Politische Berichte

Senegambia 2.0?! (15. März 2017)
Wiederentdeckung einer gescheiterten Staatlichkeit

Das kleinste Land Afrikas, Gambia, lässt auf die Euphorie nach dem Wahlsieg Adama Barrows über den 22 Jahre herrschenden Diktator Jammeh nun auch Taten folgen. Das Land öffnet sich außenpolitisch und stößt innenpolitisch zahlreiche Reformen an. Dabei ist die enge Partnerschaft mit dem größeren Nachbarland Senegal auffällig. Inzwischen wird sogar offen diskutiert, ob die 1989 aufgehobene Konföderation zwischen beiden Länder wiederbelebt werden könnte. Mehr>>


"Gambia is back" (3. Februar 2017)
Die Stabilität Gambias liegt im Interesse Senegals

Am 1. Dezember 2016 fanden Präsidentschaftswahlen im vom Senegal umgebenen Gambia statt. Nachdem der Wahlgewinner Adama Barrow am 19. Januar 2017 in der Botschaft Gambias im Senegal vereidigt wurde und am 26. Januar sein Amt in Banjul antrat, bleibt die Frage nach den regionalen Lehren dieses Machtwechsels. Nach 22 Jahren Diktatur möchte Barrow das Land öffnen und ein neues Kapitel in den bilateralen Beziehungen zum Senegal aufschlagen. Mehr>>


Referendum bestätigt Macky Sall nur knapp (22. März 2016)

Die Senegalesen haben sich am 20. März 2016 knapp für die Verfassungsreform ihres Staatspräsidenten Macky Sall ausgesprochen. Gemäß Hochrechnungen verschiedener öffentlicher wie privater Medien haben etwa 62,9 Prozent der Wähler mit JA gestimmt und 37,11 Prozent mit NEIN. Mit nur 40,42 Prozent lag die Wahlbeteiligung der über 5 Millionen Stimmberechtigten jedoch deutlich unter-halb des Niveaus der letzten Präsidentschaftswahl 2012. Mehr>>


Minen und Ressourcen in Senegal: Reich und doch arm (29. Dezember 2015)
Ein Artikel in den KAS Auslandsinformationen

Senegal ist ein von der Natur gesegnetes Land: Gold, Eisen, Marmor, Phosphat, Titan, Zirkon und Erdöl sind auf dem Weltmarkt begehrte Ressourcen. Ihre Förderung und Verarbeitung kann das Land zu einer aufsteigenden Wirtschaftsmacht in Afrika machen. Die sozial verantwortliche Umsetzung dieser Pläne ist von großer Bedeutung für die Stabilität des Landes. Die Gratwanderung zwischen dem erhofften Wirtschaftsboom und einer sozial gerechten Umverteilungsstrategie der Gewinne im Sinne der nachhaltigen, ausgeglichenen und umweltverträglichen Entwicklung sind eine Herausforderung für die Regierung. Mehr>>


Der Prozess von Hissène Habré (3. September 2015)
Ein Wendepunkt in der internationalen Justiz?

„Nieder mit dem Imperialismus, nieder mit dem Neokolonialismus!“ Hissène Habrés Auftreten am ersten Prozesstag verrät alles über seine Verteidigungsstrategie. Von der europäischen Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, steht der 72-jährige ehemalige Präsident des Tschad im Zentrum eines in der Geschichte bisher einmaligen Gerichtsverfahrens. Auf dem Spiel steht nicht nur die Vergangenheitsbewältigung einer vom Bürgerkrieg gezeichneten Nation, sondern auch die Zukunft der internationalen Justiz. Mehr>>


Reaktionen auf das Charlie-Attentat in Senegal (29. Januar 2015 )
Von der Verurteilung des Terrorismus zur Reflexion über Verantwortung von Medien und Politik

Das Attentat auf die Satirezeitschrift Charlie Hebdo am 7. Januar 2015 in Paris hat in Senegal eine Welle von Reaktionen des Entsetzens, der Trauer und der Solidarität hervorgerufen. Der Staatschef Macky Sall, viele gewählte Vertreter und fast alle Medien verurteilen das Attentat. Muslimische und christliche Instanzen verurteilten die Gewalt – mahnten jedoch auch einen verantwortlichen Umgang mit Medien und Respekt vor der Religion an. Besondere Beachtung findet die Frage, ob religiös motivierter Terrorismus auch in Senegal Fuß fassen könnte. Mehr>>


Senegal nach zwei Jahren Regierung Macky Sall (19. Mai 2014)
Stabilität, bessere Regierungsführung, aber wenige sichtbare Erfolge

Der friedliche Machtübergang von Präsident Abdoulaye Wade zu Präsident Macky Sall im April 2012 hat in Senegal hohe Erwartungen geweckt. Sall setzte in seinem Regierungsprogramm fünf Prioritäten: eine landwirtschaftliche Strukturreform, Preissenkungen von Grundnahrungsmitteln, die Beendigung der Energiekrise, die Beilegung des Casamance-Konfliktes und die Verschlankung staatlicher Institutionen. Zu seiner größten Aufgabe gehört aber, die Legitimität des Staates wiederherzustellen. Mehr>>


Lokalwahlen in Senegal 2014, ein Prüfstein für den Präsidenten (12. Mai 2014)
Die Lokalwahlen gelten als Barometer und Kompass für Regierung und Opposition

Die Lokal- und Kommunalwahlen am 29. Juni 2014 stehen im Zentrum des öffentlichen Interesses in Senegal. Im März sollten sie stattfinden, wurden dann jedoch wegen der noch nicht abgeschlossenen Dezentralisierungsreform um ein halbes Jahr verschoben. Am 30. April mussten die Kandidatenlisten vorliegen, sie offenbaren zwar die Zentrifugalkraft der Regierungspartei APR, aber auch deren starke Zersplitterung auf lokaler Ebene. Zersplitterte Parteienlandschaft, umstrittene Dezentralisierungsreform, enttäuschte Hoffnungen: so sind die Lokalwahlen ein Barometer für Regierung und Opposition. Mehr>>


Bildungskrise in Senegal (15. Januar 2014)
Wege für eine Lösung und welche Rolle die Religionen dabei spielen können

Das Bildungsangebot in Senegal ist variantenreich und teilweise unübersichtlich. Die staatlichen Bildungseinrichtungen gelten quantitativ und vor allem auch qualitativ als unzureichend. Formelle und informelle konfessionelle Schulen laufen den staatlichen den Rang ab, viele von ihnen werden von arabischen Ländern finanziert. Besteht die Gefahr eines Elitenkonfliktes zwischen europäisch und arabisch geprägten "Produkten" des Bildungssystems? Mehr>>


Frauen in Senegals Politik und Gesellschaft (27. März 2013)
Priesterin, Prinzessin, Präsidentin?

Trotz verschiedener Diskriminierungsmechanismen in allen Bereichen bietet die Gesellschaft Senegals Grundlagen für eine effektive und effiziente Partizipation der Frauen an politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen. Eine dieser Grundlagen, und nicht die geringste, ist die Stellung der Frauen in der vorkolonialen Geschichte Senegals, in der sie, wie in anderen Ländern Afrikas auch, eine hohe Wertschätzung erfuhren. Sie galten als Fundament der Gesellschaft und übten häufig Funktionen als Priesterinnen und Herrscherinnen aus. Mehr>>


Senegal - ein Völkermosaik (30. Dezember 2012)
Historische und aktuelle Grundlagen eines afrikanischen Integrationslandes

Senegal – das am westlichen Zipfel Afrikas gelegene kleine Land zwischen Sahara und Tropenwald, zwischen Ozean und Savanne, wird von einer Vielzahl an Ethnien und Nationalitäten bewohnt, die in einer bemerkenswerten Harmonie nicht nebeneinander, sondern miteinander leben. Das Völkermosaik Senegal hat sich über Jahrhunderte zusammengesetzt. Fremdenfeindlichkeit ist weitgehend unbekannt, ethnische und religiöse Konflikte ebenfalls. Die historischen, geographischen und soziokulturellen Grundlagen der Entwicklung des Völkermosaiks Senegals werden präsentiert und analysiert. Mehr>>


Senegal nach den Präsidentschaftswahlen 2012 (27. Dezember 2012)
Stabilitätsanker in unruhiger Region

Nach einer unter Hochspannung durchlebten und von Gewalttaten durchzogenen Vorwahl- und Wahlperiode in der ersten Jahreshälfte 2012 ist Senegal auf dem Weg zurück zu einer der stabileren Demokratien des Kontinents. Bislang ein „Puffer‟ in einer geopolitisch angespannten Region, besonders mit Blick auf das Nachbarland Mali, hätte ein Abdriften Senegals zu einer westafrikanischen Katastrophe führen können. Nach den Wahlen wähnt sich das Land nun wieder auf dem Wege der Stabilisierung seiner Demokratie. Senegal muss sich allerdings weiterhin in einem turbulenten Umfeld behaupten. Mehr>>_


Parlamentswahlen in Senegal (9. Juli 2012)
Regierungskonstellation bei geringer Wahlbeteiligung bestätigt

Die Ergebnisse der Parlamentswahlen in Senegal haben niemanden überrascht: Erwartungsgemäß erlangte die Regierungskoalition des Präsidenten Macky Sall eine komfortable Mehrheit und besetzt 119 von 150 Sitzen in der Nationalversammlung. Drei weitere muslimische Parteichefs sind ebenfalls im Parlament vertreten. Der Frauenanteil ist mit 65 Sitzen auf 43 % gestiegen, die Geschlechtergleichheit ist trotz Gesetz noch nicht erreicht. Wie hoch ist jedoch die demokratische Legitimation eines Parlaments, das mit einer Wahlbeteiligung von nur 36,77 % gewählt wurde? Mehr>>



Die Demokratie hat gesiegt! (26. März 2012)
Machtwechsel durch demokratische Wahlen - Freudendemonstrationen nach dem Erdrutschsieg von Macky Sall

Noch sind die Ergebnisse nicht offiziell, sicher ist aber, dass Senegals Präsident Abdoulaye Wade (86) von Macky Sall abgelöst wird, der mehr als 60 % der Stimmen erhielt. Mehr>>


Senegal: Wahlen oder nicht Wahlen? (24. Februar 2012)

Die Präsidentschaftswahlen in Senegal sind für Sonntag, den 26. Februar 2012, anberaumt. Nur ein Teil der 14 Kandidaten hat Wahlkampf geführt, die anderen haben vier Wochen gegen die Kandidatur des Amtsinhabers Abdoulaye Wade demonstriert. Sie bestehen darauf, dass er seine Kandidatur zurückzieht oder dass die Wahlen verschoben werden. Mehr>>


Unruhe vor den Wahlen (1. Februar 2012)

Im Vorfeld der für den 26. Februar 2012 angesetzten Präsidentschaftswahlen gibt es in Senegal derzeit verstärkt Unruhen. Nach der Bekanntgabe der Kandidatenliste durch den Verfassungsrat kam es in Dakar zu Straßenkämpfen, die sich im Rahmen weiterer Demonstrationen des Oppositionsbündnisses M 23 fortsetzen. In Dakar sind mindestens drei Tote zu beklagen, in der nördlichen Provinzstadt Podor gab es zwei Opfer. Mehr>>


Senegal vor den Wahlen (2. Dezember 2011)
Eine afrikanische Vorzeigedemokratie am Scheideweg

Am 26. Februar 2012 wird in Senegal gewählt. Drei Monate vor den Präsidentschaftswahlen ist die politische Lage in dem westafrikanischen Land so angespannt wie lange nicht mehr. Der 87-jährige Staatschef Abdoulaye Wade will zum dritten Mal kandidieren. Experten streiten darüber, ob die Verfassung ein drittes Mandat überhaupt zulässt. Der Opposition gelingt es nicht, sich auf einen gemeinsamen Kandidaten zu einigen. Viele Menschen sind unzufrieden und wollen einen Wechsel an der Spitze ihrer Regierung. Der Ausgang der Wahlen ist derzeit kaum vorhersehbar. Verschiedene Szenarien sind möglich. Mehr>>


Volksaufstand in Senegal (29. Juni 2011)
Massenproteste zwingen Regierung zur Rücknahme eines Gesetzesentwurfs

Jasminduft nun auch in Dakar? Hat die Revolutionsdynamik des Maghreb die Sahara überquert? Der Volksaufstand in Senegal am 23. Juni scheint diese Vermutung zu bestätigen. Zehntausende Menschen protestierten in Dakar vor der Nationalversammlung. Tausende gingen auch in den Regionalhauptstädten auf die Straße. Hunderte demonstrierten in Paris, Montreal und Washington vor den senegalesischen Botschaften. Mehr>>


Maghreb in Aufruhr, Westafrika instabil: Droht eine Ausweitung der Konflikte auf den Senegal? (9. Februar 2011)

Die Revolutionen im Maghreb haben in Senegal zu der Befürchtung geführt, sie könnten die Sahara überschreiten und auf das eigene Land übergreifen. Nun ist Präsident Abdoulaye Wade nicht der Tunesier Ben Ali. Und obwohl er ebenfalls die 80 Jahre längst überschritten hat und seinen Sohn Karim gerne als Nachfolger im Präsidialamt sähe, ist Wade auch nicht der Ägypter Hosni Mubarack. Doch auch Moustapha Niasse, Oppositionspolitiker und früherer Premierminister Wades, fürchtet Unruhen. Anlässlich der Flucht von Ben Ali sagte er: „Das, was die Tunesier getan haben, das können die Senegalesen auch." Mehr>>


Demokratie und Sprachenpolitik (30. November 2010)
Bürgernähe durch Verfassungsnähe

Nur 10 % der Bevölkerung Senegals sprechen fließend Französisch und nur ca. 30-40 weitere Prozent verstehen die Sprache der ehemaligen Kolonialmacht, die einzige offizielle Sprache des Landes ist. Der gesamte formelle Sektor und alle administrativen Vorgänge, Lehre und Forschung finden auf Französisch statt. Die am weitesten verbreitete Sprache in Senegal ist jedoch Wolof, die von mehr als 95 % der Bevölkerung verstanden wird. Die Publikation der senegalesischen Verfassung auf Wolof ist daher ein wichtiger Schritt im Hinblick auf die demokratische Partizipation an der Basis. Mehr>>


Recht haben oder Resultate? (19. April 2010)
Der schwierige Kampf gegen Mädchenbeschneidung in Senegal

Bis heute ist die Mädchenbeschneidung in vielen Teilen Senegals an der Tagesordnung. 28 % der senegalesischen Frauen sind beschnitten. Der Kampf gegen diese Praxis erweist sich als langwierig und erfährt viele Rückschläge. Die Gesetzgebung ist eindeutig: den Beschneiderinnen und den Eltern der Mädchen drohen harte Haftstrafen. Jeoch: Abschreckung allein durch hohe Strafen scheint nicht zu wirken, deshalb setzen viele NGOs und jetzt auch die Regierung auf verstärkte Sensibilisierung. Eine Mitarbeiterin drückte es so aus: Wollen wir Recht haben oder Resultate? Mehr>>


Denkmal sorgt für politisch-religiöse Spannungen (7. Januar 2010)

Eine gegen die Kirche gerichtete Äußerung des Staatspräsidenten Senegals sorgte in den letzten Tagen des Jahres für Aufregung bei der christlichen Minderheit Senegals und führte zu einer Welle von Solidaritätsbekundungen von Seiten der muslimischen Landesbewohner. Dieser diplomatische Zwischenfall zwischen Regierung und Kirche hätte in anderen Ländern einen religiösen Konflikt auslösen können, in Senegal jedoch wurde er zum Zeugnis der soliden Kohäsion der religiösen Gemeinschaften. Gleichzeitig legte er die gespannten Beziehungen zwischen Regierung und Opposition und religiösen Führern offen. Mehr>>


Die Casamance: Das Feuer lodert wieder (29. Oktober 2009)
Sechs Tote Anfang Oktober in der Region Sédhiou - Reflexionen zur aktuellen Lage

Seit der Unabhängigkeit des Senegals im Jahr 1960 herrscht tiefes Misstrauen gegenüber der Regierung. Bedingt durch die noch überwiegend zentralistische Verwaltungsstruktur des Senegals haben regionsfremde Ethnien, wie die Wolof, maßgeblichen Einfluss auf das Geschehen in der Casamance. Dies ruft ein Gefühl der Bevormundung und Unterdrückung bei der Bevölkerung hervor. Ferner wirft ein Teil der Bevölkerung der Casamance der Regierung vor, die Region zu vernachlässigen. Mehr>>


Guinea Bissau: Präsident ermordet, Verfassung bleibt in Kraft (5. März 2009)
Einsetzung eines Übergangspräsidenten mindert Senegals Befürchtung vor Auswirkungen auf die Casamance

Der Präsident Guinea Bissaus, Joao Bernardo Vieira, ist tot. Er wurde in der Nacht vom 2. März von Soldaten ermordet, als er versuchte, vor einem Militärangriff aus seinen Präsidentenpalast zu fliehen. Mehr>>


Hohe Haftstrafen nach Unruhen in Kedougou (30. Januar 2009)
Rechtsstaat im Senegal auf dem Prüfstand

Neunzehn Verurteilungen von fünf bis zehn Jahren für die Teilnahme an gewalttätigen Demonstrationen in Kedougou, der südöstlichen Regionalhauptstadt Senegals, sorgen in den ersten Wochen des neuen Jahres für eine heftige Polemik. Mehr>>


Islam und Demokratie in Senegal (29. Januar 2008)
Beitrag in KAS Auslandsinformationen 12/2008

Die senegalesische Verfassung garantiert die Religionsfreiheit, das Prinzip der Trennung von Staat und Religion ist in ihr verankert. Parteiengründungen unter religiösem Vorzei-chen sind nicht zugelassen. Als im Vorfeld des Referendums über Verfassungsänderungen vor einigen Jahren die Bezeichnung „Laizismus“ aus dem Text gestrichen werden sollte, ging ein Aufschrei der Empörung durch die senegalesische Bevölkerung. Journalisten, Politiker und gesellschaftliche Verantwortungsträger befürchteten ein Abgleiten des Staates in Richtung einer islamischen Republik und malten das Schreckensgespenst einer von Mollahs beherrschten Gesellschaft an die Wand. Der Vorschlag wurde unverzüglich zu-rückgenommen, so dass der Laizismus formal weiter Bestand hatte. Informell haben sich die senegalesische Politiker seit Anfang des 20. Jahrhunderts mit Geschick den Einfluss der religiösen Führer zu Nutzen gemacht: in vielen Fällen beeinflusst die religiös motivierte Stimmabgabe die Wahlergebnisse maßgeblich. Hier soll versucht werden, die komplexen Interaktionen zwischen Islam, Gesellschaft und Politik und die Auswirkungen der Religion auf die Ausübung der Demokratie in Senegal darzustellen. Mehr>>


Regierung Senegals gerät nach Schiffskatastrophe ins Wanken (7. Oktober 2002)
Rücktritt zweier Minister, Präsident kündigt harte Sanktionen an

Drei Tage nach der schwersten Schiffskatastrophe Senegals traten der Transport- und der Verteidigungsminister zurück, ihre Ressorts waren unmittelbar für die Ursachen des Unglücks verantwortlich. In einer beispiellos ungeschminkten Ansprache an die senegalesische Nation am 1. Oktober versprach Staatspräsident Abdoulaye Wade genaue Untersuchungen der Ursachen der Katastrophe und kündigte exemplarische Sanktionen für die Verantwortlichen auf allen Ebenen an. Wade prangerte in seiner Ansprache vor allem die Unsitten der senegalesischen Gesellschaft an, deren Zusammenspiel zu dem Drama geführt haben: Nachlässigkeit, mangelndes Verantwortungsgefühl, Gleichgültigkeit und rücksichtsloses Profitdenken. Diese Unsitten seien in allen Gesellschafts- und Berufsklassen zu finden. Wade rief die gesamte Nation zum Umdenken auf und sagte, nur durch eine grundlegende Veränderung der Einstellungen und Handlungsweisen könnten in Zukunft ähnliche Katastrophen verhindert werden. Mehr>>


Léopold Sédar Senghor - Staatsmann, Humanist und Dichter (1. April 2002)
Beitrag in KAS Auslandsinformationen 2002

Mit dem im Dezember 2001 verstorbenen Leopold Sédar Senghor verliert nicht nur Senegal den Begründer seiner Demokratie, sondern auch Afrika einen herausragenden Philosophen sowie, darüber hinaus, der gesamte französischsprachige Kulturkreis einen seiner profiliertesten Dichter, Denker und Humanisten. Mehr>>