Konrad-Adenauer-Stiftung
Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung
Stätte der Begegnung und des Dialogs in Berlin
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Diskussion

Erinnern statt Vergessen - Basis für den Erfolg demokratischer Gesellschaften

Argentinien zwischen gestern und morgen

Jahre nach der Rückkehr zur Demokratie in Argentinien wurden Initiativen zu Aufklärung und Ahndung von Menschenrechtsverletzungen begonnen. Getragen wird die Arbeit u. a. von der so genannten Erinnerungskommission (Comisión por la Memoria).

am
Di 5. Okt. 2004, 19.00 Uhr
Ort
Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung, Tiergartenstraße 35, 10785
mit
Hildegard Stausberg, Die Welt
Vertreter der Erinnerungskommission Buenos Aires
Marianne Zepp, Heinrich-Böll-Stiftung
Hans Altendorf, "Birthler-Behörde"
Prof. Christian Tomuschat, Humboldt Universität, Berlin

Die Aufarbeitung der Vergangenheit bildet eine unerläßliche Grundlage für das Funktionieren einer demokratischen Gesellschaft. So hat man Jahre nach der Rückkehr zur Demokratie in Argentinien Initiativen zu Aufklärung und Ahndung von Menschenrechtsverletzungen begonnen. Vor sechs Jahren wurde das Archiv der Geheimpolizei von Buenos Aires aufgelöst und seit 2000 wird es schrittweise geöffnet. Es enthält umfangreiche Daten über politisch-ideologische Verbrechen gegenüber Männern und Frauen über den Zeitraum eines halben Jahrhunderts. Unter anderem sind dort die Aktivitäten von Genossenschaften, Berufsvereinigungen, Gewerkschaften und Studentenverbänden minutiös dokumentiert. Getragen wird die Arbeit von der so genannten Erinnerungskommission (Comisión por la Memoria). In Deutschland wurden nach dem Zweiten Weltkrieg und der deutschen Wiedervereinigung Erfahrungen im Umgang mit den Verbrechen der NS-Diktatur und des SED-Regimes gesammelt.
Auf Einladung der „Birthler-Behörde, der Heinrich-Böll-Stiftung und der Konrad-Adenauer-Stiftung hält sich eine Delegation der Erinnerungskommission der Provinz Buenos Aires aus Argentinien in Berlin auf, um sich über die in Deutschland gemachten Erfahrungen zu informieren und insbesondere die Arbeit der „Birthler-Behörde“ kennenzulernen. Vor diesem Hintergrund veranstaltet die Konrad-Adenauer-Stiftung gemeinsam mit der Heinrich-Böll-Stiftung am 05. Oktober 2004, 19.00 Uhr in der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung, Tiergartenstraße 35, 10785 Berlin, einen Diskussionsabend zu dem Thema „Erinnern statt Vergessen – Basis für den Erfolg demokratischer Gesellschaften“, bei dem Mitglieder der Erinnerungskommission der Provinz Buenos Aires mit Vertretern von Stiftungen, der „Birthler-Behörde“ und Wissenschaftlern ihre unterschiedlichen Erkenntnisse vorstellen und diskutieren.
Nähere Informationen:
Anja Czymmeck, Team Lateinamerika, Tel.: 030/26996-529,
Fax: 030/26996-563, E-mail: Anja.Czymmeck@kas.de

PROGRAMM

Gemeinsame Diskussionsrunde der Konrad-Adenauer-Stiftung und Heinrich-Böll-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Behörde der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik („Birthler-Behörde“)

Erinnern statt Vergessen - Basis für den Erfolg demokratischer Gesellschaften - Argentinien zwischen gestern und morgen

Zeit: 05. Oktober 2004, 19.00 Uhr Ort: Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung, Tiergartenstraße 35, 10785 Berlin

Begrüßung Frank Priess, Leiter der Abteilung Politische Kommunikation der Konrad-Adenauer-Stiftung, ehem. Landesbeauftragte der KAS in Argentinien Marianne Zepp, Heinrich-Böll-Stiftung, Referentin für Zeitgeschichte

Moderation: Dr. Hildegard Stausberg, Die Welt

Diskussionsteilnehmer Laura Corte, Vizepräsidentin der Erinnerungskommission der Provinz Buenos Aires, Gründungsmitglied der "Madres de Plaza de Mayo" Dr. Patricia Funes, Erinnerungskommission der Provinz Buenos Aires Marianne Zepp, Referentin für Zeitgeschichte der Heinrich-Böll-Stiftung Hans Altendorf, Direktor der Behörde der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR Prof. Dr. Christian Tomuschat, Lehrstuhl für Völker- und Europarecht, Humboldt-Universität, Berlin

Anschließend Diskussion

Schlußwort Dr. Hildegard Stausberg, Die Welt

Umtrunk

ca. 21.30 Uhr Ende der Veranstaltung

Anmeldungen an: Anja Czymmeck M.A., Team Lateinamerika der Konrad-Adenauer-Stiftung, Landgrafenstraße 14, 10907 Berlin, Tel.: 030/26996-529, Fax: 030/26996-563, E-mail: Anja.Czymmeck@kas.de

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© Konrad Adenauer Stiftung e.V.  |  30. September 2004
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