Justiz und Politik in Lateinamerika – Eine Hassliebe?

NEUES BUCH DER STUDIENGRUPPE FÜR VERFASSUNGSGERICHTSBARKEIT UND GRUNDRECHTE

Auch verfügbar in Español

Die ambivalenten Beziehungen zwischen Justiz und Exekutive waren und sind zentraler Gegenstand sowohl klassischer als auch zeitgenössischer Debatten. Die spanischsprachige Publikation unserer Studiengruppe beleuchtet das Thema im Kontext des lateinamerikanischen Subkontinents.

Das Prinzip der Gewaltenteilung ist zweifelsohne die unabdingbare Grundlage eines jeden Rechtsstaates. Gleichwohl ist eine absolute Trennung von Exekutive und Judikative weder möglich noch wünschenswert. Ziel der Gewaltenteilung ist die wechselseitige Kontrolle und Mäßigung der Machtorgane. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die beiden Gewalten im Sinne der US-amerikanischen Theorie von checks and balances interagieren und in einen Dialog treten. Dieses Konzept wirft jedoch mehrere Folgefragen auf: Welches Ausmaß darf diese Interaktion annehmen? Wann erhält eine der beiden Gewalten ein gefährliches Übergewicht über die andere und wie kann die unabhängige Ausübung der zugewiesenen Kompetenzen garantiert werden?

Das vorliegende Werk sucht und findet Antworten auf diese Fragen für den lateinamerikanischen Raum und versammelt nach Ländern untergliederte Beiträge zur Situation in Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, Kolumbien, Ecuador, Guatemala, Mexiko, Peru und Venezuela, verfasst von den juristischen Expertinnen und Experten unserer Studiengruppe.

erschienen

Kolumbien, 9. Mai 2018