Vernichtung und die Macht der Erinnerung

Januar 27 Dienstag

Datum/Uhrzeit

27. Januar 2015, 18:30 Uhr

Ort

Universität Leipzig, Alter Senatssaal, Rektoratsgebäude, Ritterstraße 26, Leipzig, Deutschland

mit

Prof. Dr. Dr. h.c. Alfred Grosser, Paris; Prof. Dr. Beate Schücking, Rektorin der Universität Leipzig

Typ

Vortrag

Gedenkveranstaltung aus Anlass des 70. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz

Veranstaltungsnr.

B01-2701151

Am 27. Januar 1945 befreiten sowjetische Truppen die letzten Insassen des Konzentrationslagers Auschwitz- Birkenau. Jenes Lager, das mit drei Haupt- und über 40 Nebenlagern zum Zentrum der systematischen Massenvernichtung im Dritten Reich wurde und in dem schätzungsweise über 1,3 Millionen Menschen aus ganz Europa ihr Leben ließen. Die noch nie dagewesene Zerstörung menschlichen Lebens und der Untergang zivilisatorischer Maßstäbe formen die kollektive Identität der Bundesrepublik Deutschland bis heute.

Auschwitz gilt als Synonym für den Holocaust, für Rassenfeindlichkeit und die unfassbaren Verbrechen des NS-Regimes gegen die Menschlichkeit. Der 27. Januar wurde 1996 auf Initiative des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog offizieller deutscher Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus.

Auch 70 Jahre nach der Befreiung des Vernichtungslagers ist die Frage des Gedenkens und Nachdenkens über die moralische Verantwortung noch aktuell. Die Zeitzeugen galten lange als die beste Versicherung gegen Völkerhass, Totalitarismus und Faschismus. Doch diese „lebendigen Erinnerungen“ sind in die Jahre gekommen. Besteht die Gefahr, dass mit dem Sterben der Generation, die den Schrecken noch selbst miterlebt hat, auch die Erinnerung an den Holocaust schwindet?

Häufig bestimmt die Macht der Bilder, wie wir uns erinnern. Wer die Bilder deutet, besitzt Macht über die Erinnerung. Wie wir uns erinnern entscheidet darüber, wie wir die Zukunft sehen. Eine Gesellschaft muss also verstehen, wie Erinnerungsmuster von Generation zu Generation weitergegeben werden.

Mit herzlicher Einladung zu dieser Veranstaltung
Dr. Joachim Klose
Landesbeauftragter der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.
für den Freistaat Sachsen

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Alfred Grosser, Publizist und Soziologe, Paris Ehemaliger Forschungsdirektor an der „Fondation Nationale des Sciences Politiques“ und Lehrstuhlinhaber am Institut d‘études politiques de Paris. Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels für seine Rolle als „Mittler zwischen Franzosen und Deutschen, Ungläubigen und Gläubigen, Europäern und Menschen anderer Kontinente".

Prof. Dr. Dr. h.c. Alfred Grosser © Dontworry, wikimedia

Ansprechpartner

Dr. Joachim Klose

Landesbeauftragter für Sachsen und Leiter des Politischen Bildungsforums Sachsen

Dr. Joachim Klose
Tel. +49 351 563446-0
Fax +49 351 563446-10

Florian Hofmann