Expertengespräch: Wie kann der Verkehr in der Kommune emmissionsfrei werden?

Elektromobilität und alternative Antriebe

Hier finden Sie Impressionen unserer Elektromobilität-Veranstaltung im Dreiländermuseum Lörrach vom 10.7.17 sowie die Berichte der Oberbadischen und der Badischen Zeitung.

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Referenten

Gerhard Stryi-Hipp, Steffen Bilger MdB, Büroleiter Thomas Wolf und Dipl.-Ing. Gerd Burkert

Die Zukunft gehört der Elektromobilität?!

Expertengespräch Elektromobilität und alternative Antriebe
Montag, 10. Juli 2017 im Dreiländermuseum in Lörrach

Die Zukunft gehört der Elektromobilität?! Ja, denn sie erscheint alternativlos, so der Tenor des Expertengesprächs vom Montag, 10. Juli in Lörrach. An die 40 Gäste waren auf Einladung des Regionalbüros Südbaden der Konrad-Adenauer-Stiftung ins Dreiländermuseum gekommen. Die Schirmherrschaft hatte der Bundestagsabgeordnete Armin Schuster übernommen. Zusammen mit dem CDU-Verkehrsexperten Steffen Bilger (MdB), Gerd Burkert (Dipl.-Ing.) von der Energie-Agentur des Landkreises Konstanz und Gerd Stryi-Hipp vom Fraunhofer-Institut in Freiburg wurden elektrische Antriebe unter der Moderation von KAS-Büroleiter Thomas Wolf aus Freiburg diskutiert.
Die Zunahme des Verkehrsaufkommens, so Bilger, erfordere Vernetzung durch intelligente Systeme und Fortbewegung mit sauberen Antrieben, um das Problem steigender Emissionen zu lösen. Schuster sieht die deutschen Autobauer in der Pflicht, die Entwicklung der Mobilität in Zukunft nicht etwa Tesla zu überlassen. Zum einen sei der Auto- und Motorenbau eine der deutschen Königsdisziplinen, zum anderen passe gerade die Elektromobilität mit ihrer zukunftsorientierten Ausrichtung und ihren Innovationsmöglichkeiten zum Südwesten, aber zum Dreiländereck im Besonderen, so Schuster.

Das E-Bike als Erfolgsmodell, das E-Auto als Ladenhüter? Reichweite und Kosten sind schnell als Hemmschuhe ausgemacht, aber halten diese Vorurteile den heutigen Fakten stand? Nein, so Stryi-Hipp und Burkert. Auch real seien die Reichweiten inzwischen derart entwickelt, dass sie für den normalen Gebrauch ausreichten. Die meisten zurückgelegten Strecken lägen im zweistelligen Kilometerbereich und ließen sich mit elektrischen Antrieben bereits heute problemlos bewältigen. Unterwegs aufzuladen sei meistens nicht nötig, denn dies geschehe häufig in der heimischen Garage. Die jahrzehntelange Prägung auf den Verbrennungsmotor zeige, das Umdenken hin zum elektrischen Antrieb sei oft (r)eine Kopfsache. Auch das Argument, die Technologie sei nur für Besserverdienende, erscheint mit Blick auf die Carsharing- Angebote in den Städten und Kleinstädten relativiert. Hier steigt Bilger ein, der eine Veränderung in der Nutzung der Autos als notwendig erachtet. Nicht jeder bräuchte und wolle ein eigenes Auto, besonders in Städten und Ballungsräumen.

Kritisch äußerten sich die Gäste im Anschluss der Kurzreferate und ließen eine fruchtbare Diskussion entstehen. Wie sich Zuliefererbetriebe in Zukunft behaupten könnten, wollte ein Interessierter wissen. Im Gegensatz zum klassischen Verbrennungsmotor bestehe der Elektromotor aus deutlich weniger Teilen, deren Herstellung und Montage weniger Arbeitskraft erfordere. Das Recycling der Batterien wurde ebenso thematisiert, wie die Frage nach den Stromkapazitäten, würden alle nachts zu Hause laden. Kritisch hinterfragt wurde auch die Erzeugung der Energie. Mit Fachwissen punktete ein Gast, der die Grundlagen von Wechsel- und Gleitstrom erklärte. Sie sind für den praktischen Gebrauch der E-Autos unerlässlich.

Ralph Fautz

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Freiburg, 13. Juli 2017

S. Bilger und A. Schuster

Referent Steffen Bilger MdB und Schirmherr Armin Schuster MdB

Kontakt

Thomas Wolf

Leiter des Regionalbüros Südbaden des Politischen Bildungsforums Baden-Württemberg

Thomas Wolf
Tel. +49 761 1564807-2
Fax +49 761 1564807-9
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