Religionen vor den Herausforderungen der Moderne

World Religions Club

Die Workshopsserie "World Religion Club" wurde bereits im sechsten Jahr in Folge von der KAS in Zusammenarbeit mit dem Caucasus Institute for Peace, Democracy and Development durchgeführt. Die Workshopsserie endete mit der Buchpräsentation: „Religionen vor den Herausforderungen der Moderne."

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Religionen vor den Herausforderungen der Moderne

Die Workshopsserie "World Religion Club" wurde bereits im sechsten Jahr in Folge von der KAS in Zusammenarbeit mit dem Caucasus Institute for Peace, Democracy and Development durchgeführt. Die Workshopsserie endete mit der Buchpräsentation: „Religionen vor den Herausforderungen der Moderne.“

Die Workshop-Serie hatte innerhalb von sechs Jahren fast dreihundert Teilnehmer, denen die Möglichkeit gegeben wurde mit Experten aus verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen und Vertretern von Religionsgemeinschaften über religiöse Vielfalt, Toleranz und friedliche Koexistenz zu diskutieren. Darüber hinaus konnten die Teilnehmer die Ansätze der in Georgien existierenden Religionsgemeinden beleuchten.

Jedes Thema wurde zunächst von einem Religionswissenschaftler in der Gruppe bearbeitet und abschließend wurden Vertreter der jeweiligen Religionsgemeinschaften eingeladen. Christentum, Islam, Judentum, Hinduismus und Buddhismus waren die Hauptthemen der Workshop-Serie. Die Referenten hielten Vorträge über die Grundkonzepte der verschiedenen Religionen, welche durch lebhafte Diskussionen und Analysen begleitet wurden.

In der Abschlussphase konnten die Studenten freiwillig ein Essay zu den folgenden Themen schreiben. z.B.

  • Religion in hundert Jahren
  • Ich und Religion
  • Meine Religion

Hintergrundinformationen wurden mit geschichtlichen Diskursen und aktuellen Entwicklungen verbunden. Im Rahmen von Exkursionen hatten die Teilnehmer auch Gelegenheit unterschiedliche Glaubensgemeinschaften zu besuchen und sich entsprechende Filmpräsentationen anzusehen.

Das Buch umfasst sieben Artikel über die aktuellsten Probleme der Religionen. Darunter sind:

  • John Binns – Prospect: a cautious reforming
  • Judith Butler – Is Judaism Sionizm?
  • Lawrence S. Cunningham – The contemporary Catholic Church
  • Olivier Roy – Islam and Secularization
  • Robert J. Stephens - Hinduism In Independent India, Fundamentalism and Secularism Jay L. Garfield – Buddhism and Modernity,
  • Clyde Wilcox & Ted G Jelen – Religion and Politics in an open market, Religious mobilization in the United States

Zum Thema:

Georgien befindet sich weiterhin in einer innergesellschaftlichen, interreligiösen und interethnischen Konfliktsituation. Die Bevölkerung des Landes ist multiethnisch und multireligiös aufgestellt, allerdings dominiert im Staatsverständnis die georgische Ethnie und die Orthodoxie. 84 Prozent der Bevölkerung bekennt sich christlich-orthodox zu sein (Umfragen 2015). Diese Dominanz spiegelt sich in den verschiedenen Konflikten wider. Vor allem zwischen den religiösen Minderheiten und orthodoxen Kirchenmitgliedern. Von daher ist ein friedliches Zusammenleben in multiethnischen und multikonfessionellen Umfeld von großer Bedeutung. Im westgeorgischen Adscharien gibt es neben der georgisch-orthodoxen Glaubensgemeinschaft eine signifikante muslimisch-sunnitische Minderheit, die südgeorgische Region Samtskhe Javakheti ist mehrheitlich von armenisch-apostolischen Christen besiedelt. Die Förderung des Verständnisses für Vielfalt und Toleranz, insbesondere in der neuen, jungen Generation, ist vor diesem Hintergrund eine wesentliche Voraussetzung für den gesellschaftlichen Frieden und Zusammenhalt in Georgien.

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Tbilisi, 31. Juli 2017