Energiesicherheit in ASEAN

Auf der Suche nach gemeinsamen Lösungen und Antworten auf regionaler Ebene

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In Kambodscha, der PDR Laos, Myanmar und Vietnam steigt die Nachfrage nach Energie aufgrund des Bevölkerungswachstums, rascher Verstädterung und wirtschaftlicher Entwicklung ständig. Um nachhaltiges Wachstum auch weiterhin zu ermöglichen, bedarf es wirksamer politischer Strategien zur Sicherung einer verlässlichen, erschwinglichen und ausreichenden Energieversorgung. In einem vom KAS-Büro in Kambodscha unterstützen regionalen Forum sprach Dr. Peter Hefele, Leiter von KAS RECAP, über die Möglichkeiten und Herausforderungen für eine regionale Zusammenarbeit in Energiefragen.

In den südostasiatische Länder entlang des Mekong wird es auch in den nächsten Jahren einen dramatischen Anstieg der Nachfrage nach elektrischer Energie aufgrund von Verstädterung, Industrialisierung und Bevölkerungswachstum geben. Die Bedarf wird sich nach Schätzungen bis 2030 verdreifachen. Soll dieser stabil, zu erschwinglichen Preisen und in ausreichender Menge befriedigt werden, müssen nationale Reformen des Energiesektors vorangetrieben und die regionale Zusammenarbeit ausgebaut werden. Transformationsstrategien für den nationalen Energiesektor müssen mit grenzüberschreitender Koordination zur Erweiterung und Integration der Energienetze und der Verwaltung von anderen natürlichen Ressourcen, insbesondere Wasser, Hand in Hand gehen.

Um die drängenden Herausforderungen nationaler Energiesysteme und den aktuellen Stand der Zusammenarbeit zwischen den vier Staaten Kambodscha, Laos, Myanmar und Vietnam (CLMV) zu diskutieren, luden das einflussreiche Kamboschanische Institut für Zusammenarbeit und Frieden (CICP) und das Büro Kambodscha der Konrad-Adenauer-Stiftung hochrangige Politiker der kambodschanischen Regierung und Energiebehörden sowie regionale und internationale Experten zu einer Konferenz nach Phnom Penh, Kambodscha ein.

Dabei wurden detaillierte Analysen nationaler Energiemärkte, Szenarien für einen zukünftigen Ausbau der Erzeugung elektrischer Energie aus Wasserkraft und Vorschläge für eine verbesserte gemeinsame Verwaltung staatenübergreifender Wasserressourcen vorgestellt.

Als Vertreter von KAS nahm Dr. Peter Hefele, der Leiter des Regionalprojekts RECAP, teil. In seinem Vortrag ging er auf gegenwärtige Diskussionen über eine tiefere Integration der Energiemärkte im ASEAN-Raum ein. Zahlreiche Dimensionen wie eine effiziente Erschließung von Energiequellen, wirtschaftlicher Mehrwert, regionale Investitionen, der Ausbau erneuerbarer Energien und die Verbesserung des Zugangs zur Elektrizität wurden analysiert. Die Energieunion der Europäischen Union und andere regionale Integrationsprozesse dienen als Referenzbeispiele und bieten wertvolle Lektionen für nächste Integrationsschritte. In seiner Zusammenfassung gab Dr. Hefele Empfehlungen für politische Entscheidungsträger und die Energiewirtschaft in Südostasien. Ein umfangreicher Bericht über die Konferenz wird in nächster Zeit auf der Webseite des CICP verfügbar sein.

Für weitere Informationen über eine zukünftige Energiewende-Strategie für Kambodscha siehe auch die kürzlich veröffentlichte gemeinsame Studie des Enrich Institute / Phnom Penh und KAS RECAP.

Autor

Dr. Peter Hefele

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

China, 28. November 2017

Konferenz zur Energiesicherheit in ASEAN

Ministerialbeamte, Wissenschaftler, regionale und örtliche Experten aus den Bereichen Energie, Wirtschaft, Wasserkraft und Umwelt nahmen an der Konferenz teil.

Kontakt

Dr. Peter Hefele

Leiter des Regionalprojekts Energiesicherheit und Klimawandel Asien-Pazifik

Dr. Peter Hefele
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