Monatsbericht Februar 2011

reiwilliges Soziales Jahr Politik

Der Monat Februar begann gleich mit zwei Veranstaltungsabenden: Am 1. Februar fand im Zwinger die vorletzte Veranstaltung zur Gestörten Ordnung mit Prof. Dr. Hartmut Rosa und dem Thema „Von der Langsamkeit der Landschaft“ statt. Mit seinem Vortrag lieferte Prof. Dr. Rosa einen spannenden Beitrag zum Thema „Entschleunigung im Alltag“.

Gleich am darauffolgenden Abend, dem 2. Februar fand im Stadtmuseum eine Veranstaltung zur Präimplantationsdiagnostik (PID) statt. Das zur Zeit auch im deutschen Bundestag heiß diskutierte Thema, welches nach übereinstimmenden Expertenmeinungen einer gesetzlichen Neuregelung bedarf, stieß auch bei unserer Veranstaltung auf großes Interesse. Der Festsaal des Dresdner Stastmuseums war gut gefüllt, als die Mediziner Prof. Dr. Hermann Hepp, Prof. Dr. Guido Fitze sowie Prof. Dr. Axel W. Bauer ihre Ansichten aus medizinischer Sicht zu diesem Thema darlegten. Für die anschließende Diskussionsrunde standen außer den Medizinern auch Eileen Salzmann, von der Vereinigung „Christdemokraten für das Leben“ (CDL) sowie MdB Michael Kretschmer, Generalsekretär der Sächsischen Union, zur Verfügung. Die Mehrheit der Besucher der Veranstaltung stand der PID kritisch gegenüber, wie den Äußerungen aus dem Publikum zu entnehmen war. Dank der guten Moderation der Veranstaltung durch Dr. Joachim Klose konnten auch in der Diskussion noch sachliche Argumente ausgetauscht werden, obwohl einige Besucher ihren Standpunkt teilweise auch energisch verkündeten.

Welche gesetzliche Regelung der Bundestag nun beschließt, bleibt abzuwarten. Mehrere Gesetzesvorlagen gehen aber in die Richtung, die PID zwar zu verbieten, in besonders begründeten und ausführlich untersuchten Fällen aber Ausnahmen zuzulassen. Für diesen Fall befürchten Gegner der PID einen „Dammbruch“, da sie davon ausgehen, dass die PID, wenn Sie einmal zugelassen ist, schnell weiter verbreitet. Befürworter setzen dagegen, dass die PID im Ausland schon längst praktiziert wird und ein innerdeutsches Verbot hier kaum Wirkung zeigen würde.

Im Büro galt es im Februar unter Anderem die Flyerentwürfe für mehrere Veranstaltungen im Frühjahr Korrektur zu lesen, die Veranstaltungen auf unsere Homepage einzustellen und zu bewerben.

Am 8. Februar schloss Prof. Dr. Jörg Splett dann die Ringvorlesung mit einem Beitrag zum Thema „Paradiesgedanken zwischen Traum und Wirklichkeit“ nochmals vor einem großen Publikum ab. Damit beginnt nun eine kurze Pause unserer aneinander anschließenden Vorlesungen; Mitte März wird eine neue Reihe zum „Jüdischen Leben in Deutschland“ beginnen.

Nachdem wir unsere Veranstaltungsmaterialien nach der letzten Veranstaltung aus dem Zwinger abgeholt hatten, nutzen Praktikantin Sophia Udolph und ich die Möglichkeit, die Materialien auf Vordermann zu bringen. Auch die bei uns im Bürozimmer gelagerten Veranstaltungsmaterialien räumten wir dabei gleich auf; es fanden sich auch einige technische Geräte, die nicht mehr funktionsfähig waren und somit entsorgt werden konnten. So schafften wir Platz unter Anderem für die neuen Flyer, die Ende das Monats kistenweise im Büro eintrafen, um von hier weiterverschickt, bzw. an verschiedene Auslageorte gebracht zu werden.

Eine besondere Veranstaltung fand am 17. Februar im Theater in Görlitz statt: Anlässlich des 75. Geburtstages von Prof. Dr. Wolfgang Böhmer veranstaltete die Konrad-Adenauer-Stiftung eine Festveranstaltung im Theater Görlitz, in der das Wirken Böhmers, der aus der Oberlausitz stammt, gewürdigt wurde. Sophia Udolph und ich begleiteten Dr. Klose am 17. Februar nach Görlitz, um die Durchführung der Veranstaltung zu unterstützen. Da schließlich sogar mehr als 250 Zuschauer in das Görlitzer Theater kamen, wurde in diesem sogar der Oberrang geöffnet, damit alle Zuschauer Platz finden konnten. Eine Laudatio auf das Wirken Böhmers hielt Prof. Dr. Georg Milbradt, ehemals Ministerpräsident des Freistaates Sachsen. In angenehmer Atmosphäre schloss sich daran eine Gesprächsrunde von der Kindheit Böhmers in der Oberlausitz über die Zeiten der Friedlichen Revolution und Böhmers Einstieg in die Politik bis hin zur Reform des Hartz IV Gesetzes an.

Gegen Ende des Monats beschäftigte ich mich noch mit der Vorbereitung einer Stadtrallye in Wroclaw, für das Seminar der Freiwilligen im Freiwilligen Sozialen Jahr im April. Schnell wurde mir deutlich, dass eine solche Vorbereitung aus der Ferne nicht einfach ist, so dass hier auch im März noch genug Arbeit vor mir liegt.

Toni Horn, Absolvent des Freiwilligen Sozialen Jahres Politk im Bildungswerk Dresden der Konrad-Adenauer-Stiftung