100 Jahre nach der Oktoberrevolution

„100 Jahre nach der Oktoberrevolution“ – so hieß die Diskussion und anschließende Ausstellung, die von der Konrad-Adenauer-Stiftung Südkaukasus in Kooperation mit der deutschen Bundesstiftung Aufarbeitung und dem Georgischen Nationalmuseum ins Leben gerufen wurde.Die Ausstellung wurde sowohl ins Armenisch als auch in Georgische übersetzt und mit den jeweiligen Ländernarrative ergänzt.

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COMMUNISM AFTER 100 YEARS

Der Grundgedanke der Ausstellung ist es, die Geschichte des Kommunismus neu zu hinterfragen. Das Ende der Sowjetunion war nicht der Anfang von Demokratie und Pluralismus, sondern die Ouvertüre der Putinschen Ordnung, so Jörg Baberowski in seiner Rede „Zwischen Furcht und Faszination. Die Sowjetunion im Zeitalter der Moderne.“ – welche mit anderen ideologischen Mixturen als weltpolitische und kulturelle Gegenspielerin des Westens auftritt. Vor diesem Hintergrund wurde die Diskussion zum Kommunismus in seiner Epoche neu bewertet und die Thesen zum „Ende des Kommunismus“ neu definiert.
Ein zweiter Teil der Diskussion widmete sich der georgischen Sowjetgeschichte. Dabei haben mehrere georgische und internationale Geschichtswissenschaftler die Ära von Stalin geschildert und in der Gesellschaft verbreitete Mythen über Stalin kritisch aufgegriffen und bewertet. Folgende Aspekte des Kommunismus in Georgien wurden während der Diskussion fokussiert: Sowjetisierung und Okkupation Georgiens, Industrialisierung und Kollektivierung, die Ära des großen Terrors, Stalinkult, das Chruschtschow´sches „Tauwetter“ und Stagnation, das Unerwartete Ende der Sowjetunion und ihrer Kultur. Letzteres wird durch den so.g. Sozrealismus (Sozialistischer Realismus) verkörpert, welcher eine ideologisch begründete Stilrichtung der Kunst des 20. Jahrhunderts darstellt.

Program

17:30-17:45 Opening

  • Dr. Thomas Schrapel, Director of the Konrad-Adenauer-Stiftung, South Caucasus Office
  • Her Excellency Amb. Heike Peitsch, Ambassador of the German Federal Republic to Georgia
  • Dr. David Lordkipanidze, General Director of the Georgian National Museum

17:45-18.15 Keynote Speaker

Between Anxiety and Fascination. Soviet Union in Modernity

  • Prof. Jorg Baberovski, Humboldt University, Berlin

18.15– 18.30 Art and Power in Totalitarianism

  • Sarah Caroline Matuschak, Humboldt University, Berlin

18.30– 19.00 Soviet Georgia

Economics in the Soviet Georgia, Prof. Otar Janelidze, Tbilisi State University

Myths about Stalin, Prof. Timothy Blauvelt, Ilia State University, Tbilisi

Teaching History in Soviet Georgia, Prof. Oliver Reisner, Ilia State University, Tbilisi

Moderator: Lasha Bakradze, Ilia State University, Tbilisi

19.00 –19.30 Sum up and Discussion

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Tbilisi, 7. November 2017

კომუნიზმი 100 წლის გადასახედიდან

Kontakt

Dr. Thomas Schrapel

Leiter des Regionalprogramms Politischer Dialog Südkaukasus

Dr. Thomas Schrapel
Tel. +995 32 245 91 11
Fax +995 32 224 01 03
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