Mit Luther unterwegs!

Radtour durch Mitteldeutschland

Der Bericht zur diesjährigen Jugendradtour ...

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Obwohl jeder sein eigenes Tempo hätte fahren können, fuhr die Gruppe meist zusammen

Obwohl jeder sein eigenes Tempo hätte fahren können, fuhr die Gruppe meist zusammen

Auch dieses Jahr war das Bildungsforum Sachsen der Konrad-Adenauer-Stiftung zusammen mit 14 Jugendlichen wieder mit dem Fahrrad unterwegs. Am ersten Tag der Ferien ging es los. Sichtlich müde traf sich die Gruppe am Neustädter Bahnhof. Von dort ging es mit dem Zug nach Eisenach. Anschließend fuhr die Gruppe als erste Aufwärmübung mit dem Fahrrad auf die Wartburg. Dort angekommen wurden die Jugendlichen in Luthers Beziehung zu Deutschland und den Deutschen eingeführt. Als Abschluss des Tages gab es eine Kennlernrunde im Restaurant.

Am Sonntagmorgen stand die erste Etappe nach Erfurt bevor. Ungefähr bei der Hälfte der Tour wurde in Gotha Stopp gemacht um dort das Herzogliche Museum im Schloss Friedenstein zu besichtigen. In Erfurt folgte eine kleine Sightseeing Tour, bei der der Erfurter Dom und die Krämerbrücke besucht wurden.

Am nächsten Morgen stand die Fahrt über Weimar nach Naumburg bevor. In der Kulturhauptstadt konnte man sich mit dem Wirken Luthers, aber auch Goethes und Schillers beschäftigen. In Naumburg angekommen, wurde der weltberühmte Naumburger Dom besichtigt. Dieser war erste Dom mit einem, von Luther vorgeschlagenen, evangelischen Bischof

Die nächste Tagestour sollte mit „nur“ 60km eine entspannte Fahrt werden. Sie führte über Merseburg nach Halle (Saale). Während der Besichtigung des Merseburger Doms sah sich die Gruppe einen Film an, der neben Luthers Handeln in Merseburg auch die Feinde des Reformators und die daraus entstandenen Konflikte und Kriege beleuchtete. In Halle konnte sich jedes Gruppenmitglied dann frei beschäftigen. Die einen gingen ins Kino und andere spielten gemeinsam Gesellschaftsspiele.

Am nächsten Tag fuhren die Jugendlichen erst zu einer interessanten, interaktiven Ausstellung der Franckeschen Stiftung, die sich unter anderem mit individuellen Werten befasste. Doch der Höhepunkt des Tages sollte noch kommen: Nach einer regnerischen Fahrt kam die Kolonne im Kloster Helfta an, in dem die Gruppe nach einem ausgiebigen Mittagessen mit dem Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Dr. Rainer Haseloff zusammentraf. In dem Gespräch ging es neben aktuell politischen Themen auch um Gewissensentscheidungen in Bezug auf Luther. Nach dieser Erfahrung setzte die Gruppe ihre Fahrt nach Bernburg fort.

Wittenberg, das Zentrum der Reformation, war das nächste Ziel. Nach einer Pause In Dessau-Roßlau kam die Gruppe durchnässt in der Lutherstadt Wittenberg an. Die Stadtführung mit dem früheren Pfarrer der Dresdner Kreuzkirche, Joachim Zirkler, wurde aber trotzdem durchgeführt. Er zeigte der Gruppe den Ort des weltbekannten Thesenanschlags und führte sie durch das eigens erbaute Asisi-Panometer. Bis spät abends wurde dann in der Herberge gemeinsam Spiele gespielt.

Die letzte Etappe führte die jungen Radfahrer nach Torgau. Begrüßt wurden sie von der jüngsten Bürgermeisterin Sachsens, der Oberbürgermeisterin Romina Barth. Außerdem besuchten die Jugendlichen den ersten protestantischen Kirchenbau, der voll und ganz nach den Idealen in Bezug auf Architektur und Einrichtung von Martin Luther erbaut wurde. Bei dem letzten gemeinsamen Abendessen konnte man die Fahrt noch einmal Revue passieren und die Tour zusammen ausklingen lassen.

Autor

Johanna Hohaus

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Dresden, 26. Juli 2017