Mit Kunst und Kultur gegen den Konflikt im Jemen

Auch verfügbar in English

Mit der Unterstützung der neuen Online-Plattform „Al-Madaniya magazine“ möchte das Regionalprogramm Golf-Staaten der Konrad-Adenauer-Stiftung einen Beitrag für eine differenziertere Sichtweise auf den Jemen leisten, die nicht immer nur den anhaltenden militärischen Konflikt, sondern vielmehr einen friedvollen, künstlerischen Austausch von Jemeniten aus allen Teilen des Landes in den Mittelpunkt rückt.

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Der mittlerweile seit vier Jahren herrschende Bürgerkrieg im Jemen schafft es schon seit langer Zeit nicht mehr auf die Titelseiten internationaler Zeitungen. Drängende Leiden der jemenitischen Bevölkerung, wie Hungersnöte und der Ausbruch einer schweren Cholera-Epidemie, werden immer häufiger zu traurigen Randnotizen medialer Aufmerksamkeit. Internationale Organisationen, wie die Vereinten Nationen, ringen weiterhin mühsam nach einer Lösung des Konflikts. Doch mit dem Scheitern der dritten Mediationsrunde im April 2016 scheint der Frieden im Jemen in weite Ferne gerückt.

Das Yemen Polling Center (YPC), langjähriger lokaler Partner des Regionalprogramms Golf-Staaten, möchte nun mit dem „Al-Madaniya magazine“-Projekt (Al-Madaniya) ein wichtiges Zeichen für Frieden und Aussöhnung im Jemen setzen. Ein Hauptziel der noch jungen, bereits reichlich frequentierten Online-Plattform ist daher, Brücken innerhalb der gespaltenen Bevölkerung zu bauen, indem über Themen berichtet wird, die alle Jemeniten – unabhängig von ihrem persönlichen ethnischen, sozialen oder regionalen Hintergrund – betreffen.

Gleichzeitig will „Al Madaniya“ sowohl Jemeniten als auch der internationalen Leserschaft einen neuen Blickwinkel auf ein faszinierendes Land eröffnen, indem nicht immer nur der militärische Konflikt und menschliches Elend im Zentrum der dargebotenen künstlerischen Werke und Publikationen stehen. Mit der Hervorhebung jemenitischer Kunst-, Kultur- und Zivilgesellschaftsinitiativen und durch die Förderung von Beiträgen junger, aber auch etablierter Schriftsteller, Fotografen und Kreativen, soll so ein friedvoller interkultureller Dialog gefördert werden.

Autoren

Magdalene Strzedulla, Dr. Manuel Schubert

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Jemen, 12. November 2017

Kontakt

Dr. Manuel Schubert

Leiter des Regionalprogramms Golf-Staaten

Dr. Manuel Schubert
Tel. +962 6 59 24 150
Fax +962 6 59 33 087
Sprachen: Deutsch,‎ English,‎ عربي