2000 ist sie freie Schriftstellerin und Veranstalterin eines Künstlersalons.
Ausstellungseröffnung
„Gewendet“
Teil zwei einer Ausstellung mit Fotos aus der DDR sowie nach der Deutschen Einheit
Dienstag, 04. Mai 2010 um 18.00 Uhr
Begrüßung
Dr. Andreas Schulze
Konrad-Adenauer-Stiftung
Pfarrer Curt Stauss
Ev. Kirchspiel Merseburg
Grußwort
Jens Bühligen
Oberbürgermeister der Stadt Merseburg
Einführung in die Ausstellung
Harald Hauswald
Autor und Fotograf, Berlin
Lesung
„Die Frau in der Streichholzschachtel“
Nicki Pawlow
Schriftstellerin, Berlin
Ihre Anmeldung zur Ausstellungseröffnung erbitten wir per Telefon, Fax, oder E-Mail. Sie gilt als angenommen, wenn Sie keine Absage erhalten. Es wird kein Tagungsbeitrag erhoben. Fahrtkosten können nicht erstattet werden.
Tagungsbüro:
Anja Gutsche / Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.
Bildungszentrum Schloss Wendgräben
Wendgräbener Chaussee 1, 39279 Wendgräben
Tel.: 039245-952-354, Fax: 039245-952-223
Die Ausstellung ist vom 04.05. bis 27.06.2010 in der Stadtkirche St. Maximi Merseburg zu besichtigen.
Der Eintritt ist frei.
Öffnungszeiten:
dienstags, donnerstags, samstags
10 - 12, 14 - 16.00 Uhr
sowie auf Anfrage (Schlüssel in der Touristinformation, Burgstr. 9)