Neue KAS-Forschungsassistentin Petida Chomphoo stellt sich vor

Mein Name ist Petida Chomphoo und ich freue mich, mich als neue Forschungsassistentin der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) in Johannesburg vorstellen zu dürfen. Zurzeit bin ich Masterstudentin im Bereich International Management in Fulda und beende mit Abschluss des Forschungsaufenthaltes bei der KAS dieses Studium. Meinen Bachelor habe ich in Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Tourismus abgeschlossen. Als Kreistagsabgeordnete und jahrelanges Mitglied der CDU und JU hege ich schon seit jeher eine besondere Nähe zur Konrad-Adenauer-Stiftung und ihrem politischen Bildungsauftrag.

Ich bin davon überzeugt, dass die politische Bildung sowie die christlich-demokratische Wertevermittlung zu einer Verbesserung der politischen, sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Lebensgrundlagen eines Landes führen.

Aufgrund meines akademischen Hintergrundes liegt eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung im Zentrum meines Interessenfeldes. Das Schwellenland Südafrika weist sowohl Strukturen eines Industrielandes als auch die eines Entwicklungslandes auf und ist infolgedessen ein für mich hochinteressantes Forschungsgebiet, welches noch durch künftige politische und wirtschaftliche Veränderungen geprägt sein wird. Nachdem ich in Afrika bereits erste betriebswirtschaftliche Erfahrungen in Tansania sammeln durfte, bin ich vor allem auf das Thema des Außenhandels und der Handelspolitik afrikanischer Länder aufmerksam geworden. Durch die KAS habe ich nun die Möglichkeit eigenständige Recherchen über die deutsch-südafrikanischen Handelsbeziehungen durchzuführen. Hierzu möchte ich die Entwicklungen des Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (WPA) hinsichtlich ihrer nachhaltigen, ökologischen und gerechten Aspekte untersuchen, die sowohl Südafrika als auch der Europäischen Union zugutekommen. Derzeit sind die südafrikanisch-europäischen Handelsbeziehungen von größter Bedeutung für die südafrikanische Wirtschaft. 38,5 Prozent von Südafrikas Handelsvolumen werden mit der EU abgewickelt. Innerhalb der EU zählt Deutschland zu den wichtigsten Handelspartnern. Dabei möchte ich untersuchen, ob die gesetzten Ziele der Regionalintegration, des Wirtschaftswachstums und der Armutsbekämpfung erfüllt werden.

Darüber hinaus bietet mir die KAS die Möglichkeit die Arbeit der politischen Bildung und Fortbildungen kennenzulernen. Hierzu werde ich bei der Organisation und der Planung von Aktivitäten der politischen Bildung assistieren sowie auch ein Projekt eigenständig durchführen. Ich werde die Gelegenheit erhalten im Politikunterricht der Oberstufe der Deutschen Internationalen Schule Johannesburg (DSJ) über Politikstrukturen in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung von Jugendparteiorganisationen sowie meiner Arbeit als Kreistagsabgeordnete zu referieren. In der anschließenden Diskussion wird ein Vergleich zu Südafrika gezogen und dabei die Bedeutung der politischen Teilhabe und des Engagements junger Leute in den Mittelpunkt gestellt. Diese Aufgabe und Herausforderung reizt mich besonders und ich hoffe, dadurch junge Menschen für Politik begeistern und einen Erfahrungsaustausch initiieren zu können.

Ich freue mich sehr auf die zukünftige Arbeit und über die Chance einen Einblick in das südafrikanische politische System und die Kultur erhalten zu können sowie einen persönlichen Beitrag zur Arbeit der KAS leisten zu können.

erschienen

Republik Südafrika, 22. Januar 2018