Armenischer Außenminister zu Gast bei der Stiftung

Die Situation Armeniens nach dem durch Massenproteste erzwungenen Regierungswechsel und die daraus sich ergebenden Implikationen und Perspektiven für die innenpolitischen und außenpolitischen Entwicklungen standen im Mittelpunkt eines Gesprächs, das der Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung Prof. Dr. Norbert Lammert am Freitag, 29. Juni 2018, mit dem neuen armenischen Außenminister Zohrab Mnatsakanyan, geführt hat.

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Zohrab Mnatsakanyan

Zohrab Mnatsakanyan, armenischer Außenminister

Mnatsakanyan, der im Rahmen seines Antrittsbesuchs in Berlin mit dem Vorsitzenden der Konrad-Adenauer-Stiftung zusammentraf, betonte im Gespräch, dass es sich bei den Protesten in seinem Land und dem daraus erfolgten Regierungswechsel um eine „samtene Revolution" handelte, die durch rein innenpolitische Missstände und Forderungen nach mehr Demokratie und weniger Korruption und Nepotismus begründet wurde. Die Bekämpfung der Korruption und Schaffung von mehr Rechtsstaatlichkeit wurden als Prioritäten der neuen Regierung herausgestellt. Die geographische Lage Armeniens und sein Sicherheitsbedürfnis, so der armenische Außenminister, würden auch weiterhin die Ausrichtung der Außen- und Sicherheitspolitik Armeniens bestimmen. Daher führte die erste Auslandsreise des Außenministers nach Moskau, gefolgt von Brüssel und jetzt Berlin. Deutschland sei der wichtigste Partner Armeniens in der Europäischen Union, betonte Mnatsakanyan und würdigte dabei auch die Rolle der Konrad-Adenauer-Stiftung in Armenien und dem Südkaukasus. Lammert bekräftigte dabei das Bekenntnis der Konrad-Adenauer-Stiftung, die vielfältigen Transformations- und Reformprozesse in Armenien aktiv mitzubegleiten. Die Konrad-Adenauer-Stiftung unterhält im Südkaukasus ein Regionalbüro mit Sitz in Tiflis/Georgien und ein Verbindungsbüro in Eriwan/Armenien.

Serie

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erschienen

Berlin, 2. Juli 2018

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Referent Südosteuropa / Westlicher Balkan

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