Multiplikatoren politischer Bildung aus Georgien und Armenien

Besuch in Berlin und Dresden

Die Konrad-Adenauer-Stiftung hat diese Woche Lehrer und Dozenten aus Armenien und Georgien eingeladen, Schwerpunkte der politischen Bildungsarbeit und die zugehörigen Institutionen kennenzulernen.

Politische Bildung gehört zu den Kernaufgaben der Konrad-Adenauer-Stiftung in Deutschland und spielt auch bei den internationalen Aktivitäten eine herausragende Rolle. Im Rahmen des Regionalprogramms „Politischer Dialog Südkaukasus“ begannen 2017 in Georgien und der Republik Armenien jeweils mittel- und langfristig angelegte Projekte dazu. Dabei geht es um die Unterstützung politischer Bildungsarbeit zunächst im schulischen Bereich. In Georgien wollen wir mit unseren Angeboten die Ausbildung für Lehrer im Schulfach „Politische Bildung“ unterstützen und arbeiten dort mit Universitätsdozenten zusammen. In Armenien wird derzeit in enger Zusammenarbeit mit dem Bildungsministerium das Lehrbuch für das Schulfach „Gesellschaftskunde“ überarbeitet und neu verfasst. Parallel dazu werden Lehrer dieses Faches bereits auf der Grundlage der überarbeiteten Kapitel des Lehrbuchs weitergebildet. Kooperationspartner für die inhaltliche Überarbeitung sind dabei ebenfalls Dozenten der Universität sowie Methodik-Experten. Langfristiges Ziel der KAS-Aktivitäten in beiden Ländern soll es sein, dass neben der Unterstützung bei der Lehrerausbildung und mithin dem obligatorischen Unterricht auch ein Verständnis darüber entwickelt wird, wie nachhaltige Ergebnisse in der politischen Bildungsarbeit durch außerschulische Institutionen effektiver erreicht werden können. Hier kann die Bundesrepublik auf gute Erfahrungen und existierende Institutionen wie Bundes- und Landeszentralen für Politische Bildung, aber auch die Politischen Stiftungen selbst verweisen. Das Interesse der Teilnehmer an diesen Strukturen ist außerordentlich groß. Mit der Unterstützung und dem Ausbau von politischer Bildungsarbeit sollen letztendlich auch die Zivilgesellschaften in beiden Ländern gestärkt werden. Auch sollen Organisationsstrukturen und die öffentliche Finanzierung politischer Bildungsarbeit in Deutschland dargestellt und konkret erfahrbar gemacht werden.

Das Besucherprogramm wurde vom Team Inlandsprogramme organisiert und wurde von Dr. Thomas Schrapel, Leiter des Regionalprogramms Politischer Dialag Südkaukasus begleitet. Verantwortlich für die Durchführung von Seiten des Teams Inlandsprogramme: Ingrid Garwels.

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Berlin, 2. März 2018

Die Delegation mit Dr. Thomas Schrapel

Die Delegation mit Dr. Thomas Schrapel