#ICOUNT

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2019 werden in Südafrika allgemeine Wahlen stattfinden, um die neue Nationalversammlung und die Provinzversammlungen zu wählen. Jeder erwachsene Südafrikaner verfügt über ein Wahlrecht, muss sich aber registrieren lassen, um an den Wahlen teilnehmen zu können. Unter dem Motto #ICOUNT veranstaltete die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) in Partnerschaft mit HDI For Good Seminare in verschiedenen Schulen in Johannesburg zum Thema des Wählens in Südafrika.

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Ntsali and Pule playing Thandi and Sipho during #ICOUNT

Ntsali und Pule spielen Thandi und Sipho während #ICOUNT

2019 werden in Südafrika allgemeine Wahlen stattfinden, um die neue Nationalversammlung und die Provinzversammlungen zu wählen. Jeder erwachsene Südafrikaner verfügt über ein Wahlrecht, muss sich aber registrieren lassen, um an den Wahlen teilnehmen zu können. Unter dem Motto #ICOUNT veranstaltete die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) in Partnerschaft mit HDI For Good Seminare in verschiedenen Schulen in Johannesburg zum Thema des Wählens in Südafrika.

Das #ICOUNT Seminar hatte als Ziel, Schüler mit Informationen über Demokratie und den Wahlprozess zu befähigen, sowie die Bedeutung des Wahlakts zu verdeutlichen. Das Seminar fand in der Form eines interaktiven Rollenspiels statt, welches mit einer offenen Fragerunde endete und sich auf Informationsmaterial stützte. Für die kommenden Wahlen in 2019 ist es wesentlich, Erstwähler mit Informationen über das ablaufen der Wahlen und die Wichtigkeit des Wählens auszurüsten. Das Seminar bemühte sich den Schülern zu beweisen, dass sie Ursprung von Veränderungen sein können. Jede wahlberechtigte Person hat die Macht seine Stimme zu benutzen, um die Partei/ Persönlichkeit seiner Wahl zu unterstützen. Wer mit gegenwärtiger Regierung und gesellschaftlichen Verhältnissen nicht zufrieden ist, muss sein Wahlrecht ausüben, um eine Partei zu unterstützen, welche sein Interesse am besten verteidigt.
Dementsprechend fokussiert das Seminar auf den grundlegenden Eigenschaften des Wahlrechtes, dass jede persönliche Meinung durch eine freie und geheime Stimme vertretet werden kann, und erinnerte zudem an das historische Vermächtnis, welches vom allgemeinen Wahlrecht in Südafrika nicht zu trennen ist.

Ntsali und Pule, beide Schauspieler, leiteten das Seminar indem sie die Rollen von Thandi und Sipho spielten, zwei Erstwähler, die sich an verschiedenen Momenten der südafrikanischen politischen Geschichte, Fragen über das Wählen stellen. Thandi und Sipho'' diskutieren Pros und Kontras des Wählrechts und hinterfragen den Wahlprozess. Diese Diskussionen stimulieren aktive Teilnahme der Schüler und finden in drei Zeitfenstern statt: Juni 1976 während des Höhepunktes der Apartheid, als die meisten Südafrikaner nicht wahlberechtigt waren, 1994 während den ersten demokratischen Wahlen und 2019, das Jahr der kommenden entscheidenden Wahlen, für welche die angesprochenen Schüler zum ersten Mal Wählen werden. Das Seminar, um diese drei Schlüsselmomente gegliedert, ermöglichte den Schülern und baldigen Erstwählern über das Wählen nachzudenken, sowie sich der Verantwortung, die das Wählen mit sich bringt, bewusst zu werden.

Durch das Motto „ICOUNT“ konnte das Seminar einen Fokus auf das Recht auf Meinungsfreiheit und Meinungsäußerung setzen, und so regelmäßig die Wichtigkeit des Wählens betonnen. Das Seminar erlaubte zudem eine Möglichkeit des kritischen Denkens über Wahlen und Wählen. Ntsali und Pule bemühten sich stets, Schüler zur Teilnahme aufzufordern, indem sie die Schüler mit den Figuren Thandi und Sipho oder mit Schulkameraden debattieren ließen. Während dieser Debatten wurde des Öfteren Kritik an das Wahlrecht geübt, was zu hitzigen Diskussionen führen konnte. Diese Diskussionen bekräftigten das Seminar in seiner Nützlichkeit, insofern auf die geäußerten Kritiken stets geantwortet wurde und so ein generelles Wiederlegen der Kritik am Wählen ermöglicht wurde. Es waren die Schüler selbst, die die Kritiken ihrer Kameraden wiederlegten und so konnte das Verstehen der Wesentlichkeit des Wählens von allen Schülern garantiert werden, da sie sich eigenständig dieser bewusst gemacht hatten.

Das Seminar, das an der Sandtonview School gehalten wurde, kann als Beispiel dienen. Hier verteidigten Schüler stark auseinandergehende Meinungen und blieben fähig diese mit annehmbaren Argumenten zu untermauern. Durch Diskussion erreichten diese Schüler einen gewissen Konsens, welcher die Wesentlichkeit der Wahlen anerkannte, auch wenn diese oft zu Enttäuschungen führen können. Durch diesen Diskussionsprozess versicherte das Seminar die Teilnahme und den Enthusiasmus aller Schüler.

In einer späteren Phase lieferte das Seminar den Schülern praktische Informationen über die notwendigen administrativen Voraussetzungen um in Südafrika wählen zu können. Da die Südafrikanische Prozedur, die einem zum Wählen berechtigt, sehr kompliziert sein kann, empfanden die Schüler diese Informationen als sehr nützlich. Eine offene Fragerunde beendete das Seminar. Hier wurden technische Einzelheiten besprochen oder bereits angesprochene Thematiken aufgeklärt. Nancy Msibi, Vertreterin der KAS, unterstützte das Seminar durch ihre klaren und hilfreichen Antworten auf Anfragen der Schüler.

Die Stärken dieses Seminars lagen in dem klaren Verhältnis, das es zwischen der Wesentlichkeit des Wählens und der Meinungsfreiheit aufzeichnete, sowie in dem Anführen von praktischen Informationen zum Wahlverfahren.

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Republik Südafrika, 13. Oktober 2017

Kontakt

Nancy Msibi

Programmbeauftragte

Nancy Msibi
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Fax +27 11 214 29 13/14
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