World Religious Club 2018

Während des in der letzten Woche stattfindenen Workshops "World Religious Club 2018" in Kutaisi hatten Studenten die Möglichkeit, die Geschichte des Protestantismus, Christentum und Liberalismus kennenzulernen. Die Gastredner waren die Bischöfin der evangelischen Baptistenkirche Rusudan Gotsiridze und Professor Gia Nodia von der Ilia Universität.

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World Religions Club 2018

Die Workshop-Serie gibt den Studenten die Möglichkeit mit Experten aus verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen und Vertretern von Religionsgemeinschaften über religiöse Vielfalt, Toleranz und friedliche Koexistenz zu diskutieren. Darüber hinaus können die Teilnehmer mit den Ansätze der in Georgien existierenden Religionsgemeinden auseinandersetzen.

Jedes Thema wird zunächst von einem Religionswissenschaftler in der Gruppe bearbeitet und abschließend werden Vertreter der jeweiligen Religionsgemeinschaften eingeladen. Christentum, Islam, Judentum, Hinduismus und Buddhismus sind die Hauptthemen der Workshop-Serie. Die Referenten halten Vorträge über die Grundkonzepte der verschiedenen Religionen, welche durch lebhafte Diskussionen und Analysen begleitet sind.

Die KAS Tbilisi führt das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Caucasus Institute for Peace, Democracy and Development(CIPDD) und Regional Empowerment for Democracy (RED) in Kutaisi durch.

Zum Thema:

Georgien befindet sich weiterhin in einer innergesellschaftlichen, interreligiösen und interethnischen Konfliktsituation. Die Bevölkerung des Landes ist multiethnisch und multireligiös aufgestellt, allerdings dominiert im Staatsverständnis die georgische Ethnie und die Orthodoxie. 84 Prozent der Bevölkerung bekennt sich christlich-orthodox zu sein (Umfragen 2015). Diese Dominanz spiegelt sich in den verschiedenen Konflikten wider. Vor allem zwischen den religiösen Minderheiten und orthodoxen Kirchenmitgliedern. Von daher ist ein friedliches Zusammenleben in multiethnischen und multikonfessionellen Umfeld von großer Bedeutung. Im westgeorgischen Adscharien gibt es neben der georgisch-orthodoxen Glaubensgemeinschaft eine signifikante muslimisch-sunnitische Minderheit, die südgeorgische Region Samtskhe Javakheti ist mehrheitlich von armenisch-apostolischen Christen besiedelt. Die Förderung des Verständnisses für Vielfalt und Toleranz, insbesondere in der neuen, jungen Generation, ist vor diesem Hintergrund eine wesentliche Voraussetzung für den gesellschaftlichen Frieden und Zusammenhalt in Georgien.

Autor

Giorgi Butikashvili

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Tbilisi, 27. Juni 2018